Idee und Umsetzung
Herr Methlagl züchtete schon in seiner Freizeit Tauben. Die Idee, das Hobby zum Beruf zu machen kam ihm, als er als Heilmasseur für die österreichische Ski-Nationalmannschaft tätig war. Zu der Zeit massierte er auch in einigen Luxushotels in Lech am Arlberg. Dort sah er immer wieder, wie Tauben für die Küche aus Frankreich angeliefert wurden. So entstand die Idee. Die Umsetzung hört sich eigentlich recht simpel an: Gerhard Methlagl hat einfach ein paar Haubenköche in der gehobenen Gastronomie gefragt, ob sie nicht Tauben aus Österreich verkochen wollen. Die Haubenköche haben zugesagt und die Fleischtauben-Produktion wurde gestartet. Heute zählen die Hotels, für die er damals als Masseur arbeitete, zu seinen Abnehmern. Am Betrieb Methlagl werden Fleischtauben der Rasse 'Hubbel' gehalten. Pro Zuchtpaar kann man dabei mit 10 bis 16 aufgezogenen Nachkommen pro Jahr rechnen. Die Tauben werden nach 5 bis 9 Wochen mit einem Gewicht von 500 g im hofeigenen, bäuerlichen Schlachtraum stressfrei geschlachtet. Eine gekühlte Lieferung in ganz Österreich innerhalb von 48 Stunden garantiert dem Endverbraucher ein einwandfreies Produkt. Da die Tauben während der Aufzucht an Menschen gewöhnt werden, können sie leicht eingefangen werden. Die Stallungen bieten ein großzügiges Raumangebot mit adäquaten Nistplätzen, viel Sonne und frischer Luft. Die Tiere erhalten regional angebautes Getreide, Wasser, Mais, Weizen, Ackerbohnen und Erbsen sowie Gräser, Kräuter und Muschelgrit.
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Betriebsspiegel
| Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: | 5.84 |
| Hauptbetriebszweig: | Taubenzucht |
| Tierbestand: | Im Moment leben ca. 600 Taubenpaare am Hof, 7 Kamerunschafe, 2 Pferde |
| Erwerbsform: | Vollerwerb |
| Gewerbebetrieb: | nein |
| Sonstiges: | Übernahme: 2014 - Arbeitskräfteäquivalent: 1 - Lage der Flächen: arrondiert - Bewirtschaftungsform: Konventionell - Der Ackerbau wird in Kooperation mit einem ansässigen Biobauern erledigt. |
Statement
Ich bin Landwirt, weil es immer schon ein Kindheitstraum war! Wir haben unseren Betrieb so gestaltet, dass wir imstande sind, sowohl nachhaltig als auch ökonomisch zu arbeiten und immer das Tierwohl im Auge zu behalten. Ich bin stolz auf unsere Taube, denn wir schaffen es, ohne Medikamente und artgerecht zu züchten. Wichtig zu wissen ist, dass Taubenfleisch sehr bekömmlich ist und seit Jahrhunderten in unserem Lebensraum ein wertvolles, schnell verfügbares Fleisch ist und besonders auch in der Diätetik eine große Rolle spielte. Gemessen an der Nachfrage könnte ich noch viel mehr produzieren, aber ich will mich auf handwerkliche und möglichst nachhaltige Arbeit konzentrieren.
Veränderungsgrund
Gerhard Methlagl konnte mit seiner Taubenzucht das verwirklichen, wovon viele andere träumen: das Hobby zum Traumberuf machen. Zunächst waren die Tauben in einem alten Bauernhaus untergebracht. Nach drei Jahren schwierigster Bauverhandlungen startete der Bau der neuen Taubenschläge. Das Projekt befindet sich gerade mitten in der Bauphase und soll bis 2022 fertiggestellt sein.
Idee und Umsetzung
Herr Methlagl züchtete schon in seiner Freizeit Tauben. Die Idee, das Hobby zum Beruf zu machen kam ihm, als er als Heilmasseur für die österreichische Ski-Nationalmannschaft tätig war. Zu der Zeit massierte er auch in einigen Luxushotels in Lech am Arlberg. Dort sah er immer wieder, wie Tauben für die Küche aus Frankreich angeliefert wurden. So entstand die Idee. Die Umsetzung hört sich eigentlich recht simpel an: Gerhard Methlagl hat einfach ein paar Haubenköche in der gehobenen Gastronomie gefragt, ob sie nicht Tauben aus Österreich verkochen wollen. Die Haubenköche haben zugesagt und die Fleischtauben-Produktion wurde gestartet. Heute zählen die Hotels, für die er damals als Masseur arbeitete, zu seinen Abnehmern. Am Betrieb Methlagl werden Fleischtauben der Rasse 'Hubbel' gehalten. Pro Zuchtpaar kann man dabei mit 10 bis 16 aufgezogenen Nachkommen pro Jahr rechnen. Die Tauben werden nach 5 bis 9 Wochen mit einem Gewicht von 500 g im hofeigenen, bäuerlichen Schlachtraum stressfrei geschlachtet. Eine gekühlte Lieferung in ganz Österreich innerhalb von 48 Stunden garantiert dem Endverbraucher ein einwandfreies Produkt. Da die Tauben während der Aufzucht an Menschen gewöhnt werden, können sie leicht eingefangen werden. Die Stallungen bieten ein großzügiges Raumangebot mit adäquaten Nistplätzen, viel Sonne und frischer Luft. Die Tiere erhalten regional angebautes Getreide, Wasser, Mais, Weizen, Ackerbohnen und Erbsen sowie Gräser, Kräuter und Muschelgrit.
Herausforderungen
Da es bei der Taubenzucht keinerlei Erfahrungswerte anderer Berufskollegen gibt, auf die man zurückgreifen kann, sondern alles selbst durch 'Versuch und Irrtum' herausgefunden werden muss, ist der Betriebsführer jeden Tag gefordert sein Bestes zu geben. Durch beständiges Ausprobieren kann fast gänzlich auf Medikamenteneinsatz verzichtet werden. Die Tauben werden nicht nur artgerecht gehalten, sondern bekommen auch ihr entsprechendes Futter und als Zusätze verschiedene Kräuter tw. aus eigenem Anbau, Essigwasser, Tee, Knoblauch, Zwiebel. Alle Zusätze werden selbst aus frischen Zutaten hergestellt. Eine weitere Schwierigkeit auf dem Weg ist, dass in der gewerbsmäßigen Taubenhaltung, die vor allem in Frankreich in großem Stil betrieben wird, nur mehr Hybridrassen verwendet werden. Die Nachzucht kann damit nicht einfach irgendwo besorgt werden, sondern muss mühsam selbst herangezogen werden. Auch dabei muss der Betriebsführer viel Geschick beweisen, damit er auch noch in einigen Jahren gesundes Zuchtmaterial zur Verfügung hat.
Unterstützung durch LK/LFI
Der Betriebsführer fand von Anfang an fachliche und rechtliche Unterstützung im Landwirtschaftlichen Bezirksreferat Güssing/Jennersdorf.
Sonstiges
Gerhard Methlagl ist prinzipiell alleine für alle anfallenden Arbeiten zuständig. Sohn Sandro springt bei Bedarf ein. - 'Als einziger Taubenzüchter Österreichs ist man immer auf Platz 1.' Ziel ist, den Markt so weit zu bedienen, um die Nachfrage zu decken und gleichzeitig auch weiterhin viel Freude an der Taubenproduktion zu haben und ein authentisches Produkt herzustellen. Am Betrieb werden auch Kamerunschafe gehalten. Für diese gibt es seitens der Gastronomie ebenfalls schon Anfragen, weil das Fleisch besonders zart und schmackhaft ist.
Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot
Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein
attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine
Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie
passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.
Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:
- Beruf & Ausbildung
- Betrieb & Unternehmen
- EDV & Informationstechnologie
- Einkommenskombination & Direktvermarktung
- Bauen, Energie & Technik
- Forst- & Holzwirtschaft
- Gesundheit & Ernährung
- Persönlichkeit & Kreativität
- Pflanzenbau
- Recht, Steuer & Soziales
- Tierhaltung
- Biologische Wirtschaftsweise
- Ausgleichszahlungen & Förderungen
- Almwirtschaft
- Umwelt & Naturschutz
- Natur & Garten
- Kultur & Brauchtum
- Regionalentwicklung
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