Bio Milchziegenbetrieb Familie Oschounig

Familie Oschounig hat eine moderne und innovative Milchziegenhaltung aufgebaut und betrieb ab Mai 2016 diese erfolgversprechende Nischenproduktion nach den Regeln des biologischen Landbaues. Im Dezember 2018 passierte die Katastrophe: der neu errichtete Stall fiel den Flammen zum Opfer. Mit Unterstützung der Nachbarschaft, freiwilliger Helfer, Freunde und Verwandte und der zuständigen Institutionen konnte aus der Katastrophe ein Neustart erfolgen: Der Traum vom Ziegenhof hat sich noch einmal verwirklicht.

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Kontakt

Bio Milchziegenbetrieb Familie Oschounig
Josef Oschounig
Sankt Job 1
9586 Fürnitz, Job
A-Kärnten

+4366473490113
j.oschounig@gmx.at

Karte

Soziale Medien

Betriebsspiegel

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha:45 ha
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha:16 ha
Hauptbetriebszweig:Milchziegenhaltung
Erwerbsform:Nebenerwerb
Gewerbebetrieb:nein
Sonstiges:

Arbeitskräfteäquivalent: 2 - Bewirtschaftungsform: Biobetrieb

Veränderungsgrund

Die betrieblichen Veränderungen wurden durch mehrere Faktoren notwendig: 1) beengte Lage des alten Stallgebäudes im Ort 2) Das Einkommen aus der Mutterkuhhaltung war nicht mehr zufriedenstellend, auch weil die Haltung in alten Stallgebäuden erfolgte, die arbeitswirtschaftlich nicht optimal waren 3) Durch die Betriebsaufgaben in der Umgebung waren auch ausreichend Pachtflächen vorhanden, um eine betriebliche Ausweitung anzudenken 4) Die Jungfamilie sowie die Eltern verfügten auch bereits über Erfahrungen mit Schaf- und Ziegenhaltung im kleinen Ausmaß (Hobby) 5) Das Interesse an der Ziegenhaltung und auch die positiven Signale vom Markt für Ziegenmilchprodukte waren die Grundlage für Überlegungen sich betrieblich nach der Hofübernahme neu auszurichten.

Idee und Umsetzung

Am Betrieb gab es schon immer Schafe und die Frau des Betriebsleitern hatte schon in der Kindheit Erfahrungen mit Ziegen. Aus dieser Idee und den positiven Rückmeldungen von Seiten des Marktes verstärkte die Idee. Die Nachfrage nach Ziegenmilch und verarbeiteten Produkten konnte im städtischen Umfeld verstärkt beobachtet werden. So wurde aus der Idee intensiv an einem Umstellungskonzept gearbeitet, zahlreiche Betriebsbesuche und Besichtigungen in ganz Österreich und in anderen Ländern Europas führten zur Sicherheit, das Vorhaben wirklich umzusetzen. Es entstand ein erstes Konzept mit einer detaillierten Planung. Den entscheidenden Durchbruch erhielt die Jungfamilie durch die rasche naturschutzrechtliche Bewilligung für das Vorhaben, womit die Errichtung eines Stallgebäudes außerhalb des Ortskerns möglich gemacht wurde. Gemeinde und Anrainer konnte durch Aufklärung von der ökologischen Ausrichtung des Vorhabens überzeugt werden. Es erfolgte die Erstellung eines Betriebskonzeptes, die Fördereinreichung und die Umsetzung des Bauvorhabens innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes, weil das Vorhaben gut geplant war. Die Inbetriebnahme war im Mai 2016. Der Stall brannte im Dezember 2018 ab. Im darauf folgenden Jahr wurde der Stall wieder aufgebaut - seither wird Milch erzeugt und geliefert. - Die Idee bestand darin mit Milchziegenhaltung im größeren Umfang die Einkommenssituation zu verbessern und ein neues Standbein für die Zukunft aufzubauen, bestehende Vermarktungsprojekt wie z.B. die Sonnenalm Milchgenossenschaft im Görtschitztal und die neu gegründete Käserei Kaslabn (www.kaslabn.at) in Radenthein boten gute Absatzchancen für die Verwirklichung des Vorhabens. Die ökologische Ausrichtung mit Fütterung von wertvollen und optimal belüfteten Heu sowie die tierfreundliche Haltung auf Stroh in einem optimal klimageführten Stall bildeten die Vision für die Umstellung von Mutterkuhhaltung auf Milchziegenhaltung.

Herausforderungen

Auf Grund der gründlichen Planung und intensiven Vorarbeit erfolgt die Umsetzung des Vorhabens in relativ kurzer Zeit.

Unterstützung durch LK/LFI

LK-Betriebskonzepterstellung, Förder- und Fachberatung

Sonstiges

Im Umstellungsprozess und bei der Errichtung des Bauvorhabens war die Arbeitsbelastung natürlich groß, da ja auch gleichzeitig die Mutterkuhhaltung reduziert werden musste und der neue Betriebszweig zu etablieren war. Durch Reduzierung der außerbetrieblichen Erwerbstätigkeit des Betriebsleiters konnte bereits eine erste Verbesserung der Arbeitsbelastung in der Umsetzungsphase erreicht werden. - Qualität der Ziegenmilch - Das Wesentliche ist die Erhaltung der Tiergesundheit und die Etablierung des Zuchttierverkaufes.

Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot

Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.

Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:

  • Beruf & Ausbildung
  • Betrieb & Unternehmen
  • EDV & Informationstechnologie
  • Einkommenskombination & Direktvermarktung
  • Bauen, Energie & Technik
  • Forst- & Holzwirtschaft
  • Gesundheit & Ernährung
  • Persönlichkeit & Kreativität
  • Pflanzenbau
  • Recht, Steuer & Soziales
  • Tierhaltung
  • Biologische Wirtschaftsweise
  • Ausgleichszahlungen & Förderungen
  • Almwirtschaft
  • Umwelt & Naturschutz
  • Natur & Garten
  • Kultur & Brauchtum
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