Luschnig Erna und Norbert

Milchkühe | Exkursionsbetrieb

Besonderheiten

Familie Luschnig hat einen extensiv geführten Grünland- und Milchrinderbetrieb übernommen und diesen binnen kurzer Zeit durch die Anwendung sehr innovativer Zuchtprogrammelemente zum erfolgreichsten Fleckviehzuchtbetrieb Österreichs entwickelt.


Kontakt

Luschnig Erna und Norbert
Norbert Luschnig

Kleinprethal 8
A-8742 Amering
Steiermark
+43 664 1330749
email


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Jungstier GS Wrigley, Genomischer Jungvererber mit exzellentem Zuchtwert in Leistung und Exterieur © HAKA

Jungstier GS IO Genetisch mischerbig hornloser Fleckvieh-Jungvererber, aufgrund des Euterzuchtwertes und seines Milchleistungspoteniales Hornlosvererber im absoluten Spitzensegment © HAKA

Norbert Luschnig bei der Biestmilchkontrolle mit der Spindel © Edlinger

Ansäuerung der Kälbermilch © Edlinger

Kinder in Kälberfütterung eingebunden © Edlinger

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 38 ha
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 80 ha
Hauptbetriebszweig: Rinderzucht
Tierbestand: 36 Milchkühe, 45 Stück weibliches Jungvieh
35 Stück männliches Jungvieh (Ochsen für ALMO-Prog
Betriebszweigsabhängige, zentrale Leistungskennzahlen: Durchschnittliches Erstkalbealter: 25 – 26 Monate
Durchschnittliche Erstlingsleistung: 8.774 kg
Leistungsdaten:
Jahr Kühe ᶲAlter Milch-kg F%
2009 28,5 4,4 9.314 3,94
E% F+EW kg
3,53 696
2012 35,3 5,0 9.992 4,08
3,57 765
2014 35,4 4,8 10.933 4,12
3,47 830
2016 34,7 4,9 10.943 3,96
3,38 804
Ochsen: einmalige Alpung, dann Fertigmast für ALMO-Programm; Schlachtalter im Durchschnitt 22 Monate – 400 kg Kaltgewicht

Erwerbsform: Vollerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Betriebsführer: Zimmermeister (HTL), Betriebsführerin: Gärtnerlehre
Übernahmezeitpunkt (Jahr): 2003
Arbeitskräfte am Betrieb (in Arbeitskräfteäquivalent): 2
Bewirtschaftungsform: Konventionell

Zuletzt geändert am 20. 7. 2017

Besonderheiten

Familie Luschnig hat einen extensiv geführten Grünland- und Milchrinderbetrieb übernommen und diesen binnen kurzer Zeit durch die Anwendung sehr innovativer Zuchtprogrammelemente zum erfolgreichsten Fleckviehzuchtbetrieb Österreichs entwickelt.

Veränderungsgrund

Das Ehepaar Erna und Norbert Luschnig hat den Betrieb vulgo Sturmer 2003 von ihren Eltern übernommen. Der erste Leistungsabschluss lag bei 3.921 kg Milch. „In dieser Phase war es schwierig, überhaupt kompetente Futtermittellieferanten zu bekommen, die beim vorhandenen Leistungsniveau die neue Betriebsstrategie ernst nahmen.“

Umsetzung

Man setzte sich nach Betriebsübernahme mit der Milchproduktion intensiv auseinander und durchleuchtete ab 2004 im Arbeitskreis Milch die betriebswirtschaftlichen Kenndaten des Betriebes. Einer der ersten Schritte war nach entsprechenden Bodenanalysen eine umfassende Sanierung der Grünlandbestände. „Das war die wichtigste Grundlage für die Entwicklung der Milchwirtschaft“, sagt Norbert Luschnig. Bereits vier Jahre nach Aufnahme der Leistungsprüfung stieg die Leistung in der Herde auf ein 9.000 er Niveau. Wesentlicher Teil der einsetzenden Erfolge war die Aufnahme eines Bestandesbetreuungsverhältnisses mit dem Tierarzt Dr. Walter Peinhopf und seinem Team. 2006 wurde das Stallgebäude kostengünstig umgebaut und ein Zubau errichtet – die Umstellung auf Laufstallhaltung war ein logischer weiterer Schritt.
Durch die konsequente Umsetzung sehr innovativer Elemente des Zuchtprogrammes entwickelte sich der Zuchtbetrieb Luschnig binnen weniger Jahre zum erfolgreichsten Fleckviehzüchter Österreichs:

• Verkürzung des Generationsintervalles und Erhöhung der Selektionsschärfe durch intensive Nutzung der Genomselektion am Betrieb
• Genotypisierung aller weiblichen Kälber
• frühe Nutzung der besten genotypisierten weiblichen Jungrinder über Embryotransfer
• 100% Einsatz von genomischen Jungvererbern am Betrieb

Idee und Angebot

Betriebsausrichtung auf Rinderzucht
Anfänglich wurde das Ziel, den Betrieb auf die Rinderzucht aufzubauen von Berufskollegen belächelt. 2004 machte Norbert die Eigenbestandsbesamerausbildung, was der erste Einstieg in die Rinderzucht war. 2003 wurde letztmalig noch ein Natursprungstier angekauft. Die Zuchtstrategie war von Anfang an, die genetisch wertvollsten und leistungsstärksten Tiere so früh wie möglich mit den leistungsstärksten Stieren zu nutzen. Es wird bei ausreichend Wuchs bereits ab elf Monaten belegt. Je leistungsstärker die Kühe sind, desto früher werden sie belegt.

Intensive Zucht – kurzes Generationsintervall
Sobald sich die ersten züchterischen Ergebnisse einstellten, startete man am Betrieb Luschnig zur besseren Nutzung bester weiblicher Genetik mit dem Embryotransfer. Das erste Jungrind wurde im Alter von elf Monaten gespült und im Nachhinein gesehen war es eine der erfolgreichsten Spülungen, obwohl aus diesem ET nur ein Kalb resultierte. Das war das zu diesem Zeitpunkt zuchtwertstärkste Kalb Österreichs (MASSIMILIANO x HUMPERT x RUMGO). Dieses Kalb wurde dann wieder mit 12 Monaten über ET genutzt und aus diesem Transfer sind nun zwei der Europa weit genetisch interessantesten Kälber (V: HERZSCHLAG) in den Kälberiglus der Luschnig-Herde.

ET hat zentrale Bedeutung
Den Embryotransfer sieht Luschnig auch als wichtiges Instrument für die erfolgreiche züchterische Nutzung von wertvollen Anlagenträgern. Mit der Spülung von BURNINGSTAR (MASSIMILIANO) ist dieser Zugang voll aufgegangen. Die aktuell genetisch wertvollsten Jungtiere am Betrieb zählen zur Spitze der gesamten Population, stammen aus Anlagenträgern und sind frei!

KB-Stiere aus dem Betrieb Luschnig
Aus dem F-Stamm sind die Jungstiere GS IO Pp und WENDELSTEIN in Besamungseinsatz. Die ersten KB-Stiere aus der Luschnig-Herde waren GS PICK UP (POLARBÄR x RUMGO x HARLEKIN) und GS WRIGLEY (WATT x HUMPERT x RUMGO).

Besamungen mit junger Genetik
Seiner Zuchtphilosophie entsprechend hat Norbert Luschnig seit Einführung der Genomselektion 2011 seine Herde fast zu 100% mit Jungstieren besamt. Ein weiteres Credo in der Zucht ist die konsequente Selektion auf Leistung. Die schönste Kuh geht zur Schlachtung, wenn die Leistung nicht entspricht. Die weiblichen Kälber werden zu fast 100% genotypisiert – für Erna und Norbert ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Die eine oder andere Spülung wäre nicht gemacht worden, hätte man nicht die Genom-Information gehabt. Aus heutiger Sicht ist man mit den gemachten Erfahrungen extrem überrascht, wie gut sich die Genomzuchtwerte hinterher am Tiere selbst wieder finden.

Spezialist in der Aufzucht
Vorreiter war der Betrieb Luschnig auch in der Kälberaufzucht, wo man als erster Betrieb in der Steiermark mit der angesäuerten Ad-libitum- Tränke begonnen hat. Die ersten sechs Monate erfolgt die Fütterung ohne Kompromisse nur mit bester Qualität. Etwas extensiver wird die Aufzucht erst mit zehn Monaten. Spätestens mit 16 Monaten wird aber jede Kalbin belegt, um die Verfettung bis zur Abkalbung hintan zu halten.

Kälberaufzucht – höchste Sorgfalt
Die Kälberaufzucht beginnt in der Trockenstehfütterung, um so viel wie möglich Kolostrum und das in bester Qualität für das Kalb zu gewinnen. Seit langem wird die Biestmilch mit der Spindel kontrolliert, Farbe und Menge des gewonnenen Kolostrums haben dabei keine Aussagekraft. Wenn die Qualität nicht ausreichend ist, wird die Milch verworfen und das Kalb mit tiefgefrorenem Kolostrum getränkt. Die Tränkung erfolgt immer sofort nach der Geburt, die Zeit ist dabei ein unbezahlbarer Faktor. In den ersten zwölf Stunden werden bis zu neun Liter getränkt. Gedrencht wird nur im äußersten Notfall. Mit der Ansäuerung wird bei niedrigerem Ansäuerungsgrad bereits mit der zweiten Tränkung gestartet. Mit dieser Sorgfalt kann der Betrieb Ausfälle fast zur Gänze vermeiden. Der Kälbermist sowie die vollständige Tränkeaufnahme werden ständig kontrolliert. Der Einsatz von Elektrolyten erfolgt lieber zu früh als zu spät. Auch nach Stresssituationen, wie zum Beispiel nach der Narkotisierung bei Enthornung oder Kastration, werden Elektrolytlösungen verabreicht. Diese Maßnahmen werden als Schlüssel zum Erfolg angesehen und da werden Kosten nicht gescheut. Im Zuge der Bestandesbetreuung werden die Kälber gegen Grippe behandelt. In der Aufzucht, aber auch generell im gesamten Bestand, wird auf erste Symptome (Husten) sofort mit dem Einsatz von Vitamin E und Selen reagiert. Warnsignale in der Herde, wie beispielsweise ein Zellgehalt über 100.000, werden sofort als Anlass genommen, alle Maßnahmen auf Fehler zu hinterfragen. Die Klauenpflege wird mindestens zweimal jährlich an einen professionellen Klauenpfleger vergeben. Wichtige Sofortmaßnahmen erledigt Norbert Luschnig selbst.

Mit der Idee der intensiven Zuchtarbeit (scharfe Selektion – Einsatz jüngster Genetik – intensiver Embryotransfer - kurzes Generationsintervall) in Verbindung mit höchster Sorgfalt in der Kälberaufzucht ist der Betrieb Luschnig höchst erfolgreich (Höchste Leistungsbereitschaft mit Topexterieur in der eigenen Herde / Verkauf von männlicher Spitzengenetik an Besamungsstationen / Vermarktung weiblicher Spitzengenetik).

Herausforderungen

Größte Herausforderung war es in der Anfangsphase, von den Partnern (Tierärzte, Futtermittelberater, Berufskollegen) ernst genommen zu werden.

Was würde der Betriebsführer aus heutiger Sicht anders machen?
Im Stall würden wir jetzt einen großzügigeren „Special-needs-Bereich“ für die Kühe vorsehen“.

Unterstützung durch LK/LFI

Unterstützung durch die Zuchtberatung der Rinderzucht Steiermark und durch das Anpaarungsprogramm GS AIO (Besamungsunternehmen GENOSTAR)

Auszeichnungen

FLECKVIEHZÜCHTER DES JAHRES 2016
(Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft österreichischer Fleckviehzüchter - objektive Rangierung der 18.000 Zuchtbetriebe nach Kriterien des züchterischen Erfolges)

Zukunftspläne

Weitere Erhöhung des genetischen Niveaus in der Fleckviehherde und dadurch Erhöhung der Verkaufserlöse in Form von weiblicher und männlicher Genetik.

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Beschreibung des Programms

Vorstellung des Betriebes und Besichtigung der Genetik im Stall

Termine und Fixtermine

Termin nach Vereinbarung

Limitierende Faktoren

Sanitär: Benützung einer WC-Anlage für alle Teilnehmer möglich?
Behindertengerechter Zugang?

Lage und Anreise

Mein Hof - Mein Weg

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