Familie Grabenhofer vlg. Almbauer

Bio | Ackerbau | Schafe und Ziegen | Exkursionsbetrieb | Direktvermarktung

Besonderheiten

Familie Grabenhofer hat nach dem EU-Beitritt mit dem Umstieg ihres extrem gelegenen Bergbauernbetriebes von Milchrinderhaltung auf Milchziegenhaltung und Direktvermarktung eine Lösung für den Erhalt des Vollerwerbs-Familienbetriebes gefunden.


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Familie Grabenhofer vlg. Almbauer
Johann Grabenhofer
Renate Grabenhofer
St. Kathrein/H. 43
A-8672 St. Kathrein/Hauenstein
Steiermark
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140 Milchziegen grasen auf den Weiden der Familie Grabenhofer © Fam. Grabenhofer

Verarbeitungsraum, in dem hoch prämierte Ziegenmilchprodukte erzeugt werden. © Fam. Grabenhofer

Sohn und Enkelsohn kümmern sich beim Almbauern um die Ziegen © Fam. Grabenhofer

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 26 ha
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 23 ha
Hauptbetriebszweig: Milchziegenhaltung mit Direktvermarktung
Tierbestand: 140 Milchziegen
Erwerbsform: Vollerwerb
Arbeitskräfte am Betrieb (in Arbeitskräfteäquivalent): 4
Bewirtschaftungsform: Biobetrieb
Eigene Maschinen oder überbetrieblicher Maschineneinsatz (mit welchem Anteil?): Eigene Maschinen, Erntearbeit (Siloballen) überbetrieblich; Maschinengemeinschaft

Zuletzt geändert am 22. 6. 2017

Besonderheiten

Familie Grabenhofer hat nach dem EU-Beitritt mit dem Umstieg ihres extrem gelegenen Bergbauernbetriebes von Milchrinderhaltung auf Milchziegenhaltung und Direktvermarktung eine Lösung für den Erhalt des Vollerwerbs-Familienbetriebes gefunden.

Veränderungsgrund

Nach dem EU-Beitritt gingen die Einnahmen aus dem Zuchtrinderverkauf zurück. Aufgrund der ausgesetzten Hoflage war die Milchabholung nicht auf Dauer sicher gestellt, die Milchmarktenwicklung war außerdem unsicher einzuschätzen. Man wollte den Betrieb aber weiter im Vollerwerb führen.

Umsetzung

Frau Grabenhofer hatte von Haus aus eine Neigung zur Milchverarbeitung. Die ganze Familie konnte sich mit der Ziegenhaltung anfreunden. Nachdem bereits 1995 die ersten Ziegen am Betrieb waren, wurde diese in den nächsten Jahren kontinuierlich in kleinen Schritten ausgeweitet. Die Ziegenmilch wurde zu Frischkäse verarbeitet, wurde aber zunächst noch nicht vermarktet. Die Milchproduktion mit Rinderzucht blieb das Hauptstandbein. Im Jahr 2000 wurde eine Hofkäserei errichtet. Der Milchziegenbestand betrug damals 40 Ziegen, und parallel dazu wurde noch zwei Jahre mit dem Milchkuhbestand Milch an die Molkerei geliefert. Aus Platzgründen musste dann die Entscheidung fallen und der Milchkuhbestand wurde aufgelassen. Der Milchziegenbestand wurde in den Folgejahren auf insgesamt 140 Stück aufgestockt. Am Anfang wurde der Käse in der Umgebung und an einen Händler in Graz verkauft. Der Aufbau des Marktes erfolgte ausschließlich aus eigenen Kontakten und war mühsam. Es wurden Kontakte mit Bauernläden und der Gastronomie hergestellt und man fuhr selbst auf die Bauernmärkte. Der Markt erweiterte sich ausschließlich durch die Kontakte unter den Direktvermarktern. Derzeit werden ca. 60.000 kg Ziegenmilch jährlich über Frischkäse und Weichkäse bzw. Camembert, aber auch Milch direkt vermarktet. Zudem erfolgt der Verkauf der Ziegenmilchprodukte ab Hof.

Idee und Angebot

Im Jahr 2000 wurde die Hofkäserei errichtet. Der Milchziegenbestand betrug 40 Ziegen, parallel dazu wurde noch zwei Jahre mit dem Milchkuhbestand Milch an die Molkerei geliefert. Der Milchkuhbestand wurde dann aufgelassen und der Milchziegenbestand in den nächsten Jahren auf insgesamt 140 Stück aufgestockt. Am Anfang wurde der Käse in der Umgebung und an einen Händler in Graz verkauft. Es wurden Kontakte mit Bauernläden und der Gastronomie hergestellt und man fuhr anfangs selbst auf verschiedene Bauernmärkte. Der Markt erweiterte sich ausschließlich durch die Kontakte unter den Direktvermarktern. Derzeit werden ca. 60.000 kg Ziegenmilch jährlich über Frischkäse und Weichkäse bzw. Camembert, aber auch Milch direkt vermarktet. Zudem erfolgt der Verkauf der Ziegenmilchprodukte ab Hof.
Für die Milchziegenhaltung wurde ein Stallzubau neu errichtet, im alten Stall wurden Räumlichkeiten für die Verarbeitung geschaffen. Für die Milchverarbeitung wurde eine Hofkäserei mit Pasteur und Kühl- bzw. Reifezelle errichtet.

Herausforderungen

Die Umstellungsphase zog sich insgesamt über fast zehn Jahre!
Die Zeitspanne, in der die Einnahmen aus der Vermarktung der Ziegenmilchprodukte noch nicht ausreichend waren, war relativ lange – gleichzeitig waren zu Beginn hohe Investitionen zu tätigen.
Eine Herausforderung, die bis dato noch nicht ganz zufrieden stellend gelöst werden konnte, ist die Vermarktung der männlichen Ziegenkitze. Die Vermarktung erfolgt über Kontakte zu Landwirten aus Kroatien und Rumänien. Die Mast der Kitze kann aber nicht wirtschaftlich umgesetzt werden.

Unterstützung durch LK/LFI

Der Markt musste zur Gänze selbst aufgebaut werden.

Auszeichnungen

Mehrere goldene DLG-Prämierungen
Mehrere Landessiege mit Frischkäse, Weichkäse und Butter

Zukunftspläne

Vollerwerb mit entsprechendem Lebensstandard aufrecht erhalten.
Aufstockung des Milchziegenbestandes und weitere Ausweitung der Produktion in begrenztem Umfang.
Fremdarbeitskräfte sind nicht geplant.
Aufrechterhaltung des familiären Zusammenhaltes.

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Verarbeitungsraum, in dem hoch prämierte Ziegenmilchprodukte erzeugt werden. © Fam. Grabenhofer

Sohn und Enkelsohn kümmern sich beim Almbauern um die Ziegen © Fam. Grabenhofer

Beschreibung des Programms

Betriebsführung mit Erläuterung durch die Betriebsführer, anschließend Verkostung

Termine und Fixtermine

Termin nach Vereinbarung

Limitierende Faktoren

Sanitär: Benützung einer WC-Anlage für alle Teilnehmer möglich?
Behindertengerechter Zugang?

Lage und Anreise

Anfahrtsmöglichkeiten mit PKW oder privatem Bus:Kleine und mittlere Busse bis 30 Personen

Mein Hof - Mein Weg

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