
© LKÖ/ Eberharter
Kategorie: Trendradar
Datum: 20.10.2026
Zertifizierung kann Türen öffnen
Eine Zertifizierung ist nicht nur ein Qualitätssiegel, sie kann auch dabei helfen, ein Angebot international sichtbar zu machen, neue Kontakte zu knüpfen und Teil eines bestehenden Netzwerks zu werden. Die Kräuterlei zeigt das am Beispiel des Forest Therapy Trails: durch die Zertifizierung nach den Standards der internationalen Association of Nature and Forest Therapy (kurz ANFT) ist das Angebot in ein weltweites Netzwerk eingebunden. Zielgruppe der Endnutzer:innen sind einerseits Menschen mit Fokus auf mentale Gesundheit, die Stress abbauen wollen, Entschleunigung suchen und ihre mentale Belastbarkeit stärken wollen. Andererseits sprechen die Angebote auch unterschiedliche Altersgruppen an Erholungssuchenden an, die den Wald bewusst als Erfahrungs- und Heilungsort wahrnehmen möchten.
Neue Zielgruppen mitdenken
Wer über zusätzliche Wertschöpfung nachdenkt, sollte nicht nur an klassische Ausflugs- oder Urlaubsgäste denken. Auch Unternehmen können eine interessante Zielgruppe sein – etwa für Teambuildings, Workshops oder gemeinsame Auszeiten in der Natur. Die Kräuterlei bietet den Forest Therapy Trail beispielsweise auch für Firmenveranstaltungen an.
Fördermöglichkeiten nutzen
Innovative Ideen müssen nicht immer vollständig aus eigener Tasche finanziert werden. LEADER, INTERREG und andere EU- bzw. Regionalprogramme können insbesondere bei Projekten mit regionalem Mehrwert interessante Finanzierungsmöglichkeiten bieten. Die Kräuterlei wurde beispielsweise über die LEADER-Region Carnica-Klagenfurt-Umland unterstützt, auch die Waldschule Böhmerwald ist aktuell in grenzüberschreitende INTERREG-Projekte eingebunden.
Nicht alles allein entwickeln
Eine neue Geschäftsidee entsteht selten auf einem weißen Blatt Papier. Der Austausch mit anderen Betrieben, regionalen Organisationen, Tourismus, Gemeinden oder Bildungseinrichtungen kann neue Perspektiven eröffnen und bei der Umsetzung helfen. Gerade bei neuen Angeboten lohnt es sich deshalb, frühzeitig nach möglichen Partner:innen Ausschau zu halten. Auch die Waldschule Böhmerwald zeigt, wie aus Kooperationen grenzüberschreitende Bildungs- und Naturschutzprojekte entstehen können.
Fragen, die Sie sich für Ihre eigene Idee stellen können:
Wer könnte mein Angebot brauchen/wen kann ich mit meinem Angebot ansprechen?
Gibt es Standards oder Zertifizierungen, die mein Angebot aufwerten?
Wer könnte bei der Umsetzung mein Kooperationspartner sein?
Welche Fördermöglichkeiten, auch abseits „klassischer“ Förderschienen gibt es?
Weitere Einblicke in die Geschäftsmodelle der drei Betriebe Kräuterlei, Waldschule Böhmerwald und Betrieb Franz Haberl erhalten Sie in der Aufzeichnung unseres Ideenacker-Webinars.
Hier geht's zur Aufzeichnung!