Familie Kohler – Joghurt & Topfen

Grünland und Futterbau | Milchkühe | Urlaub am Bauernhof | Direktvermarktung

Besonderheiten

Bereits 1999 hat der Vater von Martin mit der Joghurtproduktion und Direktvermarktung begonnen. Seit 2013 führt Martin mit seiner Frau Daniela den Hof und hat die Verarbeitung und Direktvermarktung stetig erweitert. Die Produktion und Vermarktung von Joghurt und Topfen ermöglicht es den Betrieb im Vollerwerb zu führen.


Kontakt

Familie Kohler – Joghurt & Topfen
Martin Kohler
Daniela Kohler
Lugen 83
A-6883 AU
Vorarlberg
+43 664 4837900
email
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Martin erzeugt Joghurt und Topfen auf seinem Betrieb © Kohler Daniela

Der Hof der Familie Kohler in Au im hinteren Bregenzer Wald © Kohler Daniela

Die ganze Familie arbeitet zusammen. © Kohler Daniela

Ein Teil der Produkte wird direkt ab Hof vermarktet. © Kohler Daniela

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 16,5 ha Grünland & 16,3 ha Almfläche
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 4
Hauptbetriebszweig: Milchviehhaltung und Verarbeitung (Joghurt & Topfen)
Erwerbsform: Vollerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Facharbeiter
Übernahmezeitpunkt (Jahr): 2013
Arbeitskräfte am Betrieb (in Arbeitskräfteäquivalent): 2
Zuständigkeiten der Arbeitskräfte: Martin - Stall
Daniela - Urlaub am Bauernhof
Verarbeitung - Martin und Daniela und Martins Eltern

Bewirtschaftungsform: Konventionell
Eigene Maschinen oder überbetrieblicher Maschineneinsatz (mit welchem Anteil?): Eigenmechanisiert

Zuletzt geändert am 5. 1. 2018

Besonderheiten

Bereits 1999 hat der Vater von Martin mit der Joghurtproduktion und Direktvermarktung begonnen. Seit 2013 führt Martin mit seiner Frau Daniela den Hof und hat die Verarbeitung und Direktvermarktung stetig erweitert. Die Produktion und Vermarktung von Joghurt und Topfen ermöglicht es den Betrieb im Vollerwerb zu führen.

Veränderungsgrund

Im Jahr 2010 war die Frage ob man den Betrieb weiterbewirtschaftet und die Direktvermarktung ausweitet oder ob man den Betrieb auflässt. Ein Vollerwerb war mit reiner Milchproduktion nicht denkbar. Da es das Ziel war, dass Martin und Daniela am Betrieb arbeiten können entschied man sich dafür in die Verarbeitung zu investieren.

Umsetzung

1999: Start der Joghurtproduktion und Direktvermarktung an zwei Geschäfte und zwei Gastronomiebetriebe durch den Vater

2010: Grundsatzentscheidung das man die Verarbeitung intensivieren will, Start der Topfenproduktion

2013: Betriebsübernahme durch Martin

2016: Einbau einer Abfüllanlage

Im Verlauf der Zeit stieg die verarbeitete Menge und Produktpalette kontinuierlich an.

Idee und Angebot

Die Milchverarbeitung hat am Betrieb der Familie Kohler in Au im hinteren Bregenzer Wald schon lange Tradition. Bereits 1999 wurde vom Vater begonnen ein Teil der Heumilch der 16 Kühe zu Joghurt zu verarbeiten. Das Interesse an der Milchverarbeitung hat er an seinen Sohn Martin weitergegeben. Seit 2013 führt Martin mit seiner Frau Daniela nun den Betrieb.

Nach mehreren Investitionen in die Milchverarbeitung in den letzten Jahren werden nun etwa 60.000 l Milch am Betrieb verarbeitet und die Produkte an 35 Lebensmittelgeschäfte und 20 Gastronomiebetriebe in Vorarlberg vermarktet. Zusätzlich gibt es einen Selbstbedienungskühlschrank am Hof.
Die Produktpalette umfasst Naturjoghurt, Fruchtjoghurt, Naturtopfen, Früchtetopfencreme sowie verschiedene Aufstriche. 2 Goldmedaillen, eine Silberne und zwei Bronzene beim diesjährigen Wieselburger „Kasermandl“ bestätigen die hohe Qualität der Produkte.
Der Erfolg der Produkte beruht großteils auf der Experimentierfreudigkeit der Familie. Zwar hat Martin früher in der Sennerei gearbeitet, jedoch dort hauptsächlich Bergkäse erzeugt.

Die restliche Heumilch vom Betrieb wird an die Sennerei Rehmen geliefert, die daraus Bergkäse herstellt.
Auch die bewirtschaftete Fläche und der Viehbestand hat sich in den letzten 20 Jahren vergrößert, so wird beispielsweise seit 5 Jahren eine Alpe gepachtet und selbst bewirtschaftet. Gemolken wird auf der Alpe, die Milch dann jedoch am 15 km entfernten Heimbetrieb weiterverarbeitet.

Wie bei vielen Direktvermarktern ist die hohe Arbeitsbelastung eine Herausforderung für die Familie. Daher entschloss sich Martin im Sommer 2016 die außerlandwirtschaftliche Tätigkeit aufzugeben, um Vollzeit am Betrieb zu sein. Durch die gute Zusammenarbeit aller am Hof ist die Arbeit zu bewältigen und speziell im Winterhalbjahr bleibt auch Zeit für Erholung.

Neben der Milchproduktion und Verarbeitung gibt es am Betrieb auch zwei Ferienwohnungen die über Urlaub am Bauernhof vermietet werden. Durch das nah gelegene Skigebiet ist die Wintersaison gut ausgebucht und im Sommer sind es vor allem Familien mit Kindern, die über Urlaub am Bauernhof die Landwirtschaft erleben wollen.

Herausforderungen

Das Aufbauen eines soliden Kundenstocks für die Abnahme der Produkte erfordert viel Zeit und funktioniert oft nur langsam.
Eine hohe Produktqualität und insbesondere die gleichbleibende Qualität erfordert einiges an Know-How.
Die Arbeitswirtschaft insbesondere durch den alten Anbindestall und die selbst bewirtschaftete Alm im Sommer ist herausfordernd.

Unterstützung durch LK/LFI

Betriebswirtschaftsberatung, Arbeitskreis Unternehmensführung, Abteilung Leistungsabgeltung (MFA, etc.)

Auszeichnungen

Kasermandl Wieselburg – 2x Gold – Kräuteraufstrich, Fruchresi Mango
1x Silber und 2 x Bronze

Zukunftspläne

Zukünftig steht für Familie Kohler vor allem der Neu-/Zubau des Milchviehstalles im Fokus. Damit werden die Weichen für eine zukunftsfähige Milchproduktion mit hohem Tierwohlstandard gestellt. Zusätzlich soll dann im Altbestand mehr Platz für die Milchverarbeitung bleiben sowie ein Schauraum für Besucher entstehen. Für die Familie ist die offene Kommunikation der Landwirtschaft zur Bevölkerung ein großes Anliegen.

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