Wöllaner Nockeier

Alternative Vermarktungsformen | Milchkühe | Geflügel | Marketing | Baulösungen | Grünland- und Futterbau

Besonderheiten

Gerald Marinz kann mit Fug und Recht als junger Innovator bezeichnet werden, denn es gelang ihm im abgelegenen Berggebiet aus dem Vorhandenen etwas zu machen, ein Beispiel für andere junge Menschen, die mit Spürsinn Marktlücken entdecken und Erfindungsgeist beweisen. Eine selbstgestrickte Kundenanalyse ergab, dass sich mit der Idee der „Wöllaner Nockeier" etwas machen lässt. Da jedoch die Ställe, die man kaufen kann, nicht bergtauglich sind, plante Gerald Marinz einen eigenen Hänger und baute diesen selbst. Er ist somit nicht nur Innovator sondern auch noch Erfinder, dem es gelang seine Erfindung zu Geld zu machen. Die Stallgröße beträgt 6,00 m x 2,40 m und bietet Platz für 200 Legehühner. Das Futter wird von einem Partner mit regionalem Getreide nach eigener Ration hergestellt. Es werden Eier erzeugt, die wieder die ursprüngliche typische gelbe Farbe des Dotters aufweisen. Vor allem beim Herstellen von Backwaren sind diese natürlichen intensiven Farben ein Vorteil. Gerald Marinz setzt auf Transparenz: „Wenn mit diesem Hühnermobil die Leute am Straßenrand Hühner mit glänzendem Federkleid auf grünen Wiesen und reichlich Auslauf beobachten können, wissen sie diese regionale und kleinstrukturierte Produktionsform zu schätzen und kaufen das wertvolle Produkt mit ruhigem Gewissen!"


Kontakt

Wöllaner Nockeier
Gerald Marinz

Unterwöllan 14
A-9543 Arriach
Kärnten
0664/73204725
email


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Gerald Marinz mit Freundin - die Idee der "Wöllaner Nockeier" wurde knallhart umgesetzt! Mit Erfolg! © Marinz

Das Dottergelb der Wöllaner Nockeier entspringt der Natur und überzeugt den Konsumenten! © Marinz

Glücklicher Hühner rund um den mobilen Hühnerstall - eine geniale Erfindung! © Marinz

Gerald Marinz ist nicht nur Innovator, er ist ein Erfinder, der seine Erfindung zu Geld machte! © Marinz

Der Prototyp eines mobilen Hühnerstalls wie man ihn nur bei Gerald Marinz findet! © Marinz

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 19 ha
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 25 ha
Hauptbetriebszweig: Milchviehhaltung und Legehennen
Tierbestand: 30 Milchkühe, 200 Legehennen
Erwerbsform: Nebenerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Meister Landwirtschaft, Maschinenbau
Übernahmezeitpunkt (Jahr): noch nicht übernommen
Arbeitskräfte am Betrieb (in Arbeitskräfteäquivalent):
Bewirtschaftungsform: Auswahl

Zuletzt geändert am 9. 7. 2018

Besonderheiten

Gerald Marinz kann mit Fug und Recht als junger Innovator bezeichnet werden, denn es gelang ihm im abgelegenen Berggebiet aus dem Vorhandenen etwas zu machen, ein Beispiel für andere junge Menschen, die mit Spürsinn Marktlücken entdecken und Erfindungsgeist beweisen. Eine selbstgestrickte Kundenanalyse ergab, dass sich mit der Idee der „Wöllaner Nockeier" etwas machen lässt. Da jedoch die Ställe, die man kaufen kann, nicht bergtauglich sind, plante Gerald Marinz einen eigenen Hänger und baute diesen selbst. Er ist somit nicht nur Innovator sondern auch noch Erfinder, dem es gelang seine Erfindung zu Geld zu machen. Die Stallgröße beträgt 6,00 m x 2,40 m und bietet Platz für 200 Legehühner. Das Futter wird von einem Partner mit regionalem Getreide nach eigener Ration hergestellt. Es werden Eier erzeugt, die wieder die ursprüngliche typische gelbe Farbe des Dotters aufweisen. Vor allem beim Herstellen von Backwaren sind diese natürlichen intensiven Farben ein Vorteil. Gerald Marinz setzt auf Transparenz: „Wenn mit diesem Hühnermobil die Leute am Straßenrand Hühner mit glänzendem Federkleid auf grünen Wiesen und reichlich Auslauf beobachten können, wissen sie diese regionale und kleinstrukturierte Produktionsform zu schätzen und kaufen das wertvolle Produkt mit ruhigem Gewissen!"

Veränderungsgrund

Um im Berggebiet neue Einkommenszweige zu erschließen, da es mit der bestehenden Rinderhaltung immer schwieriger ist zu überleben, kam Gerald Marinz auf die Idee die Konsumenten zu befragen und daraus entwickelte sich die Idee einer regionalen Eiererzeugung und Vermarktung, und das im Berggebiet, das ist mutig und unkonventionelle zugleich!

Umsetzung

Gerald Marinz ging ziemlich systematisch vor: Kundenanalyse, Entwicklung der Idee und Erfindung des mobilen Hühnerstalles. Gewiss, es gibt das woanders auch schon, keine Frage, aber in dieser Form im Berggebiet nicht, es handelt sich um eine Adaptierung an das eigene betriebliche Potential und das ist wirklich bemerkenswert!

Idee und Angebot

Das Innovative besteht einerseits darin, Legehühner in einen mobilen Hühnerstall zu ständig frischen Auslauf auf die saftigen Wiesen zu steuern. Andererseits war es unmöglich am Markt vorhandene Ställe, die fürs Berggebiet tauglich sind, zu finden. Wichtig war Gerald Marinz in diesem Zusammenhang, dass das fertige Produkt (das Ei) auf höchstem Maße umweltgerecht, tiergerecht, qualitativ hochwertig und nach dem modernen Stand der Technik produziert wird. Herausgekommen ist ein selbstständig gebautes Hühnermobil, das mit modernen und automatisierten Produktionsabläufen (Mistband, Nestaustrieb, energieautark etc.) ausgestattet wurde, um auch die Arbeitszeit in Grenzen zu halten. Der Hänger ist voll verzinkt und sehr massiv gebaut. Um die geplante Stückzahl von 200 Legehennen zu erreichen wurde der Stall zweistöckig ausgeführt. Der Hänger besitzt eine breite Achse mit ordentlicher Grünlandbereifung. Außerdem befinden sich seitlich am Hänger 2 Zylinder, die den Hänger auch im Hang in eine Waagrechte bringen und so den Betrieb möglich machen.
Die Entmistung erfolgt über ein Mistband. Für die Fütterung werden die Futterschalen vollständig mit dem Frontlader befüllt. Auch die Wasserversorgung wird mit einem 600 Liter Behälter gesichert. Wenn der Hänger nach ca. 3 bis 4 Wochen auf eine neue frische Grünlandfläche überstellt wird, werden auch die Vorratsbehälter wieder befüllt. Durch die Photovoltaikanlage wird der Hänger total energieautark und unabhängig von etwaigen Strom- oder Wasseranschlüssen betrieben.
Gesteuert werden Licht, Nestaustrieb und die Auslauflucke über ein BUS-System, wie man es oft in modernen Häusern findet. Dies war Gerald Marinz besonders wichtig, um die tägliche Arbeit auf das Eiereinsammeln zu beschränken und somit Arbeitszeit einsparen zu können. Die Eier werden in 2 Gruppennester abgelegt und mithilfe einer Handkurbel seitlich in einen kleinen abgetrennten Raum transportiert wo man sie dann in die Schachteln sortieren kann. Die Eier, die täglich anfallen, werden "Ab-Hof" verkauft und Großteils an größere regionale Abnehmer abgegeben.

Herausforderungen

Marktanalyse mit Kundenbefragung, Entwicklung des ersten Prototypen eines selbst geplanten mobilen Hühnerstallen und seine Testung, Marktaufbau

Unterstützung durch LK/LFI

Meisterausbildung und weiterführende Seminare der Kammer und des LFI's

Arbeitsorganisation

Der Nutzen für unseren Betrieb besteht darin, die durch vorherige Investitionen in unseren Milchviehbetrieb freigewordenen Akh in einem zweiten Betriebszweig zu investieren. Dadurch wird der Betrieb nun wieder vollerwerbsfähig und ist durch einen zweiten Betriebszweig besser und sicherer aufgestellt.

Auszeichnungen

Teilnahme beim Vifzack 2018 und erste Berichte in den Medien

Zukunftspläne

Errichten einer "Eitankstelle", wo man, ohne vom Auto auzusteigen, Eier erwerben kann. Weitere Ausbaustufen dieses Projektes, wie z.B. Nudelherstellung oder Werbungsfläche am Anhänger werden überlegt.

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