Kategorie: Fachbeiträge
Datum: 12.12.2020
Die einen scheuen den Aufwand, der mit der Erstellung einhergeht. Die anderen wissen nicht so genau, wie man einen Businessplan überhaupt schreibt. Doch mit einem gut durchdachten Konzept werden unternehmerische Entscheidungen, wie zum Beispiel einer betrieblichen Neuausrichtung, dem Einstieg in die Direktvermarktung oder der Entwicklung und Umsetzung einer neuen Geschäftsidee, erleichtert.
In sechs Kapitel haben wir die Inhalte, die in einen Businessplan gehören zusammengefasst. Es ist ein Auszug aus dem Ratgeber „Von der Idee zum Businessplan- Geschäftsideen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft erfolgreich umsetzen mit Beispielen aus Österreich" von Siegfried Pöchtrager und Walter Wagner. Dieser Ratgeber stellt die Besonderheiten der Existenzgründung und der Betriebsneuausrichtung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Österreich in den Vordergrund. Die einzelnen Kapitel bilden von der Entwicklung der Geschäftsidee bis hin zur konkreten Umsetzungsplanung Schritt für Schritt die verschiedenen Bestandteile einer fundierten Businessplanung ab. Ob Management Summary, Marktanalyse oder die Prüfung der Wirtschaftlichkeit des Geschäftsmodells – auf dem Weg bis zur Vorlage des finalen Businessplans bleiben keine Fragen unbeantwortet. Den Großteil des Buches bilden zahlreiche Fallbeispiele von Businessplänen aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Sie geben damit Neugründern, aber auch bestehenden Betriebsleitern, die in neue Geschäftsbereiche einsteigen wollen, eine wertvolle Hilfestellung.
„Kopfzerbrechen lieber vor der Investition als danach!" lautet bereits der erste Tipp der Autoren.
Struktur und Inhalt: Wie ist ein Businessplan aufgebaut und was steht drin?
Der Businessplan ist in erster Linie ein Werkzeug für (agrarische) Unternehmerinnen und Unternehmer. Im Businessplan wird die Geschäftsidee oder das innovative Vorhaben klar formuliert und schwarz auf weiß festgehalten, welche (finanziellen) Mittel benötigt werden. Auch wenn es keine verbindlichen Regeln für die Struktur gibt, ist es wichtig, dass der Businessplan eine klare Gliederung aufweist. Teile, die üblicherweise zu einem Businessplan gehören, sind in sechs Blogbeiträgen zusammengefasst.
Teil 1: Management Summary, Geschäftsidee und Geschäftsmodell
Die Management Summary fasst alle wesentlichen Inhalte eures Geschäftsplans zusammen. Eigentlich wird sie erst am Schluss des Businessplans erstellt aber dann an den Anfang des Businessplans gestellt. Normalerweise ist die „Summary" etwa 1-2 Seiten lang und verschafft dem Leser einen Überblick über das geplante innovativeVorhaben.
Im Geschäftsidee-Teil geht man auf folgende Frage ein:Welches Problem löst die Idee – und wie? Das Produkt ist in klarenWorten beschrieben, das Angebot so konkret wie möglich formuliert und auf die Zielgruppe abgestimmt.
Teil 2: Markt und Wettbewerb
Wie groß ist der Markt? Welche Wettbewerber/ Konkurrenz gibt es? Was machen Sie besser als alles anderen? In diesem Kapitel punktet man mit einer umfangreichen Marktanalyse.
Teil 3: Produkt und Dienstleistung sowie Marketing und Vertrieb
In diesen Kapiteln beschreiben Sie ausführlich die von Ihnen angebotenen Produkte und/oder Dienstleistungen. und das Marketing, denn ohne das geht es auch in der Agrar- und Ernährungswirtschaft nicht. Am besten versetzen Sie sich für die Beschreibung in die Lage der zukünftigen Kunden. Welche Produkte bzw. Dienstleistungen bringen dem Kunden einen Mehrwert? Welche Marketingmaßnahmen sind geplant? Welche Erfahrungen bereits vorhanden? Gibt es Medienpartnerschaften, welche Kanäle werden aktiv bespielt? Gibt es ein Marketingbudget?
Teil 4: Unternehmen und Management sowie Chancen und Risiken
In diesem Kapitel gehen Sie darauf ein, welche Rechtsform Sie für Ihr Unternehmen wählen wollen.
Beim Start in die Selbständigkeit ist es wichtig, sowohl die Chancen, als auch die lauernden Risiken gründlich und ehrlich zu reflektieren. Chancen und Risiken entstehen aus Situationen, die ein Unternehmen meistens nur schwer beeinflussen kann. Das ist nicht nur für den Geldgeber wichtig, der darin das Zukunftspotential erkennen kann, sondern auch für Sie selbst.
Teil 5: Finanzen und Wirtschaftlichkeit
Dieser Teil wird auch "Der Zahlenteil" genannt.
Welches Budget wird gebraucht? -Wie sollen die Einnahmen lukriert werden, wann ist der Break even point erreicht? Eine Ansicht der Geldflüsse wollen Leser im Finanzplan erkennen.
Teil 6: Umsetzungsplanung
Das letzte Kapitel, die Umsetzungsplanung haucht Ihrer Unternehmung sprichwörtlich Leben ein. Durch eine Umsetzungsplanung wird der Businessplan für die beteiligten Personen verbindlich. Die beste Strategie und der beste Plan nützen nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden. In dieser Planung legen Sie die einzelnen Schritte und Arbeitspakete fest, die in den nächsten Monaten und Jahren abgearbeitet werden müssen.