Kandlwaalhof

Am Kandlwaalhof trifft nachhaltige Landwirtschaft auf kreative Produktideen. Mit alten Obstsorten, minimaler Behandlung und schonender Verarbeitung entstehen hochwertige Spezialitäten. Die Kombination aus Tradition, Innovationsgeist und regionaler Verbundenheit macht den Betrieb einzigartig.

Ackerbau | Obstbau | Seltene Sorten | Beerenkulturen | Einsatz neuer Technologien | Kreislaufwirtschaft | Ressourcenschonende Bewirtschaftung | Biodiversitätsfördernde Maßnahmen | Bio-zertifiziert | Fermentation | Veredelung | Betrieb mit anderer Branche | Betrieb mit Betrieb

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Unsere deutschsprachigen Nachbarn: Im Rahmen eines EU-Pilotprojektes „Diversifizierung: (neue) Wertschöpfungsstrategien für die multifunktionale Landwirtschaft“, bei dem das LFI Österreich als Kooperationspartner dabei ist, finden Sie hier Pioniere und Pionierinnen im Bereich der Diversifizierung. Falls Sie Fragen haben, kontaktieren Sie gerne jederzeit nicole.prop@haup.ac.at.

Kontakt

Kandlwaalhof
Nadia Luggin
Unterwaalweg 10
39023 Laas
I-Vinschgau

+39 0473 626627
info@luggin.net
http://www.luggin.net/

Karte

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Betriebsspiegel

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha:26
Hauptbetriebszweig:Obst, Getreide, Oliven und Erdnüsse
Erwerbsform:Vollerwerb
Gewerbebetrieb:nein
Sonstiges:

Der Kandlwaalhof der Familie Luggin liegt im Vinschgau in Südtirol auf 900 Metern Höhe und wird als Bioland-Betrieb im Vollerwerb geführt. Mit Leidenschaft bewirtschaftet die Familie 6 Hektar Fläche, auf denen edle Früchte wie Äpfel, Marillen, Erdbeeren, Zwetschgen, Birnen und Mais für Popcorn gedeihen. Ergänzt wird der Betrieb durch eine 20 Hektar große Landwirtschaft in der Toskana, wo neben Äpfeln und Getreide auch Oliven angebaut werden – die perfekte Basis für hochwertige Olivenprodukte. Seit 1995 setzt der Kandlwaalhof auf naturbelassene Verarbeitung und höchste Qualität. Das Sortiment reicht von Trockenfrüchten und Senf über Essige bis hin zu Apfelsaft und Apfelwein und überzeugt durch Innovationsgeist und Regionalität. Alte Obstsorten, die kaum behandelt werden müssen, und ein nahezu spritzfreier Anbau stehen für nachhaltige Landwirtschaft. Der Vertrieb erfolgt zu 99 % über lokale Geschäfte, hauptsächlich in Südtirol. Ein eigener Online-Shop oder größere Marketingmaßnahmen sind nicht nötig – die Qualität spricht für sich. Hauptumsatzträger sind die Trockenfrüchte und Essige.

Veränderungsgrund

Der Wandel am Kandlwaalhof wurde durch die Vision inspiriert, mehr Unabhängigkeit und Wertschöpfung direkt am Hof zu schaffen. Die Herausforderung lag in der Abhängigkeit von Erzeugergenossenschaften und dem Wunsch, regionale Ressourcen nachhaltig und innovativ zu nutzen.

Idee und Umsetzung

Die Idee zur Diversifizierung entstand aus dem Wunsch, den Hof zukunftsfähig und unabhängig zu gestalten. Der Weg begann mit Experimenten und dem Prinzip 'Trial-and-Error': Produkte wurden entwickelt, getestet und verbessert. Ohne externe Beratung, aber mit viel Engagement und Innovationsgeist, entstanden einzigartige Spezialitäten. Die Familie setzte auf Handarbeit, schonende Verarbeitung und regionale Vermarktung, wodurch der Hof Schritt für Schritt zu einem Vorzeigebetrieb wurde. Vom anfänglichen Belächeln bis zur heutigen Anerkennung – ein Erfolg, der aus harter Arbeit und Mut zum Neuen resultiert.

Herausforderungen

Der Weg der Veränderung brachte unerwartete Herausforderungen mit sich: hohe Energie- und Maschinenkosten, aufwendige Bürokratie und ständig neue Auflagen für die Etikettierung erforderten kreative Lösungen. Auch die anfängliche Skepsis gegenüber der Eigenvermarktung stellte ein Hindernis dar. Doch aus jeder Herausforderung wuchs der Betrieb – mit Optimismus, Flexibilität und klaren Strukturen. Die wichtigste Lektion: Nie stehen bleiben, immer wieder Neues wagen und mit Leidenschaft den eigenen Weg gehen.

Entwicklungspotenzial und Zukunftsaussichten

Die Vision, Erdnüsse in der Toskana anzubauen und eigene Erdnussbutter herzustellen, zeugt von Mut zur Innovation. Auch die Nutzung von Trester für nachhaltige Bau- oder Recyclingprodukte könnte neue Wege eröffnen.
Die Zukunftsaussichten für die Diversifizierung sind positiv, da der Fokus auf Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität den wachsenden Kundenansprüchen entspricht. Der Betrieb wird weiterhin auf Innovation und Handarbeit setzen, dabei jedoch Kosten optimieren und nachhaltige Technologien wie Photovoltaik weiter ausbauen. Das Ziel ist es, den Hof zukunftssicher zu machen, ohne die Werte von Tradition und Familienarbeit zu verlieren.

Unterstützung durch LK/LFI

Eigenes Wissen und eigene Netzwerke – eine Beratung durch Interessensvertretungen wurde nicht in Anspruch genommen.

Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot

Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.

Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:

  • Beruf & Ausbildung
  • Betrieb & Unternehmen
  • EDV & Informationstechnologie
  • Einkommenskombination & Direktvermarktung
  • Bauen, Energie & Technik
  • Forst- & Holzwirtschaft
  • Gesundheit & Ernährung
  • Persönlichkeit & Kreativität
  • Pflanzenbau
  • Recht, Steuer & Soziales
  • Tierhaltung
  • Biologische Wirtschaftsweise
  • Ausgleichszahlungen & Förderungen
  • Almwirtschaft
  • Umwelt & Naturschutz
  • Natur & Garten
  • Kultur & Brauchtum
  • Regionalentwicklung

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