Steiner vlg. Bucherhof

Aktive Waldbewirtschaftung | Sonstige Erwerbskombination | Umwelt und Energie | Bio | Grünland und Futterbau | Bodenschutz Wasserschutz und Düngung | Exkursionsbetrieb | Mutterkühe | Überbetriebliche Zusammenarbeit | Umwelt & Energie

Besonderheiten

Der Betrieb wird ganzheitlich sowohl in der Landwirtschaft als auch im Forst biologisch bewirtschaftet. Der Wald befindet sich in einer fortgeschrittenen Umstellungsphase hin zum Plenterwald. Es wird besonders auf die Erhaltung der Bodenkraft und auf Biodiversität geachtet. Es werden betriebswirtschaftliche Kennzahlen im Rahmen des AK Forst als auch im Eigeninteresse erarbeitet.


Kontakt

Steiner vlg. Bucherhof
Steiner Reinhold

Reitbach 11
A-8763 Möderbrugg
Steiermark
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Bucherhof; Möderbrugg

Der Bucherhof © Steiner Reinhold

Möderbrugg

Die Familie Steiner © Steiner Reinhold

Rundholzbau; Stallbau; Stallerweiterung; Laufstall

Stallzubau - Holzverwendung im eigenen Betrieb © Steiner Reinhold

Plenternutzung; Starkholzernte

Plenternutzung mit dem Betriebsführer © Steiner Reinhold

Plenterwald; plentern

Bereits umgestellter Plenterwald im Rahmen einer Exkursion © Steiner Reinhold

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 32
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 211
Hauptbetriebszweig: Forst
Tierbestand: 32 Mutterkühe
Erwerbsform: Vollerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Matura Raumberg, Forstwirtschaftsmeister
Übernahmezeitpunkt (Jahr): 1999, 2005
Arbeitskräfte am Betrieb (in Arbeitskräfteäquivalent): 3
Zuständigkeiten der Arbeitskräfte: in erster Linie Forstarbeit
Lage der Flächen (arrondiert): 186 ha Heimbetrieb, 56 ha Hube (10 km entfernt)
Bewirtschaftungsform: Biobetrieb
Eigene Maschinen oder überbetrieblicher Maschineneinsatz (mit welchem Anteil?): 1 Traktor mit Funkwinde und 1 Hoftrac eigene Maschinen, Sortimentsseilkran (Anteil 52%) und Holz-LKW (Anteil 64%) in Maschinengemeinschaft

Zuletzt geändert am 24. 1. 2018

Forstwirtschaftliche Nutzfläche

Nutzfläche in ha: 211

Waldwirtschaftsplan

Ja
Jahr: 2003

Hauptbaumarten

1: Fichte
2: Lärche

Baumartenverteilung

NW in %: 98
LW in %: 2

Verjüngungsart

Naturverjüngung %: 95
Aufforstung in %: 5

Erschließungsdichte

Erschließungsdichte in lfm/ha: 68
mit LKW befahrbar in %: 100

Weitere forstliche Kennzahlen

Holzvorrat in VFM/ha: 345
Jährlicher Zuwachs in EFM/ha: 6,6
Tatsächliche jährliche Nutzung in EFM/ha: 9,5
Geländebeschaffenheit: Auswahl

Bonität bzw. Wachstumsstufe

gut in %: 100

Holzernte

Teil-mechanisiert (z.B. Motorsäge-Schlepper) in %: 33
Hoch-mechanisiert (z.B. Motorsäge-Seilgerät/ Schlepper) in %: 67

Holzvermarktung

Vermarktung in Eigenregie direkt an Sägewerke, Papier- oder Plattenindustrie oder Holzhändler in %: 100

Seilkran; Holzernte; Seilbahn; Maschinengemeinschaft

Unser Gemeinschaftsseilkran spezialisiert auf Sortimentsnutzung © Steiner Reinhold

Besonderheiten

Der Betrieb wird ganzheitlich sowohl in der Landwirtschaft als auch im Forst biologisch bewirtschaftet. Der Wald befindet sich in einer fortgeschrittenen Umstellungsphase hin zum Plenterwald. Es wird besonders auf die Erhaltung der Bodenkraft und auf Biodiversität geachtet. Es werden betriebswirtschaftliche Kennzahlen im Rahmen des AK Forst als auch im Eigeninteresse erarbeitet.

Veränderungsgrund

Wiederholte größere Kalamitäten im Wald veranlassten zu einem Umdenken hin zur naturnahen Waldwirtschaft.

Umsetzung

Der Beginn war das Schwerste, das Maximalste, was bekannt war, war der Saumfemel, doch wie und wo beginnen? Welche Mechanisierung? Welche Erschließung? Niemand aus Kammer und Forstschule wusste etwas. Doch ein paar Exkursionen (Spörk und Reininger) und die Idee des Plenterwaldes hat sich auch in meinem Kopf eingenistet. Doch wie soll das im Steilgelände passieren? Mit dem ersten Seilkran entwickelten wir den „Plenterwald für das Steilgelände“. Viele Fehler, für den Laien kaum sichtbar, aus denen ich aber lernen konnte, führten mich immer mehr in die richtige Richtung.

Idee und Angebot

Einen Plenterwald auf Neigungen bis 75% umzusetzen, bedarf vieler verschiedener Maßnahmen, an deren Ende biologische Automatisation mit ein paar Eingriffen für Biodiversität, in dem Fall Baumartenvielfalt, stehen sollte. Jagdlich gesehen wurde die Rehfütterungen aufgegeben und der Abschuss deutlich erhöht.

Es wurde ein leistungsfähiges Wegenetz geschaffen. Einerseits für Kurzstreckenseilkran und andererseits eine optimale Feinerschließung im Traktorgelände mit dauerhaft befahrbaren Rückegassen bzw. Rückewegen.

Für die Plenterwaldbewirtschaftung ist eine eigene Mechanisierung sehr vorteilhaft. Wir haben bereits den 2. Sortimentseilkran (beide in Maschinengemeinschaft) in betrieb. Um den eigenen Traktor, der auch in der Landwirtschaft im Einsatz ist, kommt man ohnehin nicht hinweg. Der ist mit einer leistungsfähigen Funkwinde ausgestattet. Die Arbeit erledigen neben meiner Wenigkeit von mir ausgebildete Profis auf Maschinenringbasis. Jeder Baum wird von mir ausgezeigt, jeder Ast bleibt im Wald.

Plenterwald braucht intakte Windgürtel, um sich von Natur aus zu verjüngen. Das ist der wichtigste Parameter. Der zweitwichtigste ist, den Boden zu schonen. Alles außer dem genutzten Rundholz muss im Wald bleiben. Der Boden darf nur auf bestehenden Rückegassen befahren werden. Besonders wichtig ist auch, wo Mischholzarten nicht im ausreichenden Maß vorhanden sind, passende einzubringen. Dies hilft die Bodengüte zu heben und erhöht die Stabilität gegenüber Kalamitäten. Außerdem ist dem in Gang befindlichem Klimawandel mit verschiedenen Baumarten leichter zu begegnen.

Und dann sollte sich das auch rechnen. Ich vergleiche mich im Arbeitskreis Forst unter anderem mit konventionell wirtschaftenden Betrieben. Aber auch für eigene Kalkulationen errechne ich Kennzahlen um mich mit z.B. gewerblichen Holzschlägerungsunternehmen zu vergleichen.

Herausforderungen

In vielen Beständen kam lange kein Anflug, vielfach war Beschattung und/oder Windmantel durch daneben heranwachssende Kulturen notwendig. Es passieren immer wieder Kalamitäten. Schadholzmengen fallen in kleinerem Ausmaß an, da die durchforsteten Bestände standfester, stabiler und vitaler sind und es in solchen Wäldern nicht mehr so leicht zu einem „Dominoeffekt“ kommt. Es braucht so seine Jahre, bis man den Boden „versteht“. Die Folgen von Bodenverdichtungen durch Maschine und Nährstoffentzug durch Verbringen der Äste, erkennt man erst mit der Erfahrung.

Unterstützung durch LK/LFI

Erste Exkursionen zu Reininger (Stift Schlägl) und Spörk mit den FW-Meistern in den 1990igern, Unterstützung und Handlungsfreiheit durch DI Sedlacek (LK Judenburg) führten mich in die richtige Richtung. Seit 2002 beim AK Forst steht das Thema Plenterwaldbewirtschaftung in den Exkursionen immer wieder im Vordergrund.

Arbeitsorganisation

Mein Vater ist mittlerweile im Forst nicht mehr tätig. Meine Aufgabe sind Organisation, Auszeige, Bringung, Problemfällung und der Holztransport. Fällung, Aufarbeitung und Mithilfe bei der Bringung, sowie Kulturarbeiten werden von Mitarbeitern im Rahmen des Maschinenringes bewältigt. Ein Mitarbeiter ist selbstständig.

Auszeichnungen

Im Jahre 1998 wurden wir noch unter der Regie von meinem Vater mit dem Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft ausgezeichnet.

Zukunftspläne

Als Zukunftsplan nenne ich eine mögliche Betriebserweiterung.

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