Idee und Umsetzung
Durch die gute Nachfrage wurde die ursprünglich kleine Putenmast und Direktvermarktung schnell größer und 1990 erfolgte der Bau einer Hofmetzgerei für Puten. Im Jahr 1996 wurde noch ein Hofladen errichtet und schlussendlich im Jahr 2000 die Milchviehhaltung eingestellt und der Fokus voll auf Mast und Direktvermarktung gesetzt. Mit den Jahren wurden weitere Investitionen in die Metzgerei und Hofladen getätigt um in Größe und Qualität zu wachsen. Die letzte Investition fand 2022 mit der Errichtung eines neuen Putenmaststalls statt, der den Tieren bestes Tierwohl und dem Landwirt eine deutliche Arbeitserleichterung bietet. In der Putenhaltung wurde von Anfang an mit einem Partneraufzuchtbetrieb im Allgäu zusammengearbeitet. Durch die Herkunft aller Jungtiere von einem Betrieb ist die Tiergesundheit deutlich besser. Das ist auch wichtig, da die Putenhaltung als 'Königsdisziplin' der Geflügelhaltung gilt. Durch ihr enormes Wachstumspotential sind die Haltungsanforderungen an Temperatur, Feuchtigkeit und insbesondere die Futterqualität extrem hoch. Daher würde der Betrieb die Putenhaltung auch nur jenen empfehlen die mit vollem Herzen dabei sind und bereit sind sich intensiv mit den Tieren und deren Haltung zu beschäftigen. Ein weiterer wichtiger Schritt in der Betriebsentwicklung war die Anmeldung des Handelsgewerbes durch Judith. Dadurch konnte das Sortiment erweitert und die Direktvermarktung professionalisiert und ausgebaut werden. Das gesamte Putenfleisch sowie rund ein Drittel der Mastrinder werden heute über den Hofladen und das Marktauto auf den Wochenmärkten in Bregenz und Dornbirn vermarktet. Trotz hoher Anschaffungskosten rentiert sich das bestens ausgestattete Marktauto mittlerweile.
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Betriebsspiegel
| Landwirtschaftliche Nutzfläche in ha: | 29 |
| Hauptbetriebszweig: | Puten- und Rindermast mit Direktvermarktung |
| Tierbestand: | 40 Mastrinder1600 Mastputen (Jahresproduktion 4000 Stück)2 Lamas |
| Erwerbsform: | Vollerwerb |
| Gewerbebetrieb: | nein |
| Sonstiges: | Übernahme: 1988 - Arbeitskräfteäquivalent: 7,5 - Zuständigkeit: Klaus und Judith als Betriebsleiterehepaar. Zwei Angestellte in der Metzgerei, Sechs Angestellte, zum Teil Teilzeit, in der Vorbereitung und Verkauf - Konventionell |
Statement
Uns ist es wichtig gute Lebensmittel transparent für die Kunden zu erzeugen
Veränderungsgrund
Bei der Hofübernahme war der Betrieb ein klassischer Milchviehbetrieb in Anbindehaltung. Die Putenhaltung wurde anfangs hauptsächlich aus persönlichen Interesse von Klaus gestartet. Besonders begeistert ist Familie Flatz und deren Kunden von den Vielfältigen Zubereitungs- und damit auch Vermarktungsmöglichkeiten der Pute. Ob als Ganze Pute bis hin zu Putenwurst ist die Palette bei kaum einem anderen Tier so vielfältig.
Idee und Umsetzung
Durch die gute Nachfrage wurde die ursprünglich kleine Putenmast und Direktvermarktung schnell größer und 1990 erfolgte der Bau einer Hofmetzgerei für Puten. Im Jahr 1996 wurde noch ein Hofladen errichtet und schlussendlich im Jahr 2000 die Milchviehhaltung eingestellt und der Fokus voll auf Mast und Direktvermarktung gesetzt. Mit den Jahren wurden weitere Investitionen in die Metzgerei und Hofladen getätigt um in Größe und Qualität zu wachsen. Die letzte Investition fand 2022 mit der Errichtung eines neuen Putenmaststalls statt, der den Tieren bestes Tierwohl und dem Landwirt eine deutliche Arbeitserleichterung bietet. In der Putenhaltung wurde von Anfang an mit einem Partneraufzuchtbetrieb im Allgäu zusammengearbeitet. Durch die Herkunft aller Jungtiere von einem Betrieb ist die Tiergesundheit deutlich besser. Das ist auch wichtig, da die Putenhaltung als 'Königsdisziplin' der Geflügelhaltung gilt. Durch ihr enormes Wachstumspotential sind die Haltungsanforderungen an Temperatur, Feuchtigkeit und insbesondere die Futterqualität extrem hoch. Daher würde der Betrieb die Putenhaltung auch nur jenen empfehlen die mit vollem Herzen dabei sind und bereit sind sich intensiv mit den Tieren und deren Haltung zu beschäftigen. Ein weiterer wichtiger Schritt in der Betriebsentwicklung war die Anmeldung des Handelsgewerbes durch Judith. Dadurch konnte das Sortiment erweitert und die Direktvermarktung professionalisiert und ausgebaut werden. Das gesamte Putenfleisch sowie rund ein Drittel der Mastrinder werden heute über den Hofladen und das Marktauto auf den Wochenmärkten in Bregenz und Dornbirn vermarktet. Trotz hoher Anschaffungskosten rentiert sich das bestens ausgestattete Marktauto mittlerweile.
Herausforderungen
'Es ist manchmal gut, wenn man im Vorhinein nicht weiß was auf einen zukommt, sonst würde man manches nicht machen' fällt Klaus Flatz als erstes zum Thema Herausforderungen ein. Neben vielen rechtlichen Anforderungen hinsichtlich Direktvermarktung und Gewerbe ist aktuell sicherlich die Personalsuche eine große Herausforderung. Der Betrieb ist froh gutes Personal zu haben aber Neueinstellungen sind schwierig, da in Vorarlberg generell eine hohe Nachfrage nach gutem Personal besteht. Auch die aktuell hohe Inflation spürt der Betrieb indem gewisse Kundengruppen preissensibler geworden sind und so die Kosten nicht zur Gänze weitergegeben werden konnten. Wobei der Betrieb ganz klar keine billigst-Preis-Strategie fahren kann und will. Der Tiefpunkt war aber sicher der Vogelgrippefall 2016 mit anschließender Keulung des Gesamtbestandes was neben den wirtschaftlichen Schäden auch menschlich hart war. Bei solchen Herausforderungen geht das Betriebsleiterehepaar bewusst in sich und versucht den Betrieb neutral zu bewerten und Lösungsansätze zu finden. Unterstützend dabei ist natürlich auch ein gutes familiäres und freundschaftliches Umfeld um Krisen zu überstehen.
Unterstützung durch LK/LFI
Vorstandsmitglied Verein vom Ländle Bur Beratungen wie z.B. Betriebskonzept beim Stallneubau oder Direktvermarktungs-beratung werden in Anspruch genommen. Fortbildungsveranstaltungen über das LFI.
Sonstiges
Genussguide 2022 Ökoprofit Betrieb – Zertifikat für betriebliches Umweltmanagement - Aktuell ist der Betrieb so eingerichtet wie wir uns das wünschen. Da wir schon Mitte 50 sind möchten wir aktuell keine größeren Investitionsschritte mehr setzen. Natürlich möchten wir uns im Tagesgeschäft laufend weiter entwickeln und verbessern. Perspektivisch ist natürlich auf die Hofübergabe ein Thema. Eine Tochter arbeitet bereits am Betrieb mit.
Vielfältiges Bildungs- und Beratungsangebot
Die Landwirtschaftskammern und die Ländlichen Fortbildungsinstitute bieten ein
attraktives Bildungs- und Beratungsangebot für Bäuerinnen und Bauern an.
Die Bildungs- und Beratungslandkarte gibt einen umfassenden Überblick über eine
Vielzahl an Kursen, Seminaren und Beratungsangeboten.
Nutzen Sie die Bildungs- und Beratungslandkarte um das für Sie
passende Angebot zu finden und weitere Informationen zu erhalten.
Die Bildungs- und Beratungsangebote umfassen folgende Themengebiete:
- Beruf & Ausbildung
- Betrieb & Unternehmen
- EDV & Informationstechnologie
- Einkommenskombination & Direktvermarktung
- Bauen, Energie & Technik
- Forst- & Holzwirtschaft
- Gesundheit & Ernährung
- Persönlichkeit & Kreativität
- Pflanzenbau
- Recht, Steuer & Soziales
- Tierhaltung
- Biologische Wirtschaftsweise
- Ausgleichszahlungen & Förderungen
- Almwirtschaft
- Umwelt & Naturschutz
- Natur & Garten
- Kultur & Brauchtum
- Regionalentwicklung
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- *Platzhalter für beliebig viele Zeichen. zB: *fachtag
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- oderSuche nach Dokumenten, welche entweder den ersten Begriff oder den
zweiten
Begriff enthalten. zB: Rind oder Kalb
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gesucht, die Rind enthalten, aber nicht Kalb. zB: +Rind -Kalb
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