Idee und Umsetzung
1996 erfolgte die Hofübernahme, es handelt sich um den Hof von Johannas Eltern. Zu dieser Zeit gab es 17 Kühe. Alfred und Johanna überlegten gemeinsam, wie es mit dem Hof weitergehen soll. Bei einem Messebesuch entstand die Idee, etwas für ältere Menschen auf dem Hof anzubieten. Unterstützt wurde die Idee zusätzlich durch einen Best-Practice-Betrieb in Norddeutschland. Das Milchkontingent wurde verkauft, und das Geld floss in den Umbau des Kuhstalls. Die Familie Brauneis verwandelte ihren Hof mutig in ein Wohnprojekt für ältere Menschen. Die Planung begann 1996, und 1998 war das 'Service Wohnen' bereits fast voll belegt. Heute besteht eine hohe Nachfrage, und es gibt eine Warteliste.
Soziale Medien
Betriebsspiegel
| Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: | 15 |
| Hauptbetriebszweig: | Service Wohnen am Bauernhof, EU-Schlachtstätte für Farmwild, Schafe und Milchkälber |
| Tierbestand: | Wild, Hühner, Gänse, Enten, Pfau |
| Erwerbsform: | Nebenerwerb |
| Gewerbebetrieb: | ja |
| Sonstiges: | Der Bauernhof der Familie Brauneis in Simbach am Inn bietet Service-Wohnen mit barrierefreien Wohnungen für Menschen jeden Alters, auch mit Behinderung, sowie eine EU-zertifizierte Schlachtstätte mit Zerlegen, Verpacken und Verkauf. Insgesamt stehen 13 Appartements (zwischen 25 und 58 Quadratmetern) zur Verfügung. Die landwirtschaftlichen Flächen werden extensiv genutzt, Produkte wie Wildfleisch aus eigener Produktion werden direkt vermarktet. Der Hof liegt in ländlicher Umgebung 3,5 km vom Ort Simbach entfernt, und ist somit gut angebunden. |
Statement
'Wir täten es genauso wieder machen'.
Wir wollen mit unserem Handeln einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die kleinstrukturierten, multifunktionalen Landwirtschaftsbetriebe erhalten bleiben. Unsere innovativen Ansätze im Bereich der Diversifizierung sichern und stärken die wirtschaftliche Position unseres Betriebs und unserer Region und sollten eine Vorbildwirkung für andere Betriebe haben.
Idee und Umsetzung
1996 erfolgte die Hofübernahme, es handelt sich um den Hof von Johannas Eltern. Zu dieser Zeit gab es 17 Kühe. Alfred und Johanna überlegten gemeinsam, wie es mit dem Hof weitergehen soll. Bei einem Messebesuch entstand die Idee, etwas für ältere Menschen auf dem Hof anzubieten. Unterstützt wurde die Idee zusätzlich durch einen Best-Practice-Betrieb in Norddeutschland. Das Milchkontingent wurde verkauft, und das Geld floss in den Umbau des Kuhstalls. Die Familie Brauneis verwandelte ihren Hof mutig in ein Wohnprojekt für ältere Menschen. Die Planung begann 1996, und 1998 war das 'Service Wohnen' bereits fast voll belegt. Heute besteht eine hohe Nachfrage, und es gibt eine Warteliste.
Herausforderungen
Die gesetzlichen Anforderungen für betreutes Wohnen haben sich seit 1998 stark verändert. Anfangs war Johanna Brauneis selbst Trägerin des Projekts, heute wird das Wohnkonzept über ambulante Dienste organisiert. Die Kommunikation mit den Bewohner:innen ist essenziell, um unter anderem Konflikte frühzeitig zu lösen. Zu Beginn war die öffentliche Aufmerksamkeit sehr hoch. Exkursionen und Medienberichte führten zu zahlreichen Besuchergruppen, was den Alltag der Bewohner:innen beeinträchtigte.
Unterstützung durch LK/LFI
Die landwirtschaftlichen Ämter in Bayern haben die Familie Brauneis von Beginn an bei der Umsetzung unterstützt. Auch die Eltern von Frau Brauneis haben die Hofübernahme sowie die Neuausrichtung stets wohlwollend begleitet. Der Bürgermeister und der Gemeinderat haben das Projekt von Beginn an unterstützt, und es gab keine Probleme bei der Umnutzung.
Sonstiges
Johanna Brauneis interessiert sich zunehmend für das innovative Konzept der tiergestützten Intervention. Dieses zukunftsweisende Angebot könnte den Hof um eine wertvolle Dimension bereichern. Zwar fehlt noch die entsprechende Ausbildung, doch das Potenzial ist vielversprechend. Ein weiteres spannendes Projekt ist eine mögliche Kooperation mit der psychosomatischen Kinderklinik in Simbach. Die Idee: Kindern gezielte Erlebnisse auf dem Hof zu ermöglichen, die ihre Genesung und Entwicklung positiv beeinflussen. In den kommenden Jahren ist die Hofübergabe geplant – und auch hier wird es innovativ: da die Tochter eine Behinderung hat, wird der Hof außerfamiliär übergeben.
Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot
Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein
attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine
Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie
passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.
Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:
- Beruf & Ausbildung
- Betrieb & Unternehmen
- EDV & Informationstechnologie
- Einkommenskombination & Direktvermarktung
- Bauen, Energie & Technik
- Forst- & Holzwirtschaft
- Gesundheit & Ernährung
- Persönlichkeit & Kreativität
- Pflanzenbau
- Recht, Steuer & Soziales
- Tierhaltung
- Biologische Wirtschaftsweise
- Ausgleichszahlungen & Förderungen
- Almwirtschaft
- Umwelt & Naturschutz
- Natur & Garten
- Kultur & Brauchtum
- Regionalentwicklung
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