Rabingerhof

Besonderheiten

Die Betriebsleiterin übernahm schicksalsbedingt mit 18 Jahren den Betrieb und war gezwungen schon damals innovative Wege zu suchen. In der ersten Phase wurde auf Betriebserweiterung und Zusammenarbeit gesetzt. Erfahrungen mit einem LEADER-Projekt sicherten bald ein zusätzliches Einkommen. Es wurde in gemeinschaftliche Schlacht-, Verarbeitungs- und Vermarktungsräume investiert, auch Urlaub am Bauernhof wurde mit einer Ferienwohnung für 10 Personen aufgebaut. Da am Hof über einen Zeitraum von 15 Jahren die Großeltern gepflegt wurden, entstand ein umfassendes Pflege- und Betreuungswissen der Familie. Die Offensive der Kammern und des Ministeriums in Richtung „Green Care", die Idee den Bauernhof als Alterswohnsitz zu etablieren und zu diversifizieren, führte letztlich dazu, dass im Jahr 2013 dieses Standbein professionell am Hof etabliert wurde. Durch den Zusammenbruch der Direktvermarktung im Zuge des HCB-Skandals 2015, wurde die Erweiterung des Angebotes von „Alternativen Lebenswelten" für älter werdende Menschen weiter ausgebaut. Das Betriebsbeispiel zeigt, wie man Krise als Chance sehen kann, wie durch Mut und Offenheit neue Wege beschritten werden können, wenn man zusammenhält und gemeinsam Wege umsetzt, auch gegen den Widerstand der Meinungen von vielen. Das Beispiel ist eines von vielen, worüber man nachdenken kann, wie in einer globalisierten und vernetzten Welt, der Bauernhof als alternative Lebenswelt weiter entwickelt werden kann. Alt werden am Bauernhof ist ein wichtiges Thema in unserer Landwirtschaft, da die Balance zwischen Jung und Alt am Hof mit kreativen und innovativen Ansätzen erhalten werden kann.


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Rabingerhof
A-9375 Hüttenberg
Kärnten
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Hüttenberg; Idyllischer Bauernhof; Betreutes Wohnen

Die Idylle des Rabingerhofes bietet Raum für Gäste, die hier im Alter betreut werden. © Rabingerhof

Altersheim am Bauernhof; Betreutes Wohnen; Rabingerhof; Hüttenberg

So sieht eine Alternative Lebenswelt auf dem Hof aus, wer würde hier nicht gerne alt werden? © Rabingerhof

Hüttenberg; Altenpflege; Betreutes Wohnen; Rabingerhof

Die Familien Ratheiser arbeitet und lebt auf ihrem Hof, der auch Lebensraum für Gäste bietet, die hier alt werden möchten. © Rabingerhof

Altern in Würde; Rabingerhof

Traude, eine von drei Bewohnerinnen fühlt sich hier sichtlich wohl © Rabingerhof

Wohnraum; Betreutes Wohnen

In Zukunft werden weitere Lebensräume zur Verfügung stehen © Rabingerhof


Betriebsspiegel

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 55 ha (inkl. Pachtflächen)
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 30 ha
Hauptbetriebszweig: Mutterkuhhaltung mit Direktvermarktung
Tierbestand: 70 Stück
Erwerbsform: Vollerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Hauswirtschaftsmeisterin und Facharbeiterausbildung
Übernahmezeitpunkt (Jahr): 1989
Zuständigkeiten der Arbeitskräfte: Die Betriebsleiterin kümmert sich um den Alternativen Lebensraum und die Vermarktung, der Betriebsleiter und sein Sohn um die Landwirtschaft und die Vermarktung, es werden auch Fremdarbeitskräfte eingesetzt.
Bewirtschaftungsform: Biobetrieb
Eigene Maschinen oder überbetrieblicher Maschineneinsatz (mit welchem Anteil?): Mehr als 50 % der Maschinen wird über Maschinengemeinschaften im Bertieb eingesetzt.

Zuletzt geändert am


Forstwirtschaft

Waldwirtschaftsplan

Nein

Geländebeschaffenheit: Auswahl


Mein Weg

Besonderheiten

Die Betriebsleiterin übernahm schicksalsbedingt mit 18 Jahren den Betrieb und war gezwungen schon damals innovative Wege zu suchen. In der ersten Phase wurde auf Betriebserweiterung und Zusammenarbeit gesetzt. Erfahrungen mit einem LEADER-Projekt sicherten bald ein zusätzliches Einkommen. Es wurde in gemeinschaftliche Schlacht-, Verarbeitungs- und Vermarktungsräume investiert, auch Urlaub am Bauernhof wurde mit einer Ferienwohnung für 10 Personen aufgebaut. Da am Hof über einen Zeitraum von 15 Jahren die Großeltern gepflegt wurden, entstand ein umfassendes Pflege- und Betreuungswissen der Familie. Die Offensive der Kammern und des Ministeriums in Richtung „Green Care", die Idee den Bauernhof als Alterswohnsitz zu etablieren und zu diversifizieren, führte letztlich dazu, dass im Jahr 2013 dieses Standbein professionell am Hof etabliert wurde. Durch den Zusammenbruch der Direktvermarktung im Zuge des HCB-Skandals 2015, wurde die Erweiterung des Angebotes von „Alternativen Lebenswelten" für älter werdende Menschen weiter ausgebaut. Das Betriebsbeispiel zeigt, wie man Krise als Chance sehen kann, wie durch Mut und Offenheit neue Wege beschritten werden können, wenn man zusammenhält und gemeinsam Wege umsetzt, auch gegen den Widerstand der Meinungen von vielen. Das Beispiel ist eines von vielen, worüber man nachdenken kann, wie in einer globalisierten und vernetzten Welt, der Bauernhof als alternative Lebenswelt weiter entwickelt werden kann. Alt werden am Bauernhof ist ein wichtiges Thema in unserer Landwirtschaft, da die Balance zwischen Jung und Alt am Hof mit kreativen und innovativen Ansätzen erhalten werden kann.

Veränderungsgrund

Da die Kinder dem Bereich Urlaub am Bauernhof entwachsen waren, Erweiterungsmöglichkeiten fehlten und durch das vorhandene Pflege- und Betreuungsknowhow, bot sich die Etablierung einer alternativen Lebenswelt für ältere Menschen am Hof als zusätzliches Standbein an. Vor allem weil es viele Menschen gibt, die den Bauernhof als eine Quelle für ein Leben in Einklang mit der Natur sehen. Die Orientierung als Biobetrieb war ebenfalls für das Gewinnen von Interessenten ein gutes Argument.

Umsetzung

Die Auseinandersetzung mit den rechtlichen Grundlagen, wie Pflege- und Heimgesetz, Steuer- Gewerberecht führte zur Entwicklung eines Betriebskonzeptes, das konsequent umgesetzt wurde. Die Erfüllung sämtlicher Vorschriften war die Voraussetzung dafür, dass 2013 das Vorhaben als „Alternativer Lebensraum“ begonnen werden konnte. Derzeit leben 3 Personen am Hof, die betreut werden und das neue Projekt sieht nun eine Erweiterung auf insgesamt 6 Personen vor, die hier einen bleibenden Alterswohnsitz in Ruhe und in der Natur haben, mit Haustieren, mit Naturidylle pur und sogar einem Hängebauchschwein, das zur Erheiterung der Hofbewohner wesentlich beiträgt.

Idee und Angebot

Der Betrieb hat Raum für max. 6 Personen, die hier einen „Alternativen Lebens-raum“ finden können. Das Angebot ist wesentlich größer als die Nachfrage. Neben diesem Angebot bietet der Betrieb auch noch Jungrindfleisch im Wege der Direktvermarktung an sowie bäuerliches Kunsthandwerk, wobei die selbst erzeugten Tauf- und Hochzeitskerzen über die Grenzen hinaus bekannt sind.

Herausforderungen

Als Herausforderungen waren sicher die rechtlichen Voraussetzungen zu sehen. Auf gewerberechtlicher Ebene wurde eine KG gegründet, die österreichweit als Vorlage für andere Projekte dient. Das Pflege- und Heimgesetz ist die Basis für eine solche Tätigkeit, das setzt eine gute Ausbildung und das Einarbeiten in die Materie voraus.

Unterstützung durch LK/LFI

Die Landwirtschaftskammer konnte dem Betrieb über das Bildungsprojekt „Green Care“, das österreichweit etabliert wurde, fachliche gut unter die Arme greifen. Aber auch die Rechtsberatung in Hinblick auf Steuer- und Gewerberecht, sowie die Erstellung eines Betriebskonzeptes und die betriebswirtschaftliche Beratung sind wichtige Bausteine bei der Umsetzung eines derart innovativen Vorhabens.

Arbeitsorganisation

Um die Betriebsleiterfamilie zu entlasten ist der Einsatz von Fremdarbeitskräften unerlässlich, wodurch aber auch zusätzliche Wertschöpfung in die Region kommt.

Auszeichnungen

Minister Andrä Rupprechter zeichnete die Familie 2015 als Musterbeispiel mit dem „L“ für ein lebenswertes Österreich aus.

Zukunftspläne

Die Zukunft ist derzeit die Gegenwart, denn der Betrieb befindet sich gerade in der Erweiterungsphase, wobei zusätzliche Wohneinheiten geschaffen werden. Daher ist es das Ziel, vorerst diesen Schritt gut zu schaffen und die Menschen im „Alternativen Lebensraum Bauernhof“ optimal zu betreuen. Nachdem die Familie bisher mit hoher Innovationskraft sich im Vollerwerb halten konnte, darf man davon ausgehen, dass auch die junge Generation "innovative" Wege gehen wird.

Interessante Links

Green Care Österreich

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