Landwirtschaft Petra und Thomas Lechner

Durch die Änderungen der betrieblichen Ausrichtung hat die Familie Lechner den Sprung vom Nebenerwerbsbetrieb in den Vollerwerb geschafft. Sie bewirtschaftet einen Bio-Obstbaubetrieb im klassischen Ackerbaugebiet und hat in der Direktvermarktung ein für sie wesentliches Standbein etabliert. Die Nähe zum Kunden bringt sowohl positives Feedback als auch den nötigen Input für die Weiterentwicklung am Hof.

Ackerbau | Bio-zertifiziert | Betrieb mit anderer Branche | Hofladen

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Kontakt

Landwirtschaft Petra und Thomas Lechner
Petra Lechner Thomas Lechner
Knetzersdorf 6
3384 Groß-Sierning
A-Niederösterreich

+436648244475
info@lechnergenuss.at
http://lechnergenuss.at

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Betriebsspiegel

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha:29,57 ha
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha:3,55 ha
Hauptbetriebszweig:Obst- und Ackerbau
Erwerbsform:Vollerwerb
Gewerbebetrieb:nein
Sonstiges:

Übernahme: 2008 - Arbeitskräfteäquivalent: 2 VAK - Lage der Flächen: arrondiert - Biobetrieb - 90 % Gemeinschaftsmaschinen

Veränderungsgrund

Für die Familie Lechner war klar, dass sowohl enorme bauliche Maßnahmen als auch Flächenzupachtungen nötig gewesen wären, um den klassischen Schweinezuchtbetrieb inklusive Ackerbau weiterhin im Vollerwerb halten zu können. Da dieser Bereich für die Familie nicht so spannend war und sie sich immer schon mehr für den Obstbau interessiert haben, war nur mehr das richtige Sprungbrett für diesen Bereich notwendig.

Idee und Umsetzung

Sowohl Herr als auch Frau Lechner waren berufstätig, als sie die ersten Obstbäume pflanzten. Durch das Birnenprojekt, initiiert und begleitet durch die Bezirksbundeskammer St. Pölten, konnten sie anzahlreichen Schulungen teilnehmen. Zusätzlich haben sie langsam ihre Arbeitsstunden reduziert, um schließlich ganz im Vollerwerb tätig sein zu können. 2003 gab es die Möglichkeit, bei einem Bio-Birnenprojekt der BBK St. Pölten mitzumachen. Klassischen Ackerbaubetrieben sollte ein zusätzliches Standbein im Obstbau ermöglicht werden. Vorerst war eine extensive Bewirtschaftung geplant, daher waren die Kosten dieser Investition auch äußerst überschaubar. Mittelfristig hat sich dieser Ansatz leider nicht durchgesetzt, da verschiedene Probleme auftauchten. Da die Betriebseigentümer aber vom 'Obst-Fieber' erfasst wurden, setzten sie auf Pfirsiche und Äpfel. Die Bio-Pfirsiche vermarkteten sie ab Hof. Schnell war klar, dass die Nachfrage weit größer war als die produzierte Menge, daher weiteten sie die Flächen aus und bauten einen Verkaufsraum und Kühlräume. Mittlerweile vermarkten sie ihr Obst über den Hofladen, umliegende Bio- und Bauernläden sowie den Großhandel. Ein weiteres Standbein ist auch die Belieferung von ca. 20 Schulen mit Schulobst.

Herausforderungen

Die Birnen, die für die Familie anfangs den Weg in den Obstbau ebneten, wurden im Vorjahr gerodet. Es hat sich gezeigt, dass die Bäume mit dem hohen pH-Wert des Bodens nicht zurecht kamen. Dort wurden verschiedene Obstsorten mit verschiedenen Reifezeitpunkten gesetzt, um diese auch direkt an den Kunden vermarkten zu können. Marillen, Zwetschken, Nektarinen und verschiedene Apfelsorten machen das Sortiment jetzt noch bunter.

Unterstützung durch LK/LFI

Gerade in den Anfangszeiten waren die Eigentümer über die Grundschulungen und Weiterbildungsmaßnahmen, die von der BBK St. Pölten im Rahmen des Bio-Birnenprojekts angeboten wurden, sehr froh. Als Neueinsteiger wäre die Teilnahme an den Bio-Fachschulungen, die jährlich besucht wurden, für die Eigentümer sehr schwierig gewesen, da dort bereits von einem Vorwissen ausgegangen wird. Sie besuchen mehrmals jährlich Weiterbildungen zu den verschiedensten Themen und holen sich auch immer wieder Berater auf den Betrieb, um vor Ort die anliegenden Herausforderungen zu klären.

Sonstiges

Prinzipiell gibt es Aufteilungen in den einzelnen Bereichen. Trotzdem wird dort zusammen geholfen, wo gerade die größte Dringlichkeit besteht. Jeden Tag wird entschieden, welche Aufgaben zu bewältigen sind. Die Familie geht davon aus, dass sie gerade im Bereich der Direktvermarktung durch die Ausweitung ihres Angebots noch mehr Kunden ansprechen können. Dies trifft sicher auch bei den belieferten Kunden, also andere Bio- bzw. Hofläden sowie Krankenhäuser, zu. Im Ackerbaubereich möchten sie eine harmonisierende Fruchtfolge, die einen Humusaufbau mit sich bringt, umsetzen. Im Hinblick auf die Spätfrostereignisse in den letzten beiden Jahren ist ein entsprechendes 'Kältemanagement' notwendig. Die notwendigen Maßnahmen hinsichtlich Frostberegnung oder alternativer Möglichkeiten werden umgesetzt. Kooperationen mit anderen Betrieben im Bereich Gemüsebau wären auch eine spannende Option für die Weiterentwicklung am Hof.

Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot

Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.

Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:

  • Beruf & Ausbildung
  • Betrieb & Unternehmen
  • EDV & Informationstechnologie
  • Einkommenskombination & Direktvermarktung
  • Bauen, Energie & Technik
  • Forst- & Holzwirtschaft
  • Gesundheit & Ernährung
  • Persönlichkeit & Kreativität
  • Pflanzenbau
  • Recht, Steuer & Soziales
  • Tierhaltung
  • Biologische Wirtschaftsweise
  • Ausgleichszahlungen & Förderungen
  • Almwirtschaft
  • Umwelt & Naturschutz
  • Natur & Garten
  • Kultur & Brauchtum
  • Regionalentwicklung

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