Kategorie: Trendradar, Fachbeiträge
Datum: 07.09.2021
Horizontale Kooperation
Arbeiten Betriebe zusammen, die auf der gleichen Stufe der Wertschöpfungskette stehen bzw. der gleichen Wirtschaftsstufe angehören, handelt es sich um sogenannte horizontale Kooperationen. In der Landwirtschaft gibt es dafür zahlreiche Beispiele: Nachbarschaftshilfe, Maschinengemeinschaften, gemeinsame Nutzung von Anlagen zur Produktaufbereitung oder Trocknung, gemeinsame Nutzung von Maschinen- oder Lagerhallen, regelmäßige Auftragsvergabe für Produktionsverfahren wie Jungviehaufzucht, Einkaufsgemeinschaften für Betriebsmittel, Erzeugergemeinschaften im Bereich Milch, etc.
Vertikale Kooperation
Im Gegensatz zur horizontalen Kooperation arbeiten bei der vertikalen Kooperation Betriebe unterschiedlicher Stufen der Wertschöpfungskette bzw. verschiedener Wirtschaftsstufen zusammen. Zu den vertikalen Kooperationen zählen beispielsweise die Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlichen Viehbetrieben, Schlachthöfen und Metzgereien, zwischen Saatgutherstellern, landwirtschaftlichen Getreideproduzenten, Mühlen und Bäckereien oder zwischen landwirtschaftlichen Gemüseproduzenten, regionalen Restaurants und Handelsbetrieben.
Diagonale Kooperation
Bei der diagonalen Kooperation arbeiten Betriebe aus unterschiedlichen Branchen auf unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette zusammen. Eine diagonale Kooperation ergibt sich beispielsweise, wenn eine Versicherungsagentur für regelmäßige Firmenveranstaltungen mit einem bäuerlichen Cateringunternehmen oder ein Hotel für geführte Trekkingtouren mit Tieren mit einem benachbarten viehhaltenden Landwirtschaftsbetrieb zusammenarbeiten.
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