Idee und Umsetzung
Romeo Schermann informierte sich intensiv über die Caviarproduktion im In- und Ausland: Betriebe besucht, Fachliteratur gelesen und Experten befragt. Gestartet wurde dann mit ca. 100 Jungtieren aus Deutschland und Italien, um die ersten Ernten durchführen zu können und den Markt aufzubauen. Mittlerweile züchtet Schermann die Tiere selbst. Gemeinsam mit Martin Hochleitner errichtete er ein Bruthaus: So können 20-30.000 Jungfische in Naturteichen in der Region wild aufwachsen. Bis zur Ernte des Caviars dauert es 7 bis 12 Jahre (Vergleich Aquakultur: 4 Jahre). Es wurde eine hochwertige Verarbeitungsküche errichtet, um nach den besten hygienischen Bedingungen arbeiten zu können. Die fünf Teichanlagen sind ca. 1 Hektar groß und werden 2019 auf knapp 2 Hektar erweitert. Der Fischbestand liegt aktuell (Februar 2019) bei ca. 3.000 Fischen, vordergründig Sibirischer Stör, aber auch Albin Sterlet, Hausen (Beluga Stör) und Waxdick. Gefüttert werden die Fische mit Kürbispresskuchen aus der Region. Zur Produktion des Caviars gehört das Öffnen des Fisches, Waschen des Caviars, Einsalzen und Befüllen der Dosen und Gläser. Danach wird der Fisch filetiert und abgepackt. Die Ernte findet etwa von Mitte September bis Mai über den Winter ('Winterreifen-Zeit') statt. Beliefert werden die Gastronomie, der Delikatessenhandel und eine große Supermarktkette. Auch privat können Caviardosen (10, 30, 50, 125, 250, 500 und 1000 g) bzw. Störfilets über die Homepage bezogen werden. Durch eine erfolgreich getestete Schockfrost-Technik ist es möglich, den schwarzen Caviar auch im Sommer anbieten zu können.
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Betriebsspiegel
| Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: | 1 (2019 Erweiterung auf 2) |
| Hauptbetriebszweig: | Fischzucht |
| Tierbestand: | 3.000 Fische, vordergründig Sibirischer Stör, kleinere Mengen Albin Sterlet, Hausen, Waxdick |
| Erwerbsform: | Nebenerwerb |
| Gewerbebetrieb: | nein |
| Sonstiges: | Übernahme: 2012 - Bewirtschaftungsform: Konventionell |
Statement
Ich habe viel Freude daran, in der Natur, an meinen Teichen, zu arbeiten und ein hochwertiges Produkt zu erzeugen, das gut bei den Kunden ankommt. Es ist eine hohe Verantwortung, mit Fischen zu arbeiten: Nachhaltigkeit und der sorgsame Umgang sind ein absolutes Muss.
Veränderungsgrund
Begonnen hat alles im Jahr 2012: Romeo Schermann, hauptberuflich Leiter einer Plakatwerbefirma, kaufte sich ein Haus im Südburgenland mit dazugehöriger Teichanlage und begann alles zu sanieren. Er suchte nach passenden Nutzungsmöglichkeiten und stieß dann auf die Idee, Caviar zu produzieren. Caviar, ebenso wie das Filet vom Stör, lernte er schon während seiner touristischen Ausbildung kennen und lieben.
Idee und Umsetzung
Romeo Schermann informierte sich intensiv über die Caviarproduktion im In- und Ausland: Betriebe besucht, Fachliteratur gelesen und Experten befragt. Gestartet wurde dann mit ca. 100 Jungtieren aus Deutschland und Italien, um die ersten Ernten durchführen zu können und den Markt aufzubauen. Mittlerweile züchtet Schermann die Tiere selbst. Gemeinsam mit Martin Hochleitner errichtete er ein Bruthaus: So können 20-30.000 Jungfische in Naturteichen in der Region wild aufwachsen. Bis zur Ernte des Caviars dauert es 7 bis 12 Jahre (Vergleich Aquakultur: 4 Jahre). Es wurde eine hochwertige Verarbeitungsküche errichtet, um nach den besten hygienischen Bedingungen arbeiten zu können. Die fünf Teichanlagen sind ca. 1 Hektar groß und werden 2019 auf knapp 2 Hektar erweitert. Der Fischbestand liegt aktuell (Februar 2019) bei ca. 3.000 Fischen, vordergründig Sibirischer Stör, aber auch Albin Sterlet, Hausen (Beluga Stör) und Waxdick. Gefüttert werden die Fische mit Kürbispresskuchen aus der Region. Zur Produktion des Caviars gehört das Öffnen des Fisches, Waschen des Caviars, Einsalzen und Befüllen der Dosen und Gläser. Danach wird der Fisch filetiert und abgepackt. Die Ernte findet etwa von Mitte September bis Mai über den Winter ('Winterreifen-Zeit') statt. Beliefert werden die Gastronomie, der Delikatessenhandel und eine große Supermarktkette. Auch privat können Caviardosen (10, 30, 50, 125, 250, 500 und 1000 g) bzw. Störfilets über die Homepage bezogen werden. Durch eine erfolgreich getestete Schockfrost-Technik ist es möglich, den schwarzen Caviar auch im Sommer anbieten zu können.
Herausforderungen
Eine hohe Wasserqualität und das tägliche Messen der Wasserwerte haben oberste Priorität bei der Arbeit mit den Fischen. Die hohen Sommertemperaturen in den letzten Jahren waren für den Betrieb daher eine besondere Herausforderung. Um das Produkt 'Romeo Caviar' bekannt zu machen und zu etablieren waren bzw. sind viele Besuche von Präsentationen und Messen notwendig. Der Zeitaufwand dafür ist nicht zu unterschätzen. Weiters hofft Herr Schermann auf eine österreichische Gesetzesanpassung, die die schonende Entnahme von Caviar bei lebenden Tieren ermöglicht.
Unterstützung durch LK/LFI
Die Landwirtschaftskammer Burgenland unterstützte Herrn Schermann bei der Umsetzung seines innovativen Vorhabens, beispielsweise bei fachlichen Fragen (Ansprechperson Ing. Pleier) oder Fördermöglichkeiten (Ing. Reicher). Nun informiert Romeo Schermann auch selbst bei LK- und LFI-Veranstaltungen für (potenzielle) BerufskollegInnen über seine erworbene Fachexpertise.
Sonstiges
Die Hauptverantwortung bei 'Romeo Caviar' liegt bei Romeo Schermann. Zu den typischen Arbeitsbereichen zählen: Das Führen eines Teichbuchs, im Sommer das tägliche Füttern der Tiere und das permanente Messen der Wasserwerte, im Herbst das Abfischen und von Winter bis Frühjahr die Produktion und der Verkauf der Produkte. Bei der Produktion sind drei bis fünf Personen beteiligt. - Das Lob der Kunden für die Produkte ist die größte Auszeichnung. - Nach wie vor ist die Produktion von 'Romeo Caviar' für Herrn Schermann ein 'Genusshobby' wie am Anfang. Er setzt auf nachhaltiges Wachstum: Im Jahr 2019 soll die Produktion auf drei neue Fischbecken erweitert und der Kundenstamm vergrößert werden. Für Kooperationen, etwa einem 'Stör-Cluster' in der Region, ist er offen.
Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot
Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein
attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine
Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie
passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.
Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:
- Beruf & Ausbildung
- Betrieb & Unternehmen
- EDV & Informationstechnologie
- Einkommenskombination & Direktvermarktung
- Bauen, Energie & Technik
- Forst- & Holzwirtschaft
- Gesundheit & Ernährung
- Persönlichkeit & Kreativität
- Pflanzenbau
- Recht, Steuer & Soziales
- Tierhaltung
- Biologische Wirtschaftsweise
- Ausgleichszahlungen & Förderungen
- Almwirtschaft
- Umwelt & Naturschutz
- Natur & Garten
- Kultur & Brauchtum
- Regionalentwicklung
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gesucht, die Rind enthalten, aber nicht Kalb. zB: +Rind -Kalb
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