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Kategorie: Trendradar
Datum: 03.09.2026
Dabei entstehen neue Möglichkeiten, den Wald touristisch und gesellschaftlich in Wert zu setzen. Gesundheitsangebote können den Wald als Raum für Bewegung und Regeneration nutzen, Naturvermittler:innen machen ökologische Zusammenhänge erlebbar und kreative Angebote verbinden Natur mit Kunst und Kultur. Auch für land- und forstwirtschaftliche Betriebe können daraus neue Einkommensmöglichkeiten entstehen, etwa durch Kooperationen mit Tourismusbetrieben, Gemeinden, Bildungseinrichtungen oder Gesundheitsanbieter.
Ein Beispiel dafür ist die Kräuterlei am Wörthersee, die Natur, Kräuterwissen und kreative Verarbeitung miteinander verbindet. Der Wald und seine Produkte werden dabei nicht nur als Rohstoffquelle betrachtet, sondern als Ausgangspunkt für Erlebnisse, etwa am ersten österreichischen Forest Therapy Trail, bei dem die gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes systematisch zugänglich gemacht wird.
Auch Projekte wie Forest EcoValue zeigen, dass die Leistungen des Waldes weit über die Holzproduktion hinausgehen. Neben der Bereitstellung von Rohstoffen spielen etwa Erholung, Gesundheit und Naturerfahrung eine wichtige Rolle. Ziel ist es, neue Modelle zu entwickeln, mit denen solche Ökosystemleistungen stärker sichtbar und auch wirtschaftlich nutzbar werden.
Auch für Unternehmen wird der Wald zunehmend zum interessanten Arbeits- und Erlebnisraum. Ob Teambuilding, Führungskräfte-Workshops, Kreativtage oder Retreats, die natürliche Umgebung schafft Abstand zum gewohnten Büroalltag und bietet Raum für neue Perspektiven, Bewegung und gemeinsames Arbeiten. Gerade in einer zunehmend digitalen und schnelllebigen Arbeitswelt kann der Wald einen bewussten Gegenpol schaffen und Mitarbeiter:innen raus aus dem Besprechungsraum und hinein in die Natur bringen. Für Waldbesitzer:innen und Betriebe entstehen dadurch neue Möglichkeiten, den Wald gemeinsam mit Trainer:innen, Coaches oder Tourismusbetrieben als Veranstaltungsort zu nutzen und zusätzliche Wertschöpfung zu generieren.
Ein gemeinsamer Trend, der sich ableiten lässt, ist, dass der Wald zum Erlebnisraum wird. Wer ihn nicht nur bewirtschaftet, sondern auch als Raum für Gesundheit, Bildung, Tourismus oder Kultur denkt, erschließt neue Formen der Wertschöpfung abseits der Holzvermarktung.