Idee und Umsetzung
Das erste Wagyu-Zuchtkalb (zwei Monate alt) wurde um einige tausend Euro erworben. Da dieses Zuchtkalb erst nach 3 Jahren selber kalben kann und das daraus entstehende Kalb das zu Qualitätsfleisch die Bestimmung findet wiederum 3 Jahre benötigte, hätte man auf das Ergebnis, wie das Fleisch aussieht und schmeckt, 6 Jahre warten müssen. Also kaufte Herr Hofer weitere Kälber und 'halbfertige' Bio-Wagyus in Österreich und Deutschland. Nächste Herausforderung: einen Schlacht- und Zerlegebetrieb zu finden, der auch innovativ und willens ist, das Fleisch richtig reifen zu lassen, andere Schnittführung ausprobiert und verpackungsmäßig in der Lage ist, das zu bewältigen. Mit über 300kg Fleisch im Kühlraum ging es dann auch darum, neue Vermarktungswege zu bestreiten. Mit dem Grillverein und deren Mitglieder hat der Betrieb es auf Anhieb geschafft, dieses hochwertige Produkt zu vermarkten. Auch die Gastronomie konnte - speziell für das Faschierte - gewonnen werden. Im Gedankenaustausch mit dem Grillweltmeister Franz Größing wurde Herr Hofer auch auf das Fleisch der 'gesunden, alten Milchkuh' aufmerksam. Daraufhin hat er sich auch diesem Thema angenommen und dieses Fleisch produziert. Wagyu und 'alte Kuh' wurden folglich vom Seminarleiter und Grillweltmeister am Hof gegrillt. Als Landwirt erklärte Herr Hofer die Biolandwirtschaft und der Grillmeister, worauf es beim Grillen ankommt. - Erfahrungen und Gedanken dazu fließen auch in ein Biokalbinnen/Ochsen-Mast Projekt ein. Beteiligte: Bio Austria, Bio Alpin, Biometzger Juffinger und natürlich die Biobauern, die neue Absatzmöglichkeiten für hochwertigstes Rindfleisch bekommen. Erkenntnis, dass hochpreisiges Qualitätsfleisch vermarktbar ist, wurde von Herrn Hofer professionell vermittelt. Die von Herrn Hofer angeregte Klassifizierungssystemerweiterung wird vom Biometzger in diesem Projekt übernommen und ermöglicht somit eine qualitätsbezogenere Bezahlung an die Bauern.
Soziale Medien
Betriebsspiegel
| Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: | 14,25 ha |
| Forstwirtschaftliche Nutzfläche in ha: | 16 ha |
| Hauptbetriebszweig: | Milchwirtschaft 50%/ Rindfleisch 50% |
| Erwerbsform: | Vollerwerb |
| Gewerbebetrieb: | nein |
| Sonstiges: | Übernahme: 2005 - Arbeitskräfteäquivalent: 2 - Biobetrieb |
Statement
Wir haben in Tirol hauptsächlich kleinere landwirtschaftliche Familienbetriebe. Mit Masse können wir in Europa oder Welthandel nie mithalten, aber mit Qualität sehr wohl! Nur die Qualität die der Konsument wünscht und schätzt wird vom Handel noch nicht honoriert. Wir verschicken kein Fleisch (was techn. möglich wäre). Bei uns wird der Hof geöffnet, wir erklären Landwirtschaft und das Produkt. Jeder soll sehen, dass bei uns sauber produziert wird und es den Tieren gut geht. Leute sollen wieder Landwirtschaft 'begreifen' dürfen!
Veränderungsgrund
Wagyu-Rinder werden in Japan unter dem geschützten Begriff Kobe-Rind gehalten und vermarktet. Um als Kobe vermarktet werden zu dürfen, müssen sie hauptsächlich mit Getreide/ Mais gefüttert werden. Das widerspricht dem Verständnis des Betriebsleiters zu einem Rind, das wiederkäut und mehrere Mägen hat, um schwerverdauliche Zellulose aufspalten zu können. Getreide/Mais in solch hohem Anteil übersäuert das Rind und macht es krank. Der Betrieb ist überzeugt: nur gesunde Tiere liefern hochwertige 'gesunde' Lebensmittel. Zur Veränderung am Betrieb führte die Neugier danach herauszufinden, ob man Wagyus auch nachhaltig-biologisch mit Alpung und Weide versorgen kann. Ziel war es auch, Qualität im Bezug auf Rindfleisch neu zu definieren. Mit dem Klassifizierungssystem für Fleisch wird nur die Quantität von Muskelfleisch und Fettauflage ermittelt.
Idee und Umsetzung
Das erste Wagyu-Zuchtkalb (zwei Monate alt) wurde um einige tausend Euro erworben. Da dieses Zuchtkalb erst nach 3 Jahren selber kalben kann und das daraus entstehende Kalb das zu Qualitätsfleisch die Bestimmung findet wiederum 3 Jahre benötigte, hätte man auf das Ergebnis, wie das Fleisch aussieht und schmeckt, 6 Jahre warten müssen. Also kaufte Herr Hofer weitere Kälber und 'halbfertige' Bio-Wagyus in Österreich und Deutschland. Nächste Herausforderung: einen Schlacht- und Zerlegebetrieb zu finden, der auch innovativ und willens ist, das Fleisch richtig reifen zu lassen, andere Schnittführung ausprobiert und verpackungsmäßig in der Lage ist, das zu bewältigen. Mit über 300kg Fleisch im Kühlraum ging es dann auch darum, neue Vermarktungswege zu bestreiten. Mit dem Grillverein und deren Mitglieder hat der Betrieb es auf Anhieb geschafft, dieses hochwertige Produkt zu vermarkten. Auch die Gastronomie konnte - speziell für das Faschierte - gewonnen werden. Im Gedankenaustausch mit dem Grillweltmeister Franz Größing wurde Herr Hofer auch auf das Fleisch der 'gesunden, alten Milchkuh' aufmerksam. Daraufhin hat er sich auch diesem Thema angenommen und dieses Fleisch produziert. Wagyu und 'alte Kuh' wurden folglich vom Seminarleiter und Grillweltmeister am Hof gegrillt. Als Landwirt erklärte Herr Hofer die Biolandwirtschaft und der Grillmeister, worauf es beim Grillen ankommt. - Erfahrungen und Gedanken dazu fließen auch in ein Biokalbinnen/Ochsen-Mast Projekt ein. Beteiligte: Bio Austria, Bio Alpin, Biometzger Juffinger und natürlich die Biobauern, die neue Absatzmöglichkeiten für hochwertigstes Rindfleisch bekommen. Erkenntnis, dass hochpreisiges Qualitätsfleisch vermarktbar ist, wurde von Herrn Hofer professionell vermittelt. Die von Herrn Hofer angeregte Klassifizierungssystemerweiterung wird vom Biometzger in diesem Projekt übernommen und ermöglicht somit eine qualitätsbezogenere Bezahlung an die Bauern.
Unterstützung durch LK/LFI
Aus Herrn Hofers Sicht sollte das LFI mehr Weiterbildungen zu qualitätsbezogenen Produkte anbieten: 'Wir als Rohstofflieferanten sollten auch mehr Bezug zum fertigen Produkt vermittelt bekommen.' Im Arbeitskreis Milch war er ebenfalls einige Jahre Mitglied und konnte einiges Wissen für sich und seinen Betrieb bekommen. Baukreis war auch sehr gut organisiert und hilfreich. Der Fleischsommelier wurde vom WIFI angeboten.
Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot
Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein
attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine
Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie
passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.
Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:
- Beruf & Ausbildung
- Betrieb & Unternehmen
- EDV & Informationstechnologie
- Einkommenskombination & Direktvermarktung
- Bauen, Energie & Technik
- Forst- & Holzwirtschaft
- Gesundheit & Ernährung
- Persönlichkeit & Kreativität
- Pflanzenbau
- Recht, Steuer & Soziales
- Tierhaltung
- Biologische Wirtschaftsweise
- Ausgleichszahlungen & Förderungen
- Almwirtschaft
- Umwelt & Naturschutz
- Natur & Garten
- Kultur & Brauchtum
- Regionalentwicklung
Um ein besseres Ergebnis zu erhalten, können Sie Ihre Suchanfrage wie folgt verändern:
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- oderSuche nach Dokumenten, welche entweder den ersten Begriff oder den
zweiten
Begriff enthalten. zB: Rind oder Kalb
- +Suche nach Dokumenten, die alle Begriffe enthalten. zB:+Rind +Kalb
- -Schließt Suchbegriffe aus. Bei Folgender Suchanfrage wird nach Dokumenten
gesucht, die Rind enthalten, aber nicht Kalb. zB: +Rind -Kalb
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