Statement
Wer Bäume pflanzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen. - Rabindranath Tagore. Dieses Zitat inspiriert Thomas, der aktiv etwas bewirken möchte – sowohl für die Gegenwart als auch für kommende Generationen. Es braucht neue, holistische Sichtweisen für unsere Landwirtschaft, um sie zukunftsfähig zu gestalten.
Ich möchte mit meinem Handeln einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass kleinstrukturierte, multifunktionale Landwirtschaftsbetriebe erhalten bleiben. Meine innovativen Ansätze im Bereich der Diversifizierung sichern und stärken die wirtschaftliche Position unseres Betriebs und unserer Region und sollen eine Vorbildwirkung für andere Betriebe haben.
Veränderungsgrund
Die Monokultur im Obst- und Weinbau entsprach nicht länger den Überzeugungen von Thomas Unterhofer, da sie weder ökologisch noch langfristig ökonomisch nachhaltig war. Zudem wollte er die Abhängigkeit von nur einer Einnahmequelle verringern, um das finanzielle Risiko zu minimieren.
Idee und Umsetzung
Der Weg von der Idee bis zur Umsetzung war von sorgfältiger Planung und schrittweisem Vorgehen geprägt. Nach der Hofübernahme 2022 begann Thomas zunächst mit der Einführung des Gemüseanbaus auf 1.000 m². Die Investitionskosten hielt er bewusst niedrig und legte den Fokus auf Sortenvielfalt, die speziell auf die Gastronomie abgestimmt ist. Der Aufbau eines zuverlässigen Netzwerks mit Gastronomen in der Region war ein zentraler Bestandteil der Umsetzung. Die klare Strukturierung der Anbauflächen, etwa durch standardisierte Beetgrößen und Tropfbewässerung, erleichterte die Organisation in der Praxis. Parallel dazu setzte Thomas auf regenerative Maßnahmen wie die Integration von Agroforstsystemen, bei denen Bäume in regelmäßigen Abständen gepflanzt wurden, um Erosion zu verhindern und die Feuchtigkeit im Boden zu bewahren. Tiere wie Schafe und Hühner wurden gezielt in das Kreislaufsystem eingebunden, um die Flächen offen zu halten und die Bodenfruchtbarkeit zu fördern.
Herausforderungen
Während des Veränderungsprozesses auf dem Hof gab es mehrere Herausforderungen: wetterbedingte Ernteausfälle, Wildtiere im Gemüseanbau, komplexe gesetzliche Vorgaben, hoher Arbeitsaufwand, Kundenakquise und finanzielle Engpässe durch verzögerte Einnahmen aus dem neuen Geschäftsmodell der Marktgärtnerei.
Unterstützung durch LK/LFI
Das Wissen wurde größtenteils autodidaktisch angeeignet – viel durch Internetrecherche, zahlreiche Bücher wurden gelesen, und als Inspiration diente/dient der Hof des Wandels (https://www.hofdeswandels.com/) in St. Pauls, Eppan nähe Bozen.
Sonstiges
Die Zukunft des Hofes Von Egger liegt in der konsequenten Diversifizierung und dem Aufbrechen der Monokultur. Thomas Unterhofer setzt auf nachhaltige Landwirtschaft, um den finanziellen Risiken durch den Klimawandel zu begegnen. Gemeinsam mit anderen ähnlichen Betrieben ist geplant, eine Academy zu gründen, um Wissen jenseits von Büchern und dem Internet sowie abseits der Interessensvertretungen, die oft den konventionellen Weg der industriellen Landwirtschaft unterstützen, weiterzugeben. Zudem prüft er die Integration von Schweinen zur Verwertung von Gemüseabfällen und setzt im Weinbau auf pilzresistente Sorten. Durch die Intensivierung der Beweidung und den Anbau von Ackerbaukulturen will er den Selbstversorgungsgrad weiter steigern und den Hof noch zukunftsfähiger gestalten.
Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot
Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein
attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine
Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie
passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.
Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:
- Beruf & Ausbildung
- Betrieb & Unternehmen
- EDV & Informationstechnologie
- Einkommenskombination & Direktvermarktung
- Bauen, Energie & Technik
- Forst- & Holzwirtschaft
- Gesundheit & Ernährung
- Persönlichkeit & Kreativität
- Pflanzenbau
- Recht, Steuer & Soziales
- Tierhaltung
- Biologische Wirtschaftsweise
- Ausgleichszahlungen & Förderungen
- Almwirtschaft
- Umwelt & Naturschutz
- Natur & Garten
- Kultur & Brauchtum
- Regionalentwicklung
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