Statement
'Gesundes Protein aus bester Quelle', das ist unser Motto und auch die Motivation, diesen innovativen Weg zu gehen. Die gemeinsame Leidenschaft für Insekten und ihren vielfältigen Nutzen ist dabei eine große Antriebskraft für uns.
Veränderungsgrund
Aufgrund unserer Ausbildung und der Beschäftigung mit alternativen Betriebsformen kam man auf die ideelle Frage: Wie kann man in Zukunft die Nahrungsversorgung der Menschheit, die jedes Jahr um 80 Millionen wächst, sichern und vor allem was können wir persönlich tun, um der Verschwendung von Lebensmitteln entgegenzuwirken. Der erste Ansatz dabei war die Idee, auf Insekten als alternative bzw. zusätzliche Nahrungsquelle zurückzugreifen, wie es schon überall sonst auf der Welt geschieht. Der zweite Aspekt ist es, Insekten zur Verwertung von Abfällen einzusetzen, um hochwertiges Eiweiß zu erzeugen. Beides 'innovative' Gedankengänge, die nicht gleich die Akzeptanz der Bevölkerung finden.
Idee und Umsetzung
Die Geschichte zur Entstehung von 'dieWurmfarm' beginnt bereits im Jahr 2016 durch die gemeinsame Leidenschaft für essbare Insekten. Durch die vielen positiven Aspekte der Insekten als Nahrungsmittel war die Grundidee einer Zucht schnell geboren. Die ersten konkreten Schritte wurden Anfang 2017 unternommen und das Projekt entwickelte sich rasant zu einem richtigen Auftrag. Die ersten kleinen Experimente wurden durchgeführt und zeigten gute Ergebnisse. Die Zucht wuchs schnell und diverse Kochkurse und Seminare lenkten das Projekt in die richtige Richtung. Das gesetzte Ziel, Proteinmehl aus Mehlwürmern als zugelassenes Lebensmittel zu erzeugen rückte immer näher und die ersten Proteinmehlprodukte wurden ab April 2018 auf den Markt gebracht. Die Idee hinter 'dieWurmfarm' ist es, dem österreichischen Markt einerseits Zugang zu einer neuen Nahrungsquelle zu ermöglichen und andererseits den Nutzen der Insekten besser umsetzen und erforschen zu können. Bisher haben im Bereich der Insektenwelt Bienen die Vorreiterstellung eingenommen. Sie sind die wichtigsten Bestäuber im landwirtschaftlichen Bereich und Erzeuger des für uns sehr wichtigen Honigs. Immer mehr verschiedene Insekten finden Einsatz als biologische und umweltfreundliche Waffe gegen Schädlinge in der Landwirtschaft. Studien zeigen, dass man Insekten auch als Recycler für Sondermüll wie Polystyrol oder als Erzeuger von Biodünger einsetzen kann. Neben dem Nutzen von Insekten als Futtermittel, als bessere Alternative zu Sojafutter, kann man biologisch ernährte Insekten zum menschlichen Verzehr anbieten. Alle genannten Möglichkeiten, Insekten zu nutzen, sind in Österreich noch kaum umgesetzt und stehen vielen Jungbauern gegenüber, die nicht wissen, wie sie ihre Betriebe weiterführen sollen. Dabei gäbe es viele leerstehende Stallungen und Räumlichkeiten, die mit wenig Mittel in eine Insektenproduktionsstätte umgebaut werden könnten. In weiterer Folge wurde nun das Marketing adaptiert, die neue Positionierung erfolgt unter "prime insects - think ahead".
Herausforderungen
Der Betrieb leistet eine absolute Vorreiterrolle, die nur in Zusammenarbeit mit Wissenschaft gelöst werden kann. Bleibt es noch einige gesellschaftliche Hürden zu überwinden, gab es rechtlich mit Anfang 2018 einen wichtigen Fortschritt. Insekten wurden als 'Novel Food' in Europa als Lebensmittel zugelassen. So bildet die Gesetzgebung die Rahmenbedingung für den Erfolg am Markt, begleitende wissenschaftliche Forschungsarbeit ist von Nöten, die technische Weiterentwicklung muss forciert werden und vor allem ist die Erhöhung der Akzeptanz von Insektenprodukten nötig. Auch der Einsatz von Stoffen, die Insekten erzeugen oder die sich aus Insekten herstellen lassen, bietet ein Feld von ungeahnten zukünftigen Marktmöglichkeiten. Alles, was hier gemacht wird, ist absolute Pionier- und Forschungsarbeit!
Unterstützung durch LK/LFI
Wir erhoffen uns eine Unterstützung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und werden auch diverse Bildungsangebote zur Weiterbildung nutzen. Vielleicht lassen sich sogar gemeinsam neue Weiterbildungsangebote kreieren!
Sonstiges
Andreas Koitz leitet die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung der Produkte. Gemeinsam mit Lisa-Marie Schaden, die die Forschungsarbeiten rund um essbare Insekten leitete entwickeln sie die neuen Produktionsanlagen für die Wurmzucht im großen Maßstab. Sie schafften damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen und effizienten Erzeugung von tierischen Protein. Auch die alternative Nutzung von verschiedenen Insekten in bäuerlichen Betrieben und in der Landwirtschaft sind Thema der weiteren Aktivitäten. 'Wir sehen großes Potenzial in diesem Bereich, nicht nur für landwirtschaftliche Betriebe, sondern auch für den Markt und die Landwirtschaft im Allgemeinen. Die Nachfrage der Konsumenten steigt stetig und im Moment gibt es kaum europäische Produzenten von Insektenprotein. Wir sehen unser Projekt als Vorreiterrolle, um zu zeigen, wie eine Umsetzung möglich ist. Auch eine Arbeit als zukünftige Berater für die Umsetzung neuer Produktionsstätten oder Integrierung in bereits bestehende Betriebe können wir uns sehr gut vorstellen. Wenn wir den Markt nicht besetzen, werden es andere tun!'
Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot
Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein
attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine
Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie
passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.
Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:
- Beruf & Ausbildung
- Betrieb & Unternehmen
- EDV & Informationstechnologie
- Einkommenskombination & Direktvermarktung
- Bauen, Energie & Technik
- Forst- & Holzwirtschaft
- Gesundheit & Ernährung
- Persönlichkeit & Kreativität
- Pflanzenbau
- Recht, Steuer & Soziales
- Tierhaltung
- Biologische Wirtschaftsweise
- Ausgleichszahlungen & Förderungen
- Almwirtschaft
- Umwelt & Naturschutz
- Natur & Garten
- Kultur & Brauchtum
- Regionalentwicklung
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