Exoten im Aufwind: Landwirtschaft im Wandel nutzen - Wertschöpfung auf den Betrieb holen

Das Klima wandelt sich und mit ihm auch die Chancen für die Landwirtschaft. Steigende Temperaturen eröffnen neue Möglichkeiten für bislang wenig verbreitete Kulturen in Österreichs Landwirtschaft. Exoten wie Ingwer, Feige, Kiwi, Physalis oder Artischocken rücken in den Fokus und bieten Potenzial für zusätzliche Wertschöpfung auf bäuerlichen Betrieben.
In dieser Ausgabe des Trendradar-Newsletters zeigen wir die Chancen von Exoten für österreichische Betriebe auf und Sie erhalten Informationen dazu, welche Kulturen sich für den Anbau in Österreich anbieten.

Trendradar 28 vom 11. Juni 2026

Außerdem in diesem Trendradar: Alle Informationen zum Webinar Ideenacker #22 zum Thema „Exoten im Aufwind" am 30. Juni 2026 mit drei spannenden Praxisbetrieben!

Exoten im Aufwind – eine neue Chance für Österreichs Landwirtschaft?

Die Landwirtschaft steht unter Druck: schwankende Märkte, Wetterextreme und steigende Anforderungen seitens der Konsument:innen. Gleichzeitig eröffnet der Klimawandel auch neue Möglichkeiten. In der Praxis zeigen sich die Veränderungen bereits deutlich: längere Vegetationsperioden, häufigere Hitzeperioden und veränderte Niederschlagsmuster. Dadurch entstehen neue Anbaubedingungen, von denen vor allem wärmeliebende Kulturen profitieren können. 

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Exoten vom Strauch

Neben Baumkulturen gewinnen auch besondere Beerensträucher an Bedeutung. Viele dieser Kulturen passen gut zu kleineren Flächen, Direktvermarktung und Verarbeitung. Sie können frisch verkauft, zu Saft, Marmelade, Sirup, Trockenfrüchten oder Pulver verarbeitet werden. Während einige Arten wie Aronia bereits in Österreich etabliert sind, befinden sich andere, etwa Physalis, Goji oder Maibeeren, noch stärker im Nischenbereich. Ihr Vorteil: Sie unterscheiden sich klar von „Standardbeeren" und können damit neue Zielgruppen ansprechen. 

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Exoten vom Baum

Mit steigenden Temperaturen durch klimatische Veränderungen rücken auch im Obstbau Kulturen in den Fokus, die bisher eher aus dem Mittelmeerraum oder aus Übersee bekannt waren. Vor allem in warmen, geschützten Lagen, etwa im Osten Österreichs, in Weinbaugebieten oder an windgeschützten Standorten, können einige dieser Kulturen künftig interessanter werden. Gleichzeitig bleibt der Anbau anspruchsvoll: Spätfrost, Winterhärte, Wasserverfügbarkeit und geeignete Sorten entscheiden stark über den Erfolg. Gerade bei mediterranen Kulturen gilt daher: klein beginnen, Erfahrungen sammeln und die Vermarktung früh mitdenken. Besonders hitze- und trockenheitstolerante Kulturen mit ausreichender Winterhärte könnten an Bedeutung gewinnen.

Auf dem Baum wachsen vor allem Kiwis, Zitrusfrüchte, Feigen, Indianerbananen, Kaki, Oliven und Granatäpfel. 

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Exoten aus der Erde

Mit den sich verändernden Klimabedingungen rücken auch am Acker neue Kulturen in den Fokus. Was früher als „zu exotisch" galt, wird heute zunehmend ausprobiert. Vor allem Kulturen, die Wärme lieben und mit trockeneren Sommern zurechtkommen, können in Österreich an Bedeutung gewinnen.

Für Betriebe kann das eine interessante Ergänzung sein – vorausgesetzt, Standort, Vermarktung und Arbeitskapazität passen zusammen. Im Folgenden zeigen wir ein Überblick über ausgewählte Kulturen, die derzeit verstärkt im Gespräch sind: Ingwer und Kurkuma, Reis, Safran, Wassermelonen, Kichererbsen und Artischocken. 

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 Expert:innenmeinung

 

From Nose to Tail: Neue Wertschöpfungspotenziale für Landwirt:innen

In der sechzehnten Episode des Farm Up Talks drehte sich alles um das Trendthema der landwirtschaftlichen Wintergemüseproduktion. Hören Sie rein und lassen Sie sich inspirieren!

 


Veranstaltungstipps

Webinar Ideenacker #22 - Exoten im Aufwind: Landwirtschaft im Wandel nutzen

Wie können landwirtschaftliche Betriebe die klimatischen Veränderungen ganz gezielt nutzen, um durch den Anbau von Exoten zusätzliche Wertschöpfung generieren? Drei Betriebe erzählen über ihre Erfahrungen, die Chancen und Herausforderungen bei diesem Thema und zeigen mögliche Entwicklungsfelder für landwirtschaftliche Betriebe auf.

 

 

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