Einen Businessplan erstellen (Kapitel 4): Unternehmen und Management sowie Chancen und Risiken

Über Rechtsformenwahl, Management, Chancen und Risiken

Kategorie: Fachbeiträge
Datum: 12.12.2020

In diesem Kapitel gehen Sie darauf ein, welche Rechtsform Sie für Ihr Unternehmen wählen. Beginnen Sie mit einem Einzelunternehmen oder starten Sie gleich eine GmbH? Natürlich stehen Ihnen noch weitere Optionen aus dem Bereich Personen- oder Kapitalgesellschaften zur Verfügung. Die Wahl der Rechtsform hat erhebliche Auswirkungen auf Ihre steuerlichen und rechtlichen Pflichten. Je nach Rechtsform unterscheiden sich wesentliche Bereiche, wie beispielsweise das Unternehmerrisiko bzw. die Haftung, die Sozialversicherung, die zu zahlenden Steuern bis hin zur Einbindung zukünftiger Geschäftspartner. Ein Start-up beginnt oft als lose Kooperation mit anderen Partnern, möglicherweise sind die ersten Mitwirkenden auch keine direkten Angestellten, sondern andere Selbstständige, Studierende oder sogenannte Freelancer. Diese netzwerkartigen Strukturen sind üblich für junge Unternehmen. Auf jeden Fall ist es notwendig, sich vor der Gründung ausreichend mit steuerlichen und rechtlichen Fragen zu beschäftigen, um nicht später schmerzhafte Einschränkungen erfahren zu müssen.

Da die Geldgeber vor allem „in die Köpfe der Idee" investieren, soll die Vorstellung des Gründers bzw. der Gründer inkl. Ausbildung, Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht zu kurz kommen. Wer bringt welche Fähigkeiten und Fertigkeiten mit, um bestimmten Herausforderungen bestmöglich begegnen zu können? Welche Personen mit speziellen Qualifikationen, werden noch gesucht, um das perfekte Team abzurunden? Zeigen Sie auf, welche personelle Änderungen Sie in den nächsten Jahren anstreben. Beschreiben Sie in diesem Zusammenhang auch die (zukünftige) Unternehmensstruktur und Organisationsform.

Beim Start in die Selbständigkeit ist es wichtig, sowohl die Chancen, als auch die lauernden Risiken gründlich zu reflektieren. Chancen und Risiken entstehen aus Situationen, die ein Unternehmen meistens nur schwer beeinflussen kann. Das ist nicht nur für den Geldgeber wichtig, der darin das Zukunftspotential erkennen kann, sondern auch für Sie selbst. So können sich beispielsweise durch demografischen Wandel, technische Veränderungen oder neuartige Materialien neue Märkte auftun. Wichtig ist nicht nur die Auflistung der Chancen, sondern auch die Darlegung, wie Sie das Beste daraus hervorholen wollen. Zeigen Sie Ihren Investoren auch, dass Sie sich ausführlich mit möglichen Risiken und Hemmnissen in Ihrer Branche beschäftigt haben. Seien Sie hier auf jeden Fall ehrlich und beschönigen Sie nichts – keine Unternehmung, keine Idee ist frei von Risiko!

Manche Risiken haben geringen Einfluss, andere können wiederum existenzbedrohend sein. So kann es aufgrund von Trends zu einem plötzlichen Nachfragerückgang kommen, Ersatzprodukte können auf dem Markt erscheinen, aber auch Naturkatastrophen und Ressourcenknappheit haben möglicherweise Einfluss auf Ihr Unternehmen. Die Risiken können zur besseren Übersicht in vier Kategorien eingeteilt (Markt-, Produktions-, Finanzierung- und strategische Risiken) und anhand einer Matrix evaluiert werden. Erläutern Sie in diesem Kapitel auch, wie sie vorgehen werden, wenn eines der idenifizierten Risiken eintritt. Es gibt jedoch keine Geschäftsidee, die völlig frei von Wagnissen ist.

Der Leitsatz „No Risk, No Fun" kann somit bis zu einem gewissen Grad verfolgt werden.

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