Suedburgenland-Schnecke

Früher gab es im Südburgenland viele Weinbergschnecken. Die Bodenbeschaffenheit und das Klima des Weinbaugebietes 'Die Weinidylle' sind dazu bestens geeignet. So wurden die Weinbergschnecken, als es noch erlaubt war, gesammelt und an Wirte verkauft. Der Betriebsführer war schon als Kind von den Schnecken fasziniert und suchte neben seinem Betrieb als Tischler noch eine Alternative, da die Arbeiten als Tischler gesundheitliche Probleme machten. Neben dem Wohnhaus gibt es eine landwirtschaftliche Nutzfläche, welche für die Schneckenproduktion geeignet ist. Im März 2015 begann er die Anlage zu errichten und bald konnten die ersten französischen Weinbergschecken einziehen, welche zuerst als Futtertiere für den Tiergarten Schönbrunn und für das Haus des Meeres dienten. Zugleich begann er auch die Schnecken selber zu verarbeiten und diese an die Gastronomie und an private Kunden zu verkaufen. Es wurde auch ein Online-Shop eingerichtet. Futter für die Schnecken bezieht er teilweise direkt vom Feld (Ausschussware) und von den Gemüsebauern der Umgebung. Karotten werden selber angebaut, Salat, Gurken, Gemüse, Kürbisse, Kräuter, Gelbsenf, Mairüben, Gersten- und Weizenschrot, Kalk- und Kürbiskernmehl stellen die Futtergrundlage dar.

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Kontakt

Suedburgenland-Schnecke
Christian Janisch
Unterbergen 4
7551 Stegersbach
A-Burgenland

+436645238688
office@suedburgenlandschnecke.at
http://suedburgenlandschnecke.at

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Soziale Medien

Betriebsspiegel

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha:Insgesamt 0,40 ha, auf 0,10 ha befinden sich die vier Schneckengehege
Hauptbetriebszweig:Weinbergschnecken-Erzeugung
Tierbestand:50.000 - 200.000 (zu Spitzenzeiten)
Erwerbsform:Vollerwerb
Gewerbebetrieb:nein
Sonstiges:

- Übernahme: März 2015 - Arbeitskräfteäquivalent: Betriebsleiter 40-60 h, Gattin 2 h, Vater 1 h - Zuständigkeit: Betriebsleiter – Organisatorisches, Fütterung, Verarbeitung, Vermarktung, Unterstützung bei Buchhaltung, Verpackung und Ernte - Lage der Flächen: arrondiert - Bewirtschaftungsform: Konventionell - Es gibt nur einen kleinen Verarbeitungsraum, wo die Schnecken gewaschen, von den Eingeweiden befreit und gekocht werden.

Veränderungsgrund

Die Veränderung war notwendig, weil ihm die Winterarbeiten als Tischler gesundheitliche Probleme verursacht haben. Für eine herkömmliche Landwirtschaft hatte der Betrieb zu wenig Flächen, sodass Christian Janisch eine Alternative suchen musste, die auf kleinstem Raum möglich war. Da der Betriebsleiter schon immer gerne mit Tieren arbeiten wollte und schon immer schneckenaffin war, konnte er seine Leidenschaft mit der Schneckenzucht verwirklichen. Neben der Arbeit mit den Tieren machen ihm der Pflanzenanbau und auch das Zubereiten der Schnecken Freude.

Idee und Umsetzung

Die Idee war schon länger vorhanden. Konkret wurde diese jedoch im Winter 2015, die Umsetzung begann im Frühjahr 2015, das Gehege wurde errichtet. Dazu waren ein Schlingenzaun mit Vlieseinfassung und Holzvorrichtungen notwendig, wo die Holzbretter schräg aufgestellt werden konnten. So konnten im Mai die ersten 10.000 Stk. französischen Weinbergschnecken auf 40 m² einziehen. Die erste Ernte diente als Tierfutter. Im zweiten Jahr wurde die Anzahl der Schnecken ausgeweitet, sodass 30 kg zum Verarbeiten übrig waren. Zurzeit werden die kleinen Schnecken und die älteren Schnecken (Ausschussware) als Tierfutter verwendet, der Rest wird verarbeitet, und zwar als Weinbergschnecken im Gemüsesud. Die Schneckenproduktion wurde heuer auf 10.000 m² ausgeweitet. Das sind 50.000 – 200.000 Schnecken. Die Erntemenge ist geringer, weil es 10 % Ausfälle gibt und weil auch die Zuchtschnecken weiterleben dürfen. ¼ der Erntemenge geht in die Verfütterung und ¾ werden verkocht. Die Schnecken werden jetzt direkt aus Polen geliefert und sind nach nur 6 Stunden in Stegersbach. - Die Idee war, ein Nischenprodukt zu erzeugen und für die Konsumenten ein spezielles Angebot anzubieten, sodass der Gusto auf Schnecken erfüllt werden kann. Durch viel Aufklärungsarbeit soll der Bedarf gesteigert werden.

Herausforderungen

Ein großer Teil der Anfangsschnecken mussten als Zuchttiere weiterverwendet werden. Der Transport der Kleintiere ist sehr heikel, deshalb werden die Schnecken jetzt mit einer Transportdauer von 6 Stunden direkt aus Polen geliefert. Der Absatz der Schnecken stockte anfangs, sodass der Weg der Verfütterung eingeschlagen werden musste.

Unterstützung durch LK/LFI

Am Anfang – Beratung: Rechtliches bei der Tierhaltung, Rechtliches in der DV Umstellung des Betriebes Unterstützung bei Bekanntmachung Lebensmittelkennzeichnung: Etikettenbegutachtung Laufende Unterstützung bei fachlichen Fragen

Sonstiges

Der Betriebsführer hat alles in der Hand. Die Ernte erstreckt sich auf mehr als einen Monat. Erntemonate sind Mai und dann Oktober, wobei der Oktober intensiver ist, weil die französischen Zuchtschnecken auch ins Winterquartier gebracht werden müssen. Das Winterquartier ist ein Wohnhauskellerraum mit 25 m². An jeweils 2 Tagen findet die Haupternte statt. Die Österreichischen Weinbergschnecken verkriechen sich in den Boden. Die Schnecken werden aus dem Winterquartier herausgetragen, wenn die Frostgefahr gebannt ist. Dann beginnt die tägliche Fütterung und wenn notwendig die Bewässerung. Der Futterbedarf ist anfangs 50 kg Gemüse und zu Spitzenzeiten 300 kg, im Spätsommer wieder weniger Futterbedarf. Jeweils Mai und Oktober ist Hauptsaison der Verarbeitung, hier werden die Schnecken gekocht, aus den Häusern befreit, die Geschlechtsteile und Gedärme entfernt und im Gemüsesud 2 Stunden gekocht, die Pasteurisation ist ausgelagert. Die Lagerung der Gläser erfolgt im Kühlschrank. Innovationspreis des Landes Burgenland im Jahr 2018 Es gibt noch keine Prämierung in dieser Produktionssparte. - Durch die Erweiterung der Kapazität wird in Zukunft auch ein Großhandel beliefert. Der Betriebsführer möchte höchsten 50 % der Ernte über den Großhandel absetzen, weil er marktunabhängiger sein möchte. Der geringere Verkaufspreis wird dadurch wettgemacht, dass er keine Werbeausgaben hat, denn Messeauftritte und Verkostungen sind sehr teuer. Der Privatverkauf soll vervielfacht werden. Die Schneckenliebhaber haben sich durch Aufklärungsarbeit verdoppelt. Wenn das Geschäft gut läuft, soll eine Halbtagskraft angestellt werden.

Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot

Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.

Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:

  • Beruf & Ausbildung
  • Betrieb & Unternehmen
  • EDV & Informationstechnologie
  • Einkommenskombination & Direktvermarktung
  • Bauen, Energie & Technik
  • Forst- & Holzwirtschaft
  • Gesundheit & Ernährung
  • Persönlichkeit & Kreativität
  • Pflanzenbau
  • Recht, Steuer & Soziales
  • Tierhaltung
  • Biologische Wirtschaftsweise
  • Ausgleichszahlungen & Förderungen
  • Almwirtschaft
  • Umwelt & Naturschutz
  • Natur & Garten
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