Der Gailtaler Gemüsebauer Hof Kunz

Der Bauernhof von Stefan Bachmann am Hof Kunz wurde bis 2013 als Milchkuh-Betrieb mit Frühstückspension betrieben. Er liegt auf ca. 1.000 Metern Seehöhe in Kreuth im Gailtal oberhalb der kleinen Ortschaft Jenig. 2014 startete der Gemüseanbau und 2015 wurde der Betrieb an die junge Generation übergeben. Das Anbauen von Gemüseraritäten auf natürliche Weise ohne künstlichen Dünger und Spritzmittel ist die Passion von Stefan Bachmann, der sich mit seiner Lebensgefährtin Susanne Enzi seinen Traum verwirklicht hat. Er baut 400 verschiedene Gemüsesorten auf einer Fläche von rund 3 ha an. Mittlerweile hat er drei Folientunnel mit einer Gesamtfläche von 600 m2. Ziel ist die Erweiterung auf 1.000 m2. Der Gemüseanbau wurde als Alternative zur Fortführung der Milchkuhhaltung etabliert. Der Umsatz konnte von Jahr zu Jahr verdoppelt werden, derzeit werden 200 Gemüsekisterln pro Woche vertrieben. Bemerkenswert ist auch die Belieferung von 40 Gastronomiebetrieben in der Region, wobei sich Bachmann sogar in der Topgastronomie einen Namen gemacht hat. Die Idee zum Gemüseanbau kam ihm als Küchenchef, als er Gemüsesorten aus den verschiedensten Ländern bestellen musste. Stefan Bachmann ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie neue Ideen zu neuen Chancen in der Landwirtschaft werden, egal, auf welcher Seehöhe man lebt und wirtschaftet.

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Kontakt

Der Gailtaler Gemüsebauer Hof Kunz
Stefan Bachmann Susanne Enzi
Kreuth ob Jenig 3
9631 Rattendorf ob Jenig
A-Kärnten

++43 650 69 34 503
++43 676 67 67 169
gemuese@hofkunz.at
https://hofkunz.at/

Karte

Soziale Medien

Betriebsspiegel

Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha:8 ha
Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha:42 ha
Hauptbetriebszweig:Gemüseanbau und Vermarktung
Erwerbsform:Vollerwerb
Gewerbebetrieb:nein
Sonstiges:

- Übernahme: 2014 - Arbeitskräfteäquivalent: Eigene Maschinen, Spezialmaschinen Zuständigkeit: - Lage der Flächen: Am Berg arrondiert, teilweise verstreut, Talflächen - Konventionell - Eigene Maschinen, Spezialmaschinen

Veränderungsgrund

Die Idee, alte Gemüsesorten wieder anzubauen, entstand in der Zeit als Küchenchef – aus der ganzen Welt mussten um teures Geld spezielle Gemüsesorten importiert werden. Da wurde die Idee geboren, das alles einmal selbst anzubauen. Um auf einem Bergbauernhof im Vollerwerb leben zu können, wurde aus dieser Idee ein neues Betriebskonzept entwickelt.

Idee und Umsetzung

Seit 2014 betriebt die Familie den Anbau von Gemüse. Im Familienbetrieb helfen die Eltern und die ganze Familie mit. Angefangen wurde klein, neben den gängigen Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika, Karotten und Kraut spezialisierten sie sich auf die Kultivierung von Gemüsesorten, die bereits in Vergessenheit geraten sind. Heute werden 400 verschiedene Gemüsesorten auf einer Fläche von rund 3 Hektar, einige davon im Folientunnel auf insgesamt 600 m2, angebaut. - Die zündende Idee kam Stefan Bachmann in seiner Zeit als Küchenchef. Er musste das spezielle Gemüse aus den verschiedensten Ländern bestellen, manchmal war es gar nicht zu bekommen. Oft dauerte es mehrere Tage, bis die Lieferung eintraf, daher hatte er den Einfall, das Gemüse selbst anzubauen. Derzeit werden 400 verschiedene Gemüsesorten angebaut und über 40 Gastronomiebetriebe beliefert. Das Gemüse konnte auch erfolgreich in der Top-Gastronomie platziert werden.

Herausforderungen

Die größte Herausforderung war die Pionierarbeit, quasi aus dem Nichts anzufangen, gegen den Strom zu schwimmen und sich auf bisher unbekanntes Terrain zu begeben. Die erste Phase war von Versuchen und Irrtümern gekennzeichnet. Es galt, sich völlig neues Wissen anzueignen und die nötigen Maschinen und Geräte anzuschaffen. Aber mit vereinten Kräften und Mut zum Risiko hat genau das zum Erfolg geführt.

Unterstützung durch LK/LFI

Am Anfang steht man mit einer neuen Idee oft alleine da, also sucht man sich einen Kreis von Verbündeten. Die Landwirtschaftskammer half bei der Mehrfachantragstellung. Die Facharbeiterausbildung der Partnerin erwies sich ebenfalls als sehr wichtig. Stefan Bachmann verfügt weiters über eine Ausbildung im Forstbereich und absolvierte die Ausbildung zum Feldgemüsefacharbeiter. Dennoch sehen sich Stefan Bachmann und seine Partnerin vorwiegend als Praktiker, die beim Umsetzen lernen und sich so weiterentwickeln. Hier konnten die Institutionen ihnen nicht helfen, es kristallisierte sich ihr eigener Weg heraus, der erst beim Gehen entstand.

Sonstiges

Die Arbeit ist vielfältig, von der Planung und Ausschreibung bis zur Lieferung, denn die Gemüsevermarktung ist sehr zeit- und arbeitsintensiv. Wir sind zu zweit am Hof in diesen Bereichen tätig und wechseln uns gegenseitig ab. - Der Betrieb wurde zum Hauptpreisträger des von Landesrat Christian Benger und der Landwirtschaftskammer Kärnten gemeinsam mit dem Maschinenring Kärnten initierten Preises für die innovative Landwirtschaft, dem 1. Preis des Vifzack 2018. - Wir haben viel erreicht, nun wollen wir das Bestehende bewahren und den Markterfordernissen anpassen. Wir bauen Kooperationen auf, z. B. mit dem Gailtalbauer oder anderen Wegbereitern in der Region, aber auch der Austausch mit anderen Innovatoren ist uns wichtig. Das tun wir, wenn uns die Zeit dazu bleibt.

Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot

Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.

Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:

  • Beruf & Ausbildung
  • Betrieb & Unternehmen
  • EDV & Informationstechnologie
  • Einkommenskombination & Direktvermarktung
  • Bauen, Energie & Technik
  • Forst- & Holzwirtschaft
  • Gesundheit & Ernährung
  • Persönlichkeit & Kreativität
  • Pflanzenbau
  • Recht, Steuer & Soziales
  • Tierhaltung
  • Biologische Wirtschaftsweise
  • Ausgleichszahlungen & Förderungen
  • Almwirtschaft
  • Umwelt & Naturschutz
  • Natur & Garten
  • Kultur & Brauchtum
  • Regionalentwicklung

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