Oberländerhof

Besonderheiten

Der Oberländerhof hat mit den Wanderhennen & Wanderhendl einen alternativen Weg in der Geflügelhaltung beschritten und erzielt damit Erfolge in der Direktvermarktung.
Zudem ist die Familie sehr aktiv auf Social Media (Facebook & Instagram) und gibt so den Interessierten und Kunden einen Einblick ins Leben am Hof.


Kontakt

Oberländerhof
Matthias Mayr
Theresa Mayr
Zwölfergasse 1
A-6175 Kematen
Tirol
0680/5029840
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Wanderhenne am Feld vor der Martinswand © Matthias Mayr

eiMobil © Matthias Mayr

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 15,86 ha
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: 4,65 ha
Hauptbetriebszweig: Geflügelhaltung in Mobilställen
Tierbestand: 240 Legehennen (Wanderhennen), 640 Masthennen (Wanderhendl)
Erwerbsform: Nebenerwerb
Ausbildung (BetriebsführerIn): Gemeinsame Betriebsführung der Ehe-partner (Meister & Facharbeiter)
Übernahmezeitpunkt (Jahr): 01.04.2015
Arbeitskräfte am Betrieb (in Arbeitskräfteäquivalent): 1
Bewirtschaftungsform: Konventionell
Eigene Maschinen oder überbetrieblicher Maschineneinsatz (mit welchem Anteil?): 80/20

Zuletzt geändert am 16. 3. 2018

Besonderheiten

Der Oberländerhof hat mit den Wanderhennen & Wanderhendl einen alternativen Weg in der Geflügelhaltung beschritten und erzielt damit Erfolge in der Direktvermarktung.
Zudem ist die Familie sehr aktiv auf Social Media (Facebook & Instagram) und gibt so den Interessierten und Kunden einen Einblick ins Leben am Hof.

Veränderungsgrund

Die Veränderung wurde mit der Übernahme des Hofes eingeläutet und wird auch noch weitergehen.

Umsetzung

Im Rahmen der Facharbeiterausbildung haben wir einen Überblick über einen Großteil der Landwirtschaft bekommen. In weiterer Folge haben wir uns mit den, für uns, interessanten Bereichen weiter beschäftigt und viele Exkursionen und Hofbesichtigung, vor allem nach Deutschland, unternommen. Schlussendlich sind wir bei der Henne gelandet und dem System mit Mobilställen gelandet.

Idee und Angebot

Rund 240 Legehennen werden in einem Mobilstall der Firma Weiland gehalten. Ein weiterer Mobilstall wurde selbst aus einem Ladewagen umgebaut und dient als Ausgleich zwischen den Legeperioden. Die Legehnnen werden am Oberländerhof als Wanderhennen bezeichnet, da sie wöchentlich den Auslauf wechseln und der gesamte Stall so über die Felder „wandert“. Durch dieses System sind keine fixen Bauten notwendig und können in einer Fruchtfolge miteinbezogen werden z.B.: werden Wanderhennenflächen sehr gut vorbereitet für weitere Saat von Getreide und man muss nicht auf weiteren Dünger zurückgreifen. Durch dieses System wird der Boden maßgeblich geschont und die Grasnarbe bleibt stehen und eine Überdüngung im Stalleingangsbereich geschieht nicht. Dadurch ist auch der Krankheitsdruck geringer und die Wanderhennen weniger gesundheitsgefährdet. Die Mastküken (=Wanderhendl) werden in einem ähnlichen System gehalten und zwar in „chicken tractor“. Diese Technik aus der Permakultur ermöglicht eine langsame Aufzucht der Küken mit einen hohen Grünfutterverbrauch. Der „tractor“ wird täglich versetzt und die kleinen Einheiten von rund 70 Stück wandern so ebenfalls in der schneelosen Zeit über die Felder. Eine Herausforderung am Hof ist die höhere Arbeitsbelastung durch die Stallwechsel, händische Fütterung und die Eiabnahme. Zusätzlich ist in der kalten Jahreszeit der Hühnerhabicht ein Problem am Hof und es müssen spezielle Maßnahmen gesetzt werden – fixe Verzaunung, die ebenfalls gewechselt werden muss.
Die Wanderhendl werden in Kooperation mit einem zweiten Betrieb aus einem Nachbarort aufgezogen und selbst geschlachtet. So bleibt der gesamte Prozess (außer das Schlüpfen) am Hof – die Vermarktung natürlich auch.

Herausforderungen

Aufgrund des neuen Systems sind viele Schritte für Genehmigungen, Ansuchen, Einfuhr aus Deutschland usw. notwendig gewesen. Der Start war zudem auch etwas holprig da eine tägliche Vermarktung von Lebensmitteln in diesem Umfang noch nicht bestanden hat. Man lernt daraus, dass man sehr flexibel reagieren muss und diese Last auf mehreren Schultern (Familie) verteilt werden muss.

Unterstützung durch LK/LFI

- Betriebsübernahme inkl. Betriebskonzept
- Innovationsberatung & -austausch mit Innovationsberater
- Ansuchen Innovationsförderung

Arbeitsorganisation

Es gibt fix verteilte Rollen & Aufgaben in der Familie. Stallbetrieb (Futter, Wasser, Versetzen) & Vermarktung (inkl. Social Media)

Zukunftspläne

Wir streben den Vollerwerb an und wollen unsere Wanderhennen & Wanderhendl langsam und stetig ausbauen. Zudem stehen noch weitere Ideen wie z.B.: Wander-schweine im Raum.

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