Bergbauernhof Ganahl

Bio | Grünland und Futterbau | Milchkühe | Exkursionsbetrieb | Urlaub am Bauernhof | Direktvermarktung | Marketing

Besonderheiten

Der Bergbauernhof Ganahl ist ein Bio-Milchviehbetrieb, der einen Teil der Milch selbst am Hof verarbeitet und daraus unter anderem den „Sura Kees“, eine regionale Spezialität, produziert und vermarktet. Zusätzlich gibt es schon seit Jahrzehnten mit Urlaub am Bauernhof ein zweites Standbein am Betrieb.


Kontakt

Bergbauernhof Ganahl
Oswald Ganahl
Thomas Ganahl
Kellerweg 4
A-6781 Bartholomäberg
Vorarlberg
+43 664 4941624
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Der Bergbauernhof auf 1.080 m Seehöhe © Thomas Ganahl

Der neue Laufstall lässt viel Licht ins Innere. © Thomas Ganahl

Der Laufstall in der Außenansicht © Thomas Ganahl

Die neu eingerichtete Sennerei © Thomas Ganahl

Thomas beim Käseanschnitt © Thomas Ganahl

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 37
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 5,8
Hauptbetriebszweig: Milchviehhaltung & Direktvermarktung
Tierbestand: 17 Milchkühe plus Nachzucht
Erwerbsform: Vollerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Landwirtschaftlicher Meister
Arbeitskräfte am Betrieb (in Arbeitskräfteäquivalent): 2,5
Zuständigkeiten der Arbeitskräfte:
Maria – Urlaub am Bauernhof
Thomas – Käserei und Hof
Oswald – Hof und Direktvermarktung

Bewirtschaftungsform: Biobetrieb

Zuletzt geändert am 9. 6. 2020

Besonderheiten

Der Bergbauernhof Ganahl ist ein Bio-Milchviehbetrieb, der einen Teil der Milch selbst am Hof verarbeitet und daraus unter anderem den „Sura Kees“, eine regionale Spezialität, produziert und vermarktet. Zusätzlich gibt es schon seit Jahrzehnten mit Urlaub am Bauernhof ein zweites Standbein am Betrieb.

Veränderungsgrund

Hier im Tal gibt es keine Biomilchsammlung. Da die Familie Ganahl aber schon seit 1996 biologisch wirtschaftet und dies auch in Zukunft tun möchte, wird ein Teil der Rohstoffe selbst veredelt und kann somit als Bioprodukte vermarktet werden.

Idee und Angebot

Bewirtschaftet wird ein Bergbauernbetrieb (Zone 4) in Bartholomäberg auf 1.080 m Seehöhe. Mit 17 Milchkühen produzieren die Betriebsführer Bio-Heumilch, die zu ca. 1/3 selbst verarbeitet und vermarktet wird. Der Großteil der Flächen wird zweimal gemäht, der Rest sind einmähdige Wiesen und einige Dreischnittwiesen.

1996 wurde der Betrieb auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt.

Um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, musste damals der Stall umgebaut werden. Die Betriebsführer entschieden sich, den neuen Stall auf Bioniveau zu bauen. Ebenso wurde zu dieser Zeit die KOPRA (Konsumenten-Produzenten Gemeinschaft) gegründet, die viel Aufklärungsarbeit zum Thema Bio geleistet hat und in der sich die Biopioniere des Landes ausgetauscht haben. Anfangs war man als Biobetrieb im Dorf noch ein Außenseiter. Schlussendlich hat die Familie aber aus Überzeugung umgestellt.

Die Molkerei im Tal sammelt keine Biomilch. Daher haben die Betriebsführer 2011 angefangen, einen Teil der Milch selbst am Hof zu verarbeiten, und zwar mit der Produktion von „Sura Kees“, einer Käsespezialität im Montafon. Der Käse wird hauptsächlich an die regionale Gastronomie und an das Käsehaus Montafon vermarktet. Zusätzlich werden einige kleine Lebensmitteleinzelhandelsgeschäfte beliefert. Weiters gibt es einen kleinen Selbstbedienungsladen am Hof, der zukünftig ausgebaut werden soll.

Da die Nachfrage nach dem Käse laufend gestiegen ist, hat sich die Familie 2017 dazu entschieden, die Milchverarbeitung auszubauen und eine neue Käserei zu errichten. Ziel war es, neben der verarbeiteten Milchmenge auch die Produktpalette zu erweitern. Momentan wird Bergkäse, Schnittkäse und Sura Kees produziert und zukünftig sollen noch Weichkäse und Joghurt hinzukommen.

Durch die breite Produktpalette ist man speziell in der Vermarktung für die Gastronomie deutlich attraktiver.

Da die Region touristisch sehr aktiv ist, gibt im Bereich der Nachfrage jahreszeitlich deutliche Schwankungen. Mit der neuen Anlage ist es möglich, in der Hauptsaison Produkte wie Joghurt und Frischkäse zu produzieren und in der Nebensaison lagerfähige Produkte wie Bergkäse herzustellen. Zukünftig wollen die Betriebsführer in der Vermarktung die Zusammenarbeit mit dem Tourismus und der Gastronomie weiter stärken und im Bio-Lebensmittelhandel Fuß fassen.

Am Bergbauernhof der Familie Ganahl wird die für die Gegend typische Dreistufenwirtschaft mit Heimbetrieb – Maisäß – Alpe betrieben. Die Kühe kommen auf eine gepachtete Alpe, die von der Familie selbst bewirtschaften wird. Die Milch wird abgeliefert.

Aus zeitlichen Gründen, da die Heuarbeit in der Steillage sehr viel Zeit erfordert, wird im Sommer kein Käse produziert.

Ein weiterer Betriebszweig mit langer Tradition ist die Gästebeherbergung. Seit über 30 Jahren werden Ferienwohnungen vermietet, derzeit zwei Wohnungen mit insgesamt 10 Betten. Durch die gute touristische Lage mit mehreren Skigebieten in der Nähe und dem Wandertourismus im Sommer ist eine sehr gute Auslastung gegeben.

Herausforderungen

Der Hof ist nicht an das Kanalnetz angebunden. Daher musste im Zuge der Sennereierweiterung eine biologische Kläranlage errichtet werden. Zusammen mit einer eigenen Quelle ist der Betrieb jetzt unabhängig, was Wasser und Abwasser angeht.

Für die Zukunft liegen die Herausforderungen im Ausbau des Kundenstocks und in der Überzeugungsarbeit, dass für die hochwertigen Produkte ein fairer Preis zu bezahlen ist.

Wie für alle Direktvermarkter ist auch für die Familie Ganahl die Arbeitsbelastung und das Zeitmanagement oft eine Herausforderung.

Unterstützung durch LK/LFI

Bauplanung bei Stall und Sennerei

Abteilung Betriebswirtschaft – Betriebskonzept und Betriebsentwicklung

Zukunftspläne

Ziel ist es, die Milchverarbeitung und Direktvermarktung in Zukunft zu steigern.

Nächstes Bauprojekt ist eine Hackschnitzelanlage, damit Häuser und Sennerei versorgt werden können. Die derzeitige Stückholzanlage kann dies kaum mehr leisten.

Angedacht ist auch, die in der Sennerei anfallende Molke über die Schweinemast zu veredeln und damit ein weiteres Standbein zu etablieren.

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Der neue Laufstall lässt viel Licht ins Innere. © Thomas Ganahl

Der Laufstall in der Außenansicht © Thomas Ganahl

Die neu eingerichtete Sennerei © Thomas Ganahl

Thomas beim Käseanschnitt © Thomas Ganahl

Beschreibung des Programms

Führung über den Hof und durch die Sennerei. Erläuterung der betrieblichen Entwicklung. Eine Verkostung der eigenen Produkte ist auf Anfrage möglich.

Termine und Fixtermine

Termin nach Vereinbarung

Limitierende Faktoren

Sanitär: Benützung einer WC-Anlage für alle Teilnehmer möglich?
Behindertengerechter Zugang?

Lage und Anreise

Anfahrtsmöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln:Nicht möglich
Anfahrtsmöglichkeiten mit PKW oder privatem Bus:PKW und Bus möglich
Parkmöglichkeiten:Gratis
Größere Busse müssen evt. 500 m entfernt parken.

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