Idee und Umsetzung
Im Rahmen der Facharbeiterausbildung haben wir einen Überblick über einen Großteil der Landwirtschaft bekommen. In weiterer Folge haben wir uns mit den für uns interessanten Bereichen weiter beschäftigt und viele Exkursionen und Hofbesichtigung, vor allem nach Deutschland, unternommen. Schlussendlich sind wir bei der Henne und dem System mit Mobilställen gelandet. - Rund 240 Legehennen werden in einem Mobilstall der Firma Weiland gehalten. Ein weiterer Mobilstall wurde selbst aus einem Ladewagen umgebaut und dient als Ausgleich zwischen den Legeperioden. Die Legehennen werden am Oberländerhof als Wanderhennen bezeichnet, da sie wöchentlich den Auslauf wechseln und der gesamte Stall so über die Felder 'wandert'. Durch dieses System sind keine fixen Bauten notwendig und können in einer Fruchtfolge miteinbezogen werden z.B.: werden Wanderhennenflächen sehr gut vorbereitet für weitere Saat von Getreide und man muss nicht auf weiteren Dünger zurückgreifen. Durch dieses System wird der Boden maßgeblich geschont, die Grasnarbe bleibt stehen und es entsteht keine Überdüngung im Stalleingangsbereich. Dadurch ist auch der Krankheitsdruck geringer und die Wanderhennen weniger gesundheitsgefährdet. Die Mastküken (=Wanderhendl) werden in einem ähnlichen System gehalten und zwar in 'chicken tractor'. Diese Technik aus der Permakultur ermöglicht eine langsame Aufzucht der Küken mit einem hohen Grünfutterverbrauch. Der 'tractor' wird täglich versetzt und die kleinen Einheiten von rund 70 Stück wandern so ebenfalls in der schneelosen Zeit über die Felder. Eine Herausforderung am Hof ist die höhere Arbeitsbelastung durch die Stallwechsel, händische Fütterung und die Eiabnahme. Zusätzlich ist in der kalten Jahreszeit der Hühnerhabicht ein Problem am Hof und es müssen spezielle Maßnahmen - zum Beispiel eine fixe Einzäunung, die ebenfalls gewechselt werden muss - gesetzt werden. Die Wanderhendl werden in Kooperation mit einem zweiten Betrieb aus einem Nachbarort aufgezogen und selbst geschlachtet. So bleibt der gesamte Prozess (außer das Schlüpfen) am Hof – die Vermarktung natürlich auch.
Soziale Medien
Betriebsspiegel
| Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: | 15,86 ha |
| Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: | 4,65 ha |
| Hauptbetriebszweig: | Geflügelhaltung in Mobilställen |
| Tierbestand: | 240 Legehennen (Wanderhennen), 640 Masthennen (Wanderhendl) |
| Erwerbsform: | Nebenerwerb |
| Gewerbebetrieb: | nein |
| Sonstiges: | Übernahme: 01.04.2015 - Arbeitskräfteäquivalent: 1 - Konventionell |
Statement
Wir sind Landwirte, weil wir unser Leben selbst gestalten und Verantwortung für Lebensmittel übernehmen wollen.
Veränderungsgrund
Die Veränderung wurde mit der Übernahme des Hofes eingeläutet und wird auch noch weitergehen.
Idee und Umsetzung
Im Rahmen der Facharbeiterausbildung haben wir einen Überblick über einen Großteil der Landwirtschaft bekommen. In weiterer Folge haben wir uns mit den für uns interessanten Bereichen weiter beschäftigt und viele Exkursionen und Hofbesichtigung, vor allem nach Deutschland, unternommen. Schlussendlich sind wir bei der Henne und dem System mit Mobilställen gelandet. - Rund 240 Legehennen werden in einem Mobilstall der Firma Weiland gehalten. Ein weiterer Mobilstall wurde selbst aus einem Ladewagen umgebaut und dient als Ausgleich zwischen den Legeperioden. Die Legehennen werden am Oberländerhof als Wanderhennen bezeichnet, da sie wöchentlich den Auslauf wechseln und der gesamte Stall so über die Felder 'wandert'. Durch dieses System sind keine fixen Bauten notwendig und können in einer Fruchtfolge miteinbezogen werden z.B.: werden Wanderhennenflächen sehr gut vorbereitet für weitere Saat von Getreide und man muss nicht auf weiteren Dünger zurückgreifen. Durch dieses System wird der Boden maßgeblich geschont, die Grasnarbe bleibt stehen und es entsteht keine Überdüngung im Stalleingangsbereich. Dadurch ist auch der Krankheitsdruck geringer und die Wanderhennen weniger gesundheitsgefährdet. Die Mastküken (=Wanderhendl) werden in einem ähnlichen System gehalten und zwar in 'chicken tractor'. Diese Technik aus der Permakultur ermöglicht eine langsame Aufzucht der Küken mit einem hohen Grünfutterverbrauch. Der 'tractor' wird täglich versetzt und die kleinen Einheiten von rund 70 Stück wandern so ebenfalls in der schneelosen Zeit über die Felder. Eine Herausforderung am Hof ist die höhere Arbeitsbelastung durch die Stallwechsel, händische Fütterung und die Eiabnahme. Zusätzlich ist in der kalten Jahreszeit der Hühnerhabicht ein Problem am Hof und es müssen spezielle Maßnahmen - zum Beispiel eine fixe Einzäunung, die ebenfalls gewechselt werden muss - gesetzt werden. Die Wanderhendl werden in Kooperation mit einem zweiten Betrieb aus einem Nachbarort aufgezogen und selbst geschlachtet. So bleibt der gesamte Prozess (außer das Schlüpfen) am Hof – die Vermarktung natürlich auch.
Herausforderungen
Aufgrund des neuen Systems sind viele Schritte für Genehmigungen, Ansuchen, Einfuhr aus Deutschland usw. notwendig gewesen. Der Start war zudem auch etwas holprig, da eine tägliche Vermarktung von Lebensmitteln in diesem Umfang noch nicht bestanden hat. Man lernt daraus, dass man sehr flexibel reagieren muss und diese Last auf mehreren Schultern (Familie) verteilt werden muss.
Unterstützung durch LK/LFI
Betriebsübernahme inkl. Betriebskonzept - Innovationsberatung & -austausch mit Innovationsberater - Ansuchen Innovationsförderung
Sonstiges
Es gibt fix verteilte Rollen & Aufgaben in der Familie. Stallbetrieb (Futter, Wasser, Versetzen) & Vermarktung (inkl. Social Media) - Wir streben den Vollerwerb an und wollen unsere Wanderhennen & Wanderhendl langsam und stetig ausbauen. Zudem stehen noch weitere Ideen wie z.B.: Wander-schweine im Raum.
Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot
Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein
attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine
Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie
passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.
Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:
- Beruf & Ausbildung
- Betrieb & Unternehmen
- EDV & Informationstechnologie
- Einkommenskombination & Direktvermarktung
- Bauen, Energie & Technik
- Forst- & Holzwirtschaft
- Gesundheit & Ernährung
- Persönlichkeit & Kreativität
- Pflanzenbau
- Recht, Steuer & Soziales
- Tierhaltung
- Biologische Wirtschaftsweise
- Ausgleichszahlungen & Förderungen
- Almwirtschaft
- Umwelt & Naturschutz
- Natur & Garten
- Kultur & Brauchtum
- Regionalentwicklung
Um ein besseres Ergebnis zu erhalten, können Sie Ihre Suchanfrage wie folgt verändern:
- *Platzhalter für beliebig viele Zeichen. zB: *fachtag
- ".."Suche nach exaktem Wort oder Wortgruppen. zB: "Kalb"
- oderSuche nach Dokumenten, welche entweder den ersten Begriff oder den
zweiten
Begriff enthalten. zB: Rind oder Kalb
- +Suche nach Dokumenten, die alle Begriffe enthalten. zB:+Rind +Kalb
- -Schließt Suchbegriffe aus. Bei Folgender Suchanfrage wird nach Dokumenten
gesucht, die Rind enthalten, aber nicht Kalb. zB: +Rind -Kalb
oder suchen Sie im jeweiligen Themengebiet im gewünschten Bundesland.