Romeo Caviar

Umwelt und Energie | Fische

Besonderheiten

Produktion von Kaviar vom Sibirischen Stör, Albin Sterlet, Hausen (Beluga Stör) und Waxdick in in Naturteichen im Südburgenland und eigene Störzucht. Verkauf der Störfilets und des Caviars über Versand, Gastronomie und Supermärkte.


Kontakt

Romeo Caviar
Romeo Schermann

Spitzwiese 122
A-7433 Mariasdorf
Burgenland
06645124892
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Störe von Romeo Caviar © Herwig Art

Caviar frisch geerntet © Romeo Schermann

beim Fischen © Romeo Schermann

Naturteich © Hermann Gohl

Sortiment © Romeo Schermann

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 1 (2019 Erweiterung auf 2)
Hauptbetriebszweig: Fischzucht
Tierbestand: 3000 Fische, vordergründig Sibirischer Stör; kleinere Mengen Albin Sterlet, Hausen, Waxdick
Erwerbsform: Nebenerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Quereinsteiger, Aufbau von Expertise über in - und ausländische Fachexperten
Übernahmezeitpunkt (Jahr): 2012
Bewirtschaftungsform: Konventionell

Zuletzt geändert am 7. 3. 2019

Besonderheiten

Produktion von Kaviar vom Sibirischen Stör, Albin Sterlet, Hausen (Beluga Stör) und Waxdick in in Naturteichen im Südburgenland und eigene Störzucht. Verkauf der Störfilets und des Caviars über Versand, Gastronomie und Supermärkte.

Veränderungsgrund

Begonnen hat alles im Jahr 2012: Romeo Schermann, hauptberuflich Leiter einer Plakatwerbefirma, hat sich ein Haus im Südburgenland mit dazugehöriger Teichanlage gekauft und zu sanieren begonnen. Er suchte nach passenden Nutzungsmöglichkeiten und ist dann auf die Idee gestoßen, Caviar zu produzieren. Caviar, ebenso wie das Filet vom Stör, hat er schon während seiner touristischen Ausbildung kennen und lieben gelernt.

Umsetzung

Romeo Schermann hat sich intensiv über die Caviarproduktion im In- und Ausland informiert: Betriebe besucht, Fachliteratur gelesen und Experten befragt. Gestartet hat er dann mit ca. 100 Jungtieren aus Deutschland und Italien, um die ersten Ernten durchführen zu können und den Markt aufzubauen. Mittlerweile züchtet Schermann die Tiere selbst. Gemeinsam mit Martin Hochleitner errichtete er ein Bruthaus: So können 20-30000 Jungfische in Naturteichen in der Region wild aufwachsen. Bis zur Ernte des Caviars dauert es 7 bis 12 Jahre (Vergleich Aquakultur: 4 Jahre). Es wurde eine hochwertige Verarbeitungsküche gebaut, um nach den besten hygienischen Bedingungen arbeiten zu können.

Idee und Angebot

Die fünf Teichanlagen sind ca. 1 Hektar groß und werden 2019 auf knapp 2 Hektar erweitert. Der Fischbestand liegt aktuell (Februar 2019) bei ca. 3000 Fischen, vordergründig Sibirischer Stör aber auch Albin Sterlet, Hausen (Beluga Stör) und Waxdick. Gefüttert werden die Fische mit Kürbispresskuchen aus der Region. Zur Produktion des Caviars gehört das Öffnen des Fisches, Waschen des Caviars, Einsalzen und Befüllen der Dosen und Gläser. Danach wird der Fisch filetiert und abgepackt. Die Ernte findet etwa von Mitte September bis Mai über den Winter („Winterreifen-Zeit“) statt. Beliefert werden die Gastronomie, der Delikatessenhandel und eine große Supermarktkette. Auch privat können Caviardosen (10, 30, 50, 125, 250, 500 und 1000g) bzw. Störfilets über die Homepage bezogen werden. Durch eine erfolgreich getestete Schockfrost-Technik ist es möglich, den schwarzen Caviar auch im Sommer anbieten zu können.

Herausforderungen

Eine hohe Wasserqualität und das tägliche Messen der Wasserwerte stehen an obererster Priorität bei der Arbeit mit den Fischen. Die hohen Sommertemperaturen in den letzten Jahren waren für den Betrieb daher eine besondere Herausforderung. Um das Produkt „Romeo Caviar“ bekannt zu machen und zu etablieren waren bzw. sind viele Besuche von Präsentationen und Messen notwendig. Der Zeitaufwand dafür ist nicht zu unterschätzen. Weiters hofft Herr Schermann auf eine österreichische Gesetzesanpassung, die die schonende Entnahme von Caviar bei lebenden Tieren ermöglicht.

Unterstützung durch LK/LFI

Die Landwirtschaftskammer Burgenland unterstützte Herrn Schermann bei der Umsetzung seines innovativen Vorhabens, beispielsweise bei fachlichen Fragen (Ansprechperson Ing. Pleier) oder Fördermöglichkeiten (Ing. Reicher). Nun informiert Romeo Schermann auch selbst bei LK- und LFI-Veranstaltungen für (potentielle) BerufskollegInnen über seine erworbene Fachexpertise.

Arbeitsorganisation

Die Hauptverantwortung bei „Romeo Caviar“ liegt bei Romeo Schermann. Zu den typischen Arbeitsberichen zählen:Das Führen eines Teichbuchs, im Sommer das tägliche Füttern der Tiere und permanente Messen der Wasserwerte, im Herbst das Abfischen und von Winter bis Frühjahr die Produktion und der Verkauf der Produkte. Bei der Produktion sind drei bis fünf Personen beteiligt.

Auszeichnungen

Das Lob unserer Kunden für unsere Produkte ist für uns die größte Auszeichnung.

Zukunftspläne

Nach wie vor ist die Produktion von Romeo Caviar für Herrn Schermann ein "Genusshobby" wie am Anfang. Er setzt auf nachhaltiges Wachstum: Im Jahr 2019 soll die Produktion auf drei neue Fischbecken erweitert und der Kundenstamm vergrößert werden. Für Kooperationen, etwa einem „Stör-Cluster“ in der Region ist er offen.

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