Bisonhof Hinteregger

Besonderheiten

Wie viele Besitzer von kleineren Landwirtschaften stellt sich mit der Betriebsübernahme die Frage: Was könnte man aus der Landwirtschaft machen? Hannes Hinteregger hat sich auf einen besonderen Betriebszweig verschrieben. Der viel in der Welt herumgereiste Maurerpolier ist geprägt von einem „offenen Geist" für etwas Neues, Außergewöhnliches. Das fand er in einer bei uns nicht gerade üblichen Tierart: dem Bison! Bisons sind auf der Nordhalbkugel verbreitete Wildrinder. Man unterscheidet zwischen dem „amerikanischen Bison" und dem „Wisent", die in Europa beheimatet ist. Durch intensive Recherche im Internet und Kontaktaufnahme mit Bisonhalter in Österreich, Deutschland und anderen Ländern reifte die Idee, sich dieser Tierart zu verschreiben. So fand der amerikanische Steppenbison Einzug in Kärnten. Hannes Hinteregger ist der 1. Kärntner Bisonzüchter. Anstatt die Grünflächen zu verpachten entschied man sich, Bisons zu kaufen und zur Beweidung der Heimflächen einzusetzen. Das Interesse der Menschen an Ungewöhnlichem schaffte einen zusätzlichen Mehrwert, sodass nach anfänglicher Skepsis eine kleine Herde von Bisons auf dem Plateau in Ferndorf heimisch wurde. Das Ziel ist es auf diese Weise die Flächen zu pflegen und in weiterer Folge in die Vermarktung der Tiere zu investieren.


Kontakt

Bisonhof Hinteregger
A-9702 Ferndorf
Kärnten
0664 60 50 75 79
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Bisons auf der Weide? Hier in Kärnten eine Innovation! © Hinteregger

Bisons sind keine Kuscheltiere - die Weidehaltung muss sicher gestaltet sein. © Hinteregger

Bisons sind nicht nur Landschaftspfleger - die Verwertung könnte ein Nischenangebot sein! © Hinteregger

Hannes HInteregger - der 1. Kärntner Bisonzüchter © Hinteregger

Ziel ist es, mit neuen Ideen als junge Familie den Betrieb weiterzuführen © Hinteregger


Betriebsspiegel

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 13 ha
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 23 ha
Hauptbetriebszweig: Halten und Züchten von Bisons
Tierbestand: Herde ist im Aufbau
Erwerbsform: Nebenerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Landwirtschaftlicher Facharbeiter, Aus-bildung Maurerhandwerk und als Polier erfolgreich tätig
Übernahmezeitpunkt (Jahr): 2019
Lage der Flächen (arrondiert): arondierter Flächen
Bewirtschaftungsform: Konventionell
Eigene Maschinen oder überbetrieblicher Maschineneinsatz (mit welchem Anteil?): Geringer Anteil an Eigenmaschinen, Nutzung von überbetrieblichen Maschineneinsatz

Zuletzt geändert am


Forstwirtschaft

Waldwirtschaftsplan

Nein

Geländebeschaffenheit: Auswahl


Mein Weg

Besonderheiten

Wie viele Besitzer von kleineren Landwirtschaften stellt sich mit der Betriebsübernahme die Frage: Was könnte man aus der Landwirtschaft machen? Hannes Hinteregger hat sich auf einen besonderen Betriebszweig verschrieben. Der viel in der Welt herumgereiste Maurerpolier ist geprägt von einem „offenen Geist" für etwas Neues, Außergewöhnliches. Das fand er in einer bei uns nicht gerade üblichen Tierart: dem Bison! Bisons sind auf der Nordhalbkugel verbreitete Wildrinder. Man unterscheidet zwischen dem „amerikanischen Bison" und dem „Wisent", die in Europa beheimatet ist. Durch intensive Recherche im Internet und Kontaktaufnahme mit Bisonhalter in Österreich, Deutschland und anderen Ländern reifte die Idee, sich dieser Tierart zu verschreiben. So fand der amerikanische Steppenbison Einzug in Kärnten. Hannes Hinteregger ist der 1. Kärntner Bisonzüchter. Anstatt die Grünflächen zu verpachten entschied man sich, Bisons zu kaufen und zur Beweidung der Heimflächen einzusetzen. Das Interesse der Menschen an Ungewöhnlichem schaffte einen zusätzlichen Mehrwert, sodass nach anfänglicher Skepsis eine kleine Herde von Bisons auf dem Plateau in Ferndorf heimisch wurde. Das Ziel ist es auf diese Weise die Flächen zu pflegen und in weiterer Folge in die Vermarktung der Tiere zu investieren.

Veränderungsgrund

Neben der Mutterkuhhaltung zur Erhaltung der Landwirtschaft suchte Hannes Hinteregger etwas Außergewöhnliches. Ziel ist es einen höheren Ertrag zu erreichen und das Grünland unkomplizierter zu bewirtschaften. Ein paar Bisons am Hof sind möglicherweise leichter zu halten und sie wären ein unkompliziertes Weidevieh.

Umsetzung

Am Anfang war die Idee. Bisonzucht. Man suchte und recherchierte im Internet und stieß bald auf Gleichgesinnte. Hannes Hinteregger nahm Kontakt auf, man traf sich, führte Gespräche und plötzlich standen die ersten 5 Bisons auf der Weide.

Idee und Angebot

Seit April 2018 widmet sich Hannes Hinteregger der Zucht und Vermarktung von Nordamerikanische Steppenbisons. Da es in ganz Kärnten noch keinen Bisonzüchter gab, war das für mich eine Marktlücke. Die Haltung von Bisons ist sehr Aufwendig, da die Tiere bis zur Erlegung 3 Jahre am Hof gehalten werden. Das Futter für die Tiere kommt ausschließlich vom eigenen Betrieb. Die Erlegung erfolgt komplett Stressfrei am Hof. Derzeit werden 4 Zuchtlinien bearbeitet und das Ziel ist es früher oder später auch in die Fleischvermarktung einzusteigen.

Herausforderungen

Bisons sind keine Kuscheltiere, daher ist ein vorsichtiger Umgang notwendig und die ersten Erfahrungen mit der Haltung der Tiere zeigten, wie wichtig hier die Sorgfaltspflicht des Tierhalters ist. Denn es ist verständlich, dass sich die Nachbarn zuerst ängstlich zeigten und sich vor den Tieren zu fürchten begannen. Daher ist die stabile Einzäunung die Sicherheit der Tiere ein wichtiger Punkt bei der Haltung. Wenn die Tiere tiergerecht gehalten werden, sind sie nicht gefährlicher als andere landwirtschaftliche Nutztier. Das Risiko des Halters muss durch entsprechende Sorgfalt gering gehalten werden.

Unterstützung durch LK/LFI

Der Betriebsleiter absolvierte den Landwirtschaftlichen Facharbeiter über das LFI Kärnten und besuchte heuer auch das Innovationsseminar der LK, das vom LFI und in Kooperation mit der Fachhochschule Kärnten abgehalten wurde.

Auszeichnungen

Teilnahme beim Vifzack 2018 und erste Berichte in den Medien

Zukunftspläne

In Zukunft soll die Herde vergrößert werden und es sollen die ersten Vermarktungsaktivitäten gesetzt werden, dazu ist auch eine entsprechende Weiterbildung auf dem Gebiet der Direktvermarktung nötig, um das Vorhaben wirtschaftlich weiterzuführen.

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