Drehbuch-Vorlagen

Drehbuch Beispiel 1

Richt­zeit Thema / Phase & Lernziel / Botschaft Inhalt & Methode Was möchte ich wie erzählen? Wie möchte ich das Thema aufbereiten? (Input, Erklärung, Verkostung, Experiment, …) Ort Wo? Material (Kostproben, Riechprobe, Anschauungsmaterial, Bilder, Film, …) Anmerkungen (z. B. Sicherheitshinweise)
20 min Einstieg – Ratespiel: Um welche Milch handelt es sich?

Die Besucher:innen sollen anhand von verschiedenen Milchproben herausfinden, wie unterschiedlich Milch, je nach Fütterung, schmecken kann.
Milchverkostung: Auf den 3 Stehtischen steht je eine Sorte Milch. Die Besucher:innen werden gefragt, um welche Milch es sich handelt (Heumilch / Bioheumilch / Silomilch)?

Abstimmung mittels Handzeichen um welche Milch es sich handelt
Eingangsbereich bei der Hofzufahrt 3 Stehtische; genügend Gläser für jede/n Besucher:in Damit kann ein Zeitpuffer geschaffen werden, falls manche Besucher:innen zu früh oder zu spät anwesend sind.
10 min Vorstellung meiner Person und meines Betriebs: Besondere Situation meines Bergbauernhofs Kurzer allgemeiner Impulsvortrag zu mir und meiner Rolle als Bergbauer/Bergbäuerin, der/die sich auf Heumilch spezialisiert hat, Vorstellung meines Betriebs. Hofzufahrt Familienfoto; Moderationskarte + Betriebsspiegel Tor schließen, damit kein Auto zufahren kann.

Evtl. Sitzgelegenheiten
15 min Vergleich: Durchschnittlicher Betrieb in der EU – durchschnittlicher Betrieb in Österreich – Mein Betrieb

Den Besucher:innen soll bewusst werden, dass die Landwirtschaft auf einem Bergbauernhof ganz eigene Herausforderungen mit sich bringt – im Vergleich zu anderen Regionen Europas.
Anhand von verschiedenen, bewusst ausgewählten Parametern wird mein Betrieb gegenüber einem durchschnittlichen Betrieb der EU bzw. aus Österreich verglichen, kurzer Überblick mit Erklärung zu Eckpunkten meiner Bewirtschaftung. Hofzufahrt Plakat mit grafisch aufbereiteten Daten
20 min Praxisteil Heuen: Botschaft: Großer Aufwand für wenig Heu, jedoch intensives Arbeiten mit allen Sinnen Die Besucher:innen werden aufgefordert, das zuvor abgemähte Gras, das seit 2 Tagen von der Sonne getrocknet wurde, zusammenzurechen und den Hang hinunterzubefördern; die Besucher:innen werden gefragt, welche Gerüche und Geräusche wahrgenommen werden. Steile Wiese Mindestens 7 Rechen und 2 Heugabeln Besucher:innen schon vorab darauf hinweisen, dass festes Schuhwerk für den Besuch am Hof notwendig ist.
20 min Besichtigung der Tenne mit der Heuttrocknungsanlage: Die Besucher:innen lernen, wie durch den Einsatz von Trocknungstechnik oder gezielter Planung die Heuernte besser an wechselnde Witterungsverhältnisse angepasst werden kann. In der Tenne wird das Heu gelagert, dort befindet sich eine Heuttrocknungsanlage, die mithilfe von Solarenergie betrieben wird. Ich erkläre die Funktionsweise der Heuttrocknungsanlage. Tenne Heuttrocknungsanlage Vorab auf Sicherheit achten: Heuluken schließen etc.
15 min Diskussion: Zukunft der bäuerlichen Betriebe, die sich auf Heumilch spezialisiert haben Anhand einer geleiteten Gruppendiskussion soll mit den Berufskolleg:innen diskutiert werden, welche Zukunftschancen jene Betriebe haben, die sich auf Heumilch spezialisiert haben. Obstgarten mit Blick auf die umliegenden Höfe Tische und Bänke, damit alle Besucher:innen sitzen können Bänke und Tische so anordnen, dass sich die Besucher:innen gegenseitig sehen und leicht miteinander ins Gespräch kommen können.

Drehbuch Beispiel 2

Richt­zeit Thema / Phase & Lernziel / Botschaft Inhalt & Methode Was möchte ich wie erzählen? Wie möchte ich das Thema aufbereiten? (Input, Erklärung, Verkostung, Experiment, …) Ort Wo? Material (Kostproben, Riechprobe, Anschauungsmaterial, Bilder, Film, …) Anmerkungen (z. B. Sicherheitshinweise)
5 min Einstieg und Begrüßung: Thema: Hautnahes Tiererlebnis am Bauernhof Kurzer Überblick, was wird uns in den nächsten drei Stunden erwarten? Eingangsbereich bei der Hofzufahrt Da wir direkt mit Tieren arbeiten und Kontakt haben werden, abfragen, ob es Allergien oder dergleichen gibt.
10 min Vorstellung meines Betriebs und meiner Person: Besondere Situation meines Green Care Hofs mit verschiedenen Einkommensquellen wie z. B. die tiergestützte Intervention (TGI). Kurze Beschreibung der Betriebsentwicklung, warum haben wir uns für so viele Standbeine entschieden? Hofzufahrt
45 min Vorstellung der einzelnen Standbeine am Betrieb Betriebsrundgang und Erklärungen:
  • Landwirtschaftliche Produktion
  • Tageswerkstätte für Menschen mit Behinderungen
  • Tiergestützte Intervention und tiergestützte Aktivitäten
Ganzer Betrieb – Hofanlage, Weiden und Stallungen
60 min Praxisteil – Hautnahes Tiererlebnis am Bauernhof: Botschaft: Durch gezieltes Training können auch Bauernhoftiere in Therapie, Pädagogik und sozialer Arbeit eingesetzt werden Gruppenerlebnis: Die Besucher:innen werden in zwei Gruppen aufgeteilt und können unter professioneller Anleitung mit allen zertifizierten Therapietieren am Hof (Pferden, Schafen, Schweinen, Hühnern) Zeit verbringen. Bei Schönwetter auf der Weide, bei Schlechtwetter in den Stallungen Besucher:innen darauf hinweisen, wie man mit den Tieren umgeht und was zu beachten ist.
30 min Ausklang: Wie können sich landwirtschaftliche Betriebe zusätzliche Standbeine eröffnen, was kann man am Bauernhof alles erleben? Gesprächsrunde beim Essen: Völlig ohne Zwang: Wer mag erzählen, wie es ihm ergangen ist?

Wie wichtig sind tiergestützte Angebote für die Gesellschaft?

Essen und Trinken
Neben der Weide im Freien oder im Seminarraum Tische und Bänke, damit alle Besucher:innen sitzen können

Bio-Brot und Bio-Gebäck, Bio-Getränke und Aufstriche vom Hof
Bänke und Tische so anordnen, dass eine zwanglose Diskussion möglich ist
15 min Abschied – Bedanken Gibt es noch Fragen, wie können wir weiterhin im Gespräch und in Kontakt bleiben? Hofzufahrt, wo Bus wartet Abschiedsgeschenk – Betriebsflyer und kleine Bauernhoftiere aus Holz

Drehbuch Beispiel 3

Richt­zeit Thema / Phase & Lernziel / Botschaft Inhalt & Methode Was möchte ich wie erzählen? Wie möchte ich das Thema aufbereiten? (Input, Erklärung, Verkostung, Experiment, …) Ort Wo? Material (Kostproben, Riechprobe, Anschauungsmaterial, Bilder, Film, …) Anmerkungen (z. B. Sicherheitshinweise)
10 min Begrüßung und Einstieg – Erdäpfelprodukte: Was kann man alles mit Erdäpfeln machen? Welche Produkte können aus Erdäpfeln hergestellt werden? Die Fragen sind auf einem Plakat oder Flipchart vorbereitet und die Besucher:innen schreiben alle Produkte, die ihnen einfallen, dazu. Produkte können auch mittels Kärtchen vorbereitet sein und zugeordnet werden.

Danach werden die Produkte miteinander durchbesprochen und gegebenenfalls wird noch etwas ergänzt.
Halle oder in anderer passender Räumlichkeit Plakat, Stifte oder Kärtchen Damit kann ein Zeitpuffer geschaffen werden, falls manche Besucher:innen zu früh oder zu spät zur Exkursion erscheinen.
10 min Vorstellung meiner Person und meines Betriebs Kurzer allgemeiner Impulsvortrag; Vorstellung meiner Familie und meines Betriebes, Größe, Betriebszweige, warum mache ich das, Entwicklung des Betriebes etc. Halle oder in anderer passender Räumlichkeit Mündliche Vorstellung, eventuell mit Unterstützung von Fotos.
15 min Vortrag über Erdäpfel Herkunft – geschichtliche Entwicklung, Anekdoten zu den Erdäpfeln (Hungersnot in Irland, Einführung als Zierpflanze, …) Maschinen, Erdäpfelanbau, aktuelle Herausforderungen Halle oder in anderer passender Räumlichkeit Mündlicher Vortrag, eventuell mit Unterstützung von Plakaten oder einer PowerPoint-Präsentation.
35 min Praxisteil Ackerbesichtigung Hier wird den Besucher:innen der betriebliche Jahresablauf erklärt, wann passiert was, wie ist die Fruchtfolge, etc. Danach können die Besucher:innen selbst händisch ein paar Erdäpfel ausgraben und zum späteren Verzehr mitnehmen. Acker Besucher:innen darauf hinweisen, dass festes Schuhwerk nötig ist.
30–60 min Lagerfeuer und Braten der Erdäpfel mit Abschlussdiskussion und gemütlichem Ausklang Die Erdäpfel werden gewaschen und in Alufolie gewickelt. Danach werden sie in der Glut gegrillt.

Mit Butter und Salz können diese anschließend verspeist werden.

Währenddessen können noch etwaige offene Fragen beantwortet oder eine Diskussion zum Thema Erdäpfelanbau und deren zukünftige Entwicklung sowie den Herausforderungen geführt werden.
Beim Grillplatz Alufolie, Salz, Butter, Teller, Besteck, Bänke Bänke rund ums Lagerfeuer anordnen, damit sich alle Besucher:innen sehen und gemeinsam ins Gespräch kommen können.

Bei Schlechtwetter werden die Erdäpfel in der Küche zubereitet und in der Halle oder in einer anderen passenden Räumlichkeit verspeist.

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