Hof Von Egger

Der Hof steht für Vielfalt und Innovation. Hier vereinen sich Obst- und Weinbau, Gemüseanbau, Tierhaltung und regenerative Landwirtschaft zu einem zukunftsorientierten Gesamtkonzept. Durch den Einsatz moderner Kreislaufsysteme werden Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität nachhaltig gefördert.

Grünland und Futterbau | Obstbau | Gemüsebau | Gartenbau | Weinbau | Hühner | Rinder | Schafe | Seltene Sorten | Wilde Pflanzen und Kräuter | Beerenkulturen | Tierwohl | Transparenz | Innovative Haltungsformen | Smart Farming | Kreislaufwirtschaft | Ressourcenschonende Bewirtschaftung | Biodiversitätsfördernde Maßnahmen | Bio-zertifiziert | Veredelung | Nutzung sozialer Medien

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Unsere deutschsprachigen Nachbarn: Im Rahmen eines EU-Pilotprojektes „Diversifizierung: (neue) Wertschöpfungsstrategien für die multifunktionale Landwirtschaft“, bei dem das LFI Österreich als Kooperationspartner dabei ist, finden Sie hier Pioniere und Pionierinnen im Bereich der Diversifizierung. Falls Sie Fragen haben, kontaktieren Sie gerne jederzeit nicole.prop@haup.ac.at.

Kontakt

Hof Von Egger
Thomas Unterhofer
Via del Castello 4
39054 Ritten
I-Trentino-Südtirol

thomas.unterhofer@hotmail.com

Karte

Soziale Medien

Betriebsspiegel

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha:5,1
Hauptbetriebszweig:Obst-, Wein- und Gemüseanbau nach den Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft sowie Agroforst
Tierbestand:20 Brillenschafe, Hühner und zwei Rinder
Erwerbsform:Vollerwerb
Gewerbebetrieb:nein
Sonstiges:

Der Hof Von Egger wurde 2023 von Thomas Unterhofer übernommen, der zuvor ein Musikstudium – seine große Leidenschaft neben der Landwirtschaft – im Ausland absolvierte und praktische Erfahrungen in der regenerativen Landwirtschaft sammelte. Der Betrieb liegt in Hanglage (56 Erschwernispunkte). Thomas setzt auf die Diversifizierung der Kulturen, insbesondere im Gemüseanbau sowie im Obst- und Weinbau. Als Familienbetrieb, unterstützt von gelegentlichen Helfern, arbeitet der Hof nach dem Marketgarden-System und integriert Tiere zur Bodenbearbeitung und -düngung. Hochwertige, regionale Produkte und eine enge Zusammenarbeit mit der Gastronomie machen den Hof zu einem Vorreiter in nachhaltiger Landwirtschaft. Der Fokus liegt darauf, Tradition und Innovation zu verbinden und den Betrieb für kommende Generationen klimafit und resilient zu gestalten.

Veränderungsgrund

Die Monokultur im Obst- und Weinbau entsprach nicht länger den Überzeugungen von Thomas Unterhofer, da sie weder ökologisch noch langfristig ökonomisch nachhaltig war. Zudem wollte er die Abhängigkeit von nur einer Einnahmequelle verringern, um das finanzielle Risiko zu minimieren.

Idee und Umsetzung

Der Weg von der Idee bis zur Umsetzung war von sorgfältiger Planung und schrittweisem Vorgehen geprägt. Nach der Hofübernahme 2022 begann Thomas zunächst mit der Einführung des Gemüseanbaus auf 1.000 m². Die Investitionskosten hielt er bewusst niedrig und legte den Fokus auf Sortenvielfalt, die speziell auf die Gastronomie abgestimmt ist. Der Aufbau eines zuverlässigen Netzwerks mit Gastronomen in der Region war ein zentraler Bestandteil der Umsetzung. Die klare Strukturierung der Anbauflächen, etwa durch standardisierte Beetgrößen und Tropfbewässerung, erleichterte die Organisation in der Praxis. Parallel dazu setzte Thomas auf regenerative Maßnahmen wie die Integration von Agroforstsystemen, bei denen Bäume in regelmäßigen Abständen gepflanzt wurden, um Erosion zu verhindern und die Feuchtigkeit im Boden zu bewahren. Tiere wie Schafe und Hühner wurden gezielt in das Kreislaufsystem eingebunden, um die Flächen offen zu halten und die Bodenfruchtbarkeit zu fördern.

Herausforderungen

Während des Veränderungsprozesses auf dem Hof gab es mehrere Herausforderungen: wetterbedingte Ernteausfälle, Wildtiere im Gemüseanbau, komplexe gesetzliche Vorgaben, hoher Arbeitsaufwand, Kundenakquise und finanzielle Engpässe durch verzögerte Einnahmen aus dem neuen Geschäftsmodell der Marktgärtnerei.

Unterstützung durch LK/LFI

Das Wissen wurde größtenteils autodidaktisch angeeignet – viel durch Internetrecherche, zahlreiche Bücher wurden gelesen, und als Inspiration diente/dient der Hof des Wandels (https://www.hofdeswandels.com/) in St. Pauls, Eppan nähe Bozen.

Sonstiges

Die Zukunft des Hofes Von Egger liegt in der konsequenten Diversifizierung und dem Aufbrechen der Monokultur. Thomas Unterhofer setzt auf nachhaltige Landwirtschaft, um den finanziellen Risiken durch den Klimawandel zu begegnen. Gemeinsam mit anderen ähnlichen Betrieben ist geplant, eine Academy zu gründen, um Wissen jenseits von Büchern und dem Internet sowie abseits der Interessensvertretungen, die oft den konventionellen Weg der industriellen Landwirtschaft unterstützen, weiterzugeben. Zudem prüft er die Integration von Schweinen zur Verwertung von Gemüseabfällen und setzt im Weinbau auf pilzresistente Sorten. Durch die Intensivierung der Beweidung und den Anbau von Ackerbaukulturen will er den Selbstversorgungsgrad weiter steigern und den Hof noch zukunftsfähiger gestalten.

Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot

Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.

Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:

  • Beruf & Ausbildung
  • Betrieb & Unternehmen
  • EDV & Informationstechnologie
  • Einkommenskombination & Direktvermarktung
  • Bauen, Energie & Technik
  • Forst- & Holzwirtschaft
  • Gesundheit & Ernährung
  • Persönlichkeit & Kreativität
  • Pflanzenbau
  • Recht, Steuer & Soziales
  • Tierhaltung
  • Biologische Wirtschaftsweise
  • Ausgleichszahlungen & Förderungen
  • Almwirtschaft
  • Umwelt & Naturschutz
  • Natur & Garten
  • Kultur & Brauchtum
  • Regionalentwicklung

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